Archiv für die Kategorie „Bewerbungsunterlagen“

Klares Nein von Absolventen zur anonymisierten Bewerbung

Monday, 31. January 2011

Absolventen stehen der anonymisierten Bewerbung mehrheitlich kritisch gegenüber. Sie haben  große Befürchtungen, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte und aus der angestrebten Chancengleichheit für die Bewerber nur Nachteile entstehen

Die Jobbörse für Quereinsteiger TalentFrogs führte bundesweit eine Befragung zur anonymisierten Bewerbung unter 581 Studenten im letzten Semester durch. Sie wurden befragt, ob sie sich von einer anonymisierten Bewerbung eher Vorteile oder Nachteile versprächen. Fast 80 Prozent betrachten den auch auf Arbeitgeberseite heftig diskutierten Modellversuch ganz klar als Nachteil.

Die meisten Befragten sind sich unabhängig von ihrem Geschlecht einig: Sie sehen in einer Bewerbung mehr als nur die Darstellung ihrer fachlichen Qualifikationen. Den meisten geht es bei der Bewerbung darum, ihre eigene Person darzustellen und sich zu präsentieren. Dabei werden der Ausschluss von Informationen wie beispielsweise zum Alter, Geschlecht und Familienstand sowie das Weglassen eines Fotos als großer Nachteil empfunden.

Ein Teil der befragten Studentinnen gaben an, dass die anonymisierte Bewerbung Bewerberinnen für einen Job im öffentlichen Dienst ganz klar benachteiligt, da bei Stellenausschreibungen für den öffentlichen Dienst Frauen bei gleicher Qualifikation männlichen Bewerbern gegenüber bevorzugt werden. Das Gleiche gilt für eine Bewerbung bei Unternehmen mit Frauenquote.

Frauen sind oft zu bescheiden in Puncto Eigenmarketing

Saturday, 22. January 2011

Jede Frau weiß, dass eine ansprechende Bewerbung der Türöffner für ein Gespräch mit dem Wunscharbeitgeber ist und somit ein wichtiger Schritt für den Berufseinstieg oder den Jobwechsel. Dennoch zeigen viele Frauen eine gewisse Scheu, wenn es darum geht, die eigenen Stärken, Talente und Qualifikationen zu bewerben. Dabei ist im Bewerbungsprozess die (Be-)Werbung in eigener Sache das Wichtigste für ein erfolgreiches Selbstmarketing.

“Unwissenheit über die Anforderungen an die ‘richtige’ Bewerbung führt häufig zu Unsicherheiten und Ängsten, die sich oftmals durch den gesamten Bewerbungsprozess ziehen”, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, dem Messe-Kongress für Frauen, der am 14. Mai 2011 erstmalig in Bonn stattfindet. “Dabei ist die Bewerbung bei ganz sachlicher Betrachtung nicht mehr als eine nutzerfreundliche Zusammenstellung des eigenen Werdegangs (Lebenslauf) und ein freundlicher Geschäftsbrief, in dem sich die Bewerberin als Mitarbeiterin empfiehlt (Anschreiben). Zeugnisse und Qualifikationen, die mitgeschickt werden, untermauern lediglich die ‘technischen Daten’ aus dem Lebenslauf.“

Was aber gehört alles in eine Bewerbung und wie können Frauen mit ihrer Bewerbung aus der Vielzahl der Mitbewerber herausstechen?
Barbara Klunker, Fachbereichsleiterin bei der DIS AG, ist davon überzeugt, dass Frauen sich nicht grundlegend anders bewerben müssen als Männer. “Das A und O für jeden Bewerbungsprozess ist, dass Frauen, ebenso wie Männer, ihre Stärken kennen, wissen was sie wollen und dies auch authentisch vertreten.” Sie rät zu dem Bewerbungs-Motto, lieber eine Absage für die Person zu bekommen, die man sei, als eine Zusage für die Person, die man vorgegeben hat zu sein.

Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbungsmappe und hat zwei wichtige Funktionen: Einerseits soll es die Motivation der Bewerberin deutlich machen, für diesen Arbeitgeber arbeiten zu wollen und zum anderen sollten Bewerberinnen im Anschreiben ihre Persönlichkeit transportieren. Es ist daher wichtig, dass Frauen in ihrem Anschreiben immer auch auf Daten und Erfahrungen aus ihrem Leben zurückgreifen und diese als konkrete Beispiele präsentieren. Es ist notwendig, dass sich Frauen darüber Gedanken machen, was sie als Person für dieses Unternehmen leisten können und welche Vorteile das Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit ihnen hat.

Bei der Erstellung des Lebenslaufs ist es wichtig darauf zu achten, dass er optisch gut gestaltet, gut strukturiert und schnell zu erfassen ist. Insbesondere bei Berufserfahrung, Praktika oder Nebenjobs dürfen und sollten Bewerberinnen mit kurzen Stichpunkten die wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Station nennen. Sie ermöglichen dem Leser eine schnelle Übersicht über die vorhandenen praktischen Erfahrungen.

„Frauen neigen dazu, in ihren Bewerbungsunterlagen die Understatement-Strategie zu verfolgen. Sie unterschätzen die Bedeutung der einzelnen Stationen im Lebenslauf und führen diese nicht auf. Oft sind es aber interessante Tätigkeiten neben dem Studium, die ein Bewerberprofil bereichern und die Kandidaten voneinander unterscheiden“, sagt Joanna Rusin-Rohrig, Regional Marketing Manager DACH bei Universum Communications.

Frauen müssen sich also, genau wie ihre männlichen Mitbewerber, bei der Erstellung der Bewerbungen bewusst sein, wer sie sind, was sie können, wo ihre Stärken liegen und – ganz wichtig – was ihre beruflichen Ziele und Wünsche sind. Melanie Vogel empfiehlt, bei der Erstellung der Bewerbungsmappe mit viel gesundem Menschenverstand vorzugehen und darauf zu verzichten, Bewerbungsbücher zu wälzen oder Musterlebensläufe und -anschreiben zu nutzen. „Bewerbungsbücher verleiten nur dazu, Sätze oder Textblöcke zu kopieren. Das eigentliche Ziel, dass Bewerberinnen sich mit sich selbst beschäftigen und ihre Karrierewünsche und Ambitionen in eigene Worte fassen, wird damit untergraben. Individualität und Authentizität gehen dabei verloren. Das führt dann zu den so unbeliebten, stromlinienförmigen Bewerbungen, die von den Personalverantwortlichen zu Recht zunehmend kritisiert werden.” Barbara Klunker gibt den generellen Rat, Freunde, ehemalige Kollegen oder Menschen, die einem kritisch aber offen gegenüberstehen, zu seinen Stärken und zu seinen Bewerbungsunterlagen zu befragen. „Der Blick von außen kann Wunder bewirken.“

Fazit:

Bewerberinnen nehmen im Vorfeld eine ehrliche Eigenanalyse vor und überlegen sich ganz genau, in welchen Bereichen sie vermutlich langfristig motiviert und mit Spaß arbeiten werden und welche Branchen und Unternehmen ihnen dieses Arbeitsumfeld am ehesten bieten können. Diese Motivation und dieser Eigenantrieb spiegeln sich im Anschreiben und werden durch einen optisch gut strukturierten und übersichtlichen Lebenslauf untermauert. Die authentische Bewerbung ist der erste Schritt zur optimalen Eigenvermarktung,  denn nur mit ihr können Frauen offensiv nach außen auftreten und erfolgreiche Eigenwerbung machen.

In den Augen des Personalers sind alle Bewerber gleich

Tuesday, 31. August 2010

Unter der Federführung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die dem Bundesfamilienministerium unterstellt ist, nehmen fünf Unternehmen am Pilotprojekt zum anonymisierten Bewerbungsverfahren teil. Mit von der Partie sind die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, L’Oreal, Mydays und Procter & Gamble. Ein Jahr lang werden die beteiligten Unternehmen anonymisierte Bewerbungsverfahren testen, also ohne Foto, Namen und Angaben zum Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand.

Das Pilotprojekt soll im Herbst 2010 starten und zwölf Monate durchgeführt werden. Der Versuch Pilotprojekt wird während der gesamten Dauer wissenschaftlich begleitet und anschließend ausgewertet. Andere europäische Staaten wie Schweden, Frankreich, Belgien und Großbritannien haben solche Modellversuche bereits begonnen beziehungsweiseabgeschlossen.

Nach Ansicht von Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, sollte deutschlandweit ein einheitliches, anonymisiertes Bewerbungsverfahren gelten, um eine allgemeine Chancengleichheit zu gewährleisten. Sie verweist auf eine beim IZA erschienene Studie von 2010, wonach die Angabe eines türkisch klingenden Namens die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch für einen Praktikumsplatz verringert – im Durchschnitt um 14 Prozent, bei kleineren Unternehmen sogar um 24 Prozent. Bei der IZA-Untersuchung (Institut zur Zukunft der Arbeit) wurden Bewerbungen für Praktikumsplätze verschickt. “Wir gehen davon aus, dass die Diskriminierungsquote bei Stellenausschreibungen – vor allem im niedrigqualifizierten Bereich – deutlich höher liegt”, sagte Lüders. “Aber es kann nicht sein, dass Bewerberinnen und Bewerber oftmals nur auf Grund ihres Namens oder ihres Alters keine erste Chance erhalten. Entscheidend für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber sollte nur die Qualifikation sein. Wir brauchen in Deutschland eine neue Bewerbungskultur.”

Ich freue mich auf Eure Kommentare und bin gespannt, was die Leser des JOBSUMA-Blogs von der anonymisierten Bewerbung halten.

Profil zeigen bei der Jobsuche

Tuesday, 20. July 2010

Viele Unternehmen suchen in sozialen Netzwerken gezielt nach Profilen, um sich vorab über potenzielle Mitarbeiter zu informieren.  Wer genau weiß, worauf Personaler achten, kann sich mit einem optimierten Profil bei XING, Facebook und Co. ins rechte Licht rücken.

Das persönliche Online-Profil wird im Zusammenhang mit der Jobsuche immer wichtiger. Immer mehr Personaler bedienen sich bei der Sichtung neuer Arbeitnehmer der Internetrecherche. Langfristig gesehen werden soziale Netzwerke zu einem der wichtigsten Recruiting-Kanäle gehören. Wer seinen Jobeinstieg oder seine weitere Karriereplanung aktiv gestalten will, kommt daher an Sozialen Netzwerken nicht vorbei.

Der erste Eindruck zählt
Wie bei den Bewerbungsunterlagen und im Vorstellungsgespräch gilt auch beim Onlineprofil: Der erste Eindruck zählt.  Das Foto im Online-Profil sollte von einem professionellen Fotografen gemacht sein und den eigenen Zielen entsprechen. Wenn Du aktuell auf Jobsuche bist, ist ein Bewerbungsfoto angebracht  und kein Party-Schnappschuss in feucht-fröhlichem Ambiente.

Gib Deinem Profil eine persönliche Note! Berufserfahrung  und Fachkenntnisse sollten zu einem harmonischen Gesamtbild verschmelzen und mit den Angaben in Deinem Lebenslauf übereinstimmen. Hebe Dein Spezialwissen in bestimmten Bereichen hervor. Dabei kann es sich um Studienschwerpunkte, Praktika – oder falls vorhanden – Berufstätigkeiten handeln. Angaben in den Kategorien „Ich suche“ oder „Ich biete“ sollten präzise formuliert werden. Du suchst beispielsweise nicht nur Kontakte, sondern Kontakte zu Beratern aus der IT-Beratung.

Wie im Lebenslauf, solltest Du auch Dein Online-Profil dazu nutzen, um auf ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in einer sozialen Organisation hinzuweisen.  Die Erwähnung von Hobbys ist eine weitere Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erwecken. Außerdem erleichtern Themen wie Sport und Musik die Kontaktaufnahme und ermöglichen Anknüpfpunkte für ein erstes Gespräch. Auch hier so konkret wie möglich sein. Sport klingt nichtssagend, eine konkrete Sportart hingegen sagt viel über Deine sogenannten Softskills aus.

In den meisten sozialen Netzwerken gibt es eine Rubrik „Werdegang“, in den Du die wichtigsten Stationen aus Deinem Lebenslauf eintragen kannst. Diese Angaben zeigen potenziellen Arbeitgebern, welches Know-how Du mitbringst. Hierbei reichen die fünf letzten Stationen aus. Auch die Mitgliedschaft in „Gruppen“ in sozialen Netzwerken macht Sinn und beeinflusst die Attraktivität Deines Bewerberprofils. Besonders gut kommt bei potenziellen Arbeitgebern die Mitgliedschaft in Gruppen an, die etwas mit Deinem Beruf, Schwerpunkten Deines Studiums und im Profil erwähnten Hobbys zu tun haben.

Kontakte pflegen
Pflege Deine Kontakte!  Karteileichen sollte man regelmäßig aussortieren. Es kommt auf die Qualität Deiner Kontakte an und nicht auf die Quantität. Ein Business-Netzwerk lässt sich am besten mit Leuten aufbauen, die man bereits kennt. So kann man ehemalige Kollegen und Schulfreunde aktivieren oder auch das E-Mail Verzeichnis abgleichen. Hyperaktivität ist bei der Kontaktpflege nicht angebracht: Kontakte sollte man gezielt und bei konkreten Anlässen anschreiben und nicht ständig mit Nachrichten nerven, die keine Relevanz haben.

Übersicht ist wichtig
Achte bei Deinem Onlineprofil auf möglichst konkrete Angaben und die richtige Schreibweise. Deine Kontaktdaten sollten leicht auffindbar und übersichtlich angeordnet sein. Zu den Keywords Deiner beruflichen Angaben gehören Schlagworte zu Studienschwerpunkten genauso wie zu Deiner Berufserfahrung. Das erleichtert auch Headhuntern, die soziale Netzwerke routinemäßig zur Recherche geeigneter Kandidaten nutzen, auf Dein Profil aufmerksam zu werden.

Was Personalverantwortliche über Online-Profile denken, erfährst du bei der Deutschen Bildung, dem Spezialisten für  Studienförderung und Studienfinanzierung

Die erfolgreiche Initiativbewerbung

Tuesday, 29. June 2010

Oft sind sich Studenten und Absolventen unsicher, wie man  das Anschreiben für eine Initiativbewerbung formuliert und was die Initiativbewerbung von der „normalen“ Bewerbung unterscheidet.

Die Recherche für das Anschreiben einer Initiativbewerbung ist  aufwendiger als die Bewerbung auf ein konkretes Stellenangebot. Da es kein konkretes Stellenangebot gibt, musst Du ein fiktives Jobprofil erstellen, um ein Anschreiben verfassen zu können, was die Aufmerksamkeit des Ansprechpartners erregt. Ganz schön aufwendig? Ja, aber Initiativbewerbungen lohnen sich auf jeden Fall. Viele Unternehmen kalkulieren Initiativbewerbungen in ihre Rekrutierungs-Strategie mit ein. Das heißt: Sie rechnen mit einer  bestimmte Anzahl eingehender Initiativbewerbungen.

Es gibt natürlich mehrere Gründe, sich als Bewerber für eine Initiativbewerbung zu entscheiden. Ein Grund kann darin bestehen, dass man nur Absagen als Reaktion auf Bewerbungen auf konkrete Stellenangebote bekommen hat.  Eine weitere Entscheidung für eine Initiativbewerbung kann darin bestehen, dass man unbedingt in einer bestimmten Branche arbeiten möchte, oder auf ein bestimmtes Unternehmen im Web, auf einer Hochschulmesse oder einem Karriereratgeber aufmerksam geworden ist.  In diesem Fall bringt man natürlich schon eine gute Portion Motivation für die Initiativbewerbung  mit. Man hat aus den bisher gesammelten Informationen den Eindruck gewonnen, dass es sich aus bestimmten Gründen um einen passenden Arbeitgeber handeln  könnte.

Der Mehraufwand bei einer Initiativbewerbung besteht hauptsächlich in der Informationsbeschaffung. Denn es liegt kein konkretes Stellenangebot vor, an dem man sich im Motivationsschreiben argumentativ entlang hangeln kann.  Also geht es in erster Linie darum, neben allgemeinen Infos über das Unternehmen wie Position im Branchenumfeld, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Produkte, Filialen im Ausland etc. , herauszufinden, in welcher Abteilung und in welcher Funktion Du in das Unternehmen passt.

Wenn das erledigt ist, recherchierst du möglichst viele Informationen zu der Abteilung oder der Position, die für dich infrage kommt. Besonders viele Informationen und gute Anknüpfungspunkte erhält man natürlich im persönlichen Gespräch. Daher findest du am besten heraus, ob das betreffende Unternehmen in Kürze auf einer Recruiting- oder Firmenkontaktmesse in Deiner Umgebung  präsent ist und  sprichst persönlich mit einem Unternehmensvertreter.  Eine andere Möglichkeit ist, bei der Personalabteilung des Unternehmens anzurufen und einem Mitarbeiter zu erklären, dass Du Dich für die Position XY bewerben möchtest. Entweder fragst Du, ob er ein paar Minuten Zeit hat,  Dir ein paar Fragen zu beantworten oder ob Du ihm sie lieber per Email schicken sollst. Wichtig:  Es geht um die Sammlung allgemeiner Informationen, also keine indiskreten Fragen stellen.

Wenn das Unternehmen auf Facebook oder XING präsent ist ,  kannst du darüber Kontakt zum Unternehmen aufnehmen. Denn immer mehr Unternehmen nutzen soziale Netzwerke, um mit potentiellen Mitarbeitern ungezwungen in Kontakt zu treten.

Wenn die Recherche abgeschlossen ist erstellst Du ein imaginäres Stellenprofil für das Motivationsschreiben Deiner Initiativbewerbung. Welche fachlichen Anforderungen werden auf jeden Fall gefordert? Liste sie auf. Auch die Softskills wie Belastbarkeit, überdurchschnittliches Engagement und Teamfähigkeit etc. listest Du unter den fachlichen Qualifikationen auf.

Im letzten Schritt verfasst Du das Anschreiben so wie es hier im Blog im Artikel Copy und Paste beim Bewerbungsschreiben beschrieben ist. Alle weiteren Unterlagen wie Lebenslauf und Zeugniskopien gelten für die Initiativbewerbung genauso wie für die gezielte Bewerbung auf eine Stellenanzeige.

Das Praktikumszeugniss ist genau so wichtig wie ein Arbeitszeugniss

Thursday, 27. May 2010

Oft werden Praktikumszeugnisse von Unternehmen wegen mangelnder Kapazitäten erst garnicht ausgestellt, oder aber sie werden nicht besonders sorgfältig formuliert.

Hier einige wichtige Tipps zum Thema Praktikumszeugnis:

Ein Praktikumszeugnis sollte ca. eine Seite lang sein. Wenn das Praktikum allerdings sehr umfangreiche Tätigkeiten beinhaltet hat, kann es bis zu eineinhalb Seiten lang sein.

In der Einleitung sollte der Zeitraum des Praktikums präzise aufgeführt werden.

Da ein Praktikant oft nicht viele Aufgaben übernehmen darf, sollte die Tätigkeitsbeschreibung möglichst umfassend sein. Nicht erwähnt werden sollten  sehr minderwertige Aufgaben wie etwa Kopien anfertigen. Die Auflistung solcher Tätigkeiten mindert die Qualität des Zeugnisses.

Oft achten Unternehmen bei Praktikanten auch auf die Softskills wie Verhalten, Teamfähigkeit oder Kommunikationsweise. Diese lassen sich innerhalb des eher kurzen Zeitraum eines Praktikums manchmal  leichter beurteilen als fachliche Qualifikationen, zumal ein Praktikant nicht immer anspruchsvolle fachliche Aufgaben übernimmt. Daher sollten in einem Praktikumszeugnis auch die Softskills entsprechend gewürdigt werden.

Die zusammenfassende Leistungsbeurteilung ist wie bei einem qualifizierten Arbeitszeugnis zusammengesetzt: „stets zur vollsten Zufriedenheit“ entspricht der Note 1, „stets zur vollen Zufriedenheit“ der Note 2 und „zur vollen Zufriedenheit“ die Note 3. Natürlich sind auch alternative Formeln erlaubt, diese sollten aber eine eindeutige Aussagekraft besitzen.

Weitere Tipps zum Thema Arbeitszeugnisse gibt es hier

Die Schlussformel enthält entgegen dem normalen Arbeitszeugnis oft kein Bedauern über den Austritt des Praktikanten, da das Praktikum immer zeitlich begrenzt ist. Ist das Unternehmen allerdings sehr zufrieden mit der Arbeit des Praktikanten gewesen, kann im Praktikum zum Ausdruck kommen, dass man bedauert nicht länger auf die Dienste des Praktikanten zurückgreifen zu können. Dank und gute Wünsche für die Zukunft runden das Praktikumszeugnis perfekt ab.

Einige Konzerne sind dazu übergegangen, tabellenartige Beurteilungsraster mit einem kurzen persönlichen Kommentar als Praktikumszeugnis auszugeben. Das sieht zwar nicht schön aus, kann aber wohl kaum angefochten werden. Tipp: Wem ein solches Zeugnis nicht gefällt, kann sich von seinem ehemaligen Chef ein persönliches kurzes Empfehlungsschreiben aufsetzen lassen, wenn dieser damit einverstanden ist..

Weitere Informationen und Dienstleistungen zum Thema Arbeitszeugnisse gibt es bei www.arbeitszeugnisse.de

Gastbeitrag von Dr. Thorsten Knobbe, Gründer von www.arbeitszeugnisse.de

Jobmobil 2010 ist am 20. Mai an der TU Ilmenau

Wednesday, 19. May 2010

Alle Studenten  und Absolventen an der TU Ilmenau, die gerade auf Jobsuche oder Praktikumssuche sind, sollten am 20. Mai das alma mater Jobmobil aufsuchen. Denn das Jobmobil-Team hat jede Menge Jobs für Absolventen an Bord. Außerdem gibt es ausführliche Infos zu Einstiegsgehältern für alle Fachbereiche.  Zusätzlich gibt es ein Bewerbungscoaching für jeden, der Interesse hat, seine Bewerbungsunterlagen von Profis checken zu lassen. Also nichts wie hin und Lebenslauf nicht vergessen!

Unternehmen kommen auf den Campus

Monday, 10. May 2010

Nach dem Motto “Karriere beginnt auf dem Campus” hält das Jobmobil von alma mater, der Karriereberatung und Personalvermittlung, vom 18.05. bis zum 16.06.2010 jeweils einen Tag an 14 unterschiedlichen Hochschulstandorten.
jobmobilTop-Arbeitgeber präsentieren sich auf dem Campus und bieten Praktika, Abschlussarbeiten und Festanstellungen für akademische Nachwuchskräfte.

Erfahrene Karriere-Coaches unterstützen den Spurwechsel vom Studium in die Praxis mit

  • Beratungen
  • Interviews
  • Bewerbungstrainings
  • Infos zu Einstiegsgehältern
  • Wo das Jobmobil wann hält erfahrt Ihr hier

    Die perfekte Anleitung für den garantieren Misserfolg auf einer Recruiting-Messe

    Thursday, 8. April 2010

    Du hast von einem Kumpel gehört, dass heute eine Recruiting-Messe an Eurer Hochschule stattfindet. Prima, denkst Du Dir und beißt noch mal herzhaft in Deinen Döner komplett mit der Extraportion Zwiebeln und Zaziki, um Dich frisch gestärkt ins Getümmel zu stürzen. Da schau ich doch gleich mal vorbei. Es trifft sich gut, dass Du heute Deine besten Turnschuhe trägst und Dich fast schon wieder vollständig von  der WG-Party gestern Abend erholt hast.

    Und hier sind noch ein paar wertvolleTipps, wie die Jobmesse für Dich garantiert zum Flop wird:

    • Wirf den Messekatalog in den nächsten Mülleimer und besorge Dir stattdessen eine erst mal eine Tüte für die Werbegeschenke. Du bist eben einfach der spontane Typ und lässt Dich von Stand zu Stand treiben. Ferrero! Ist das nicht ein Autohersteller? Gehe  gleich zum lächelnden Unternehmensvertreter und bitte ihn um eine Probefahrt. Du wusstest es nämlich schon immer: Eine intensive Vorbereitung versaut nur den frischen, spontanen Auftritt. Überlasse daher alles dem Zufall. Und man soll doch schließlich Fragen stellen.
    • Gute Fragen sind zum Beispiel: Was macht Ihr Unternehmen eigentlich so? Es ist immer gut, bei Adam und Eva anzufangen. Oder auch: Wissen Sie, wo es hier zum Klo geht? Wollen Sie nachher noch einen Kaffee mit mir trinken? Erkundige  Dich nicht zu intensiv über die ausgeschriebenen Stellen, Sie könnten als Streber und Schleimer gelten. Demonstriere einfach cooles Desinteresse und lasse Dein Gegenüber ein wenig rätseln, was Dich fachlich und persönlich auszeichnet. Das erhöht die Spannung.
    • Sollte sich jemand erdreisten, näher nachzuhaken, zähle möglichst viele Adjektive auf und haue  dabei richtig auf den Putz. Behaupte einfach, Du seist teamfähig, flexibel, belastbar, kommunikativ, kreativ, loyal, analytisch und überhaupt: brillant! Wo Du diese Eigenschaften erworben hast und unter Beweis stellen konntest, geht niemanden was an.
    • Du hast  mal irgendwo gelesen, dass man möglichst authentisch auftreten soll. Zieh aus diesem Grund bitte ausgelatschten Turnschuhe und die Baggy-Hose mit dem großen Loch am Po an und lasse Dir rechtzeitig ein paar Bartstoppeln stehen. Ignoriere Deine Kommilitonen, die sich bewerbungstauglich in Schale geworfen haben. Lächerlich! Die Typen haben echt keine Peilung !
    • Time is money: Wenn Du schon mal da bist, solltest Du auch alles gesehen haben. Haste Sie schnell von Stand zu Stand, würge das lange Gelaber der Unternehmensvertreter ab, wenn es Dir auf den Keks geht. Wenn die Zeit am Ende knapp wird, frag bitte nur noch nach den Werbegeschenken.
    • Demonstriere Deine Wichtigkeit und Geschäftigkeit, indem Du den Ausführungen der Unternehmensvertreter nicht zuhörst. Schau möglichst viel desinteressiert in der Gegend herum oder attraktiven Kommilitone/innen hinterher.
    • Schleppe bloß keine Kopien Deines Lebenslaufs mit Dir rum. So ein Messetag ist lang. Da wird der Rucksack zu schwer und außerdem brauchst Du ja Platz für die Werbegeschenke. Wenn sich ein Unternehmen für Dich interessiert,  kann man Dich schließlich auch googeln und in facebook und StudiVZ  auf aussagekräftige Informationen stoßen. Rufe schnell Deinen  Mitbewohner an, dass er schnell die Fotos von der WG-Party hochlädt, denn mit Dir kann man richtig Spaß haben und das solltest Du Deinem zukünftigen Arbeitgeber nicht verschweigen (Ehrlichkeit!!).
    • Mache Dir keinerlei Notizen und führe  die Visitenkarten, die man Dir womöglich gegeben hat, dem Altpapier zu. Du hast ja schließlich kein Alzheimer und kannst Dir auch so merken, wie Du beim Gespräch verblieben bist. Wenn Du Dich dann bei einem der Unternehmen bewerben solltest, greife einfach auf das gute alte „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. Erwähne keinesfalls das Messegespräch, um Dich bloß nicht anzubiedern.

    Soweit die wichtigsten Tipps für Deinen persönlichen Messemisserfolg. Aber sicherlich fällt Dir als kreativem Typen noch mehr ein, wie Du ein perfektes Messe-Desaster inszenieren kannst. Solltest Du aus irgendwelchen Gründen Deine Meinung ändern und Dich entschließen, eine Recruiting-Messe oder Firmenkontaktmesse optimal nutzen zu wollen, findest Du weitere Tipps hier.

    Gastbeitrag von Stefanie Müller, Deutsche Bildung

    Copy and Paste beim Bewerbungsschreiben?

    Wednesday, 10. March 2010

    Wie einfach und schnell wäre eine Bewerbung geschrieben wenn es keine Anschreiben gäbe. Hat man einmal einen vernünftigen Lebenslauf erstellt, kann man diesen meistens leicht verändert für viele Bewerbungen verwenden. Aber gilt das auch für das Motivationsschreiben?

    Die Antwort lautet kurz und bündig: Nein! Jede Bewerbung erfordert ein individuelles Bewerbungsschreiben, das sich auf die ausgeschriebene Stelle bezieht und die Anforderungen der Stellenanzeige Punkt für Punkt abhandelt. Das bedeutet, dass jede der Anforderungen aus  der Stellenbeschreibung mit Beispielen belegt wird. Das können akademische Leistungen, Tätigkeiten aus einem Praktikum oder auch Belege aus Eurem Privatleben sein. Trainierst Du z. B. eine Jugendmannschaft in Deinem Sportverein kannst Du dies als Beweis für Deine Führungsqualitäten anführen. Ein Ehrenamt kann Dein soziales Engagement belegen.

    Checkliste Anschreiben:

    1. Lies die Anzeige mehrfach.
    2. Überlege Dir, ob Du mindestens  60 Prozent der geforderten Qualifikationen erfüllst.  Wenn das nicht der Fall ist, spar Dir die Mühe und investiere die Zeit in eine Bewerbung, bei der die Anforderungen besser zu Deinen Qualifikationen passen.
    3. Wenn Du glaubst, dass Du die Anforderungen erfüllst, denke darüber nach, ob Du Dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würdest.
    4. Nummeriere die geforderten Qualifikationen im Bezug auf die Stelle und schreibe sie untereinander auf.
    5. Nummeriere die Softskills wie Leistungsbereitschaft, Teamgeist etc. auch von oben nach unten und schreibe auch diese untereinander auf.
    6. Schreibe rechts neben jeden Punkt der Liste aus 4. ein Beispiel für die geforderte Qualifikation auf.
    7. Schreibe rechts neben jeden Punkt der Liste aus 5. ein Beispiel für die geforderten Softskills auf.

    Danach kannst Du Dich Anschreiben setzen, das wie der gute alte Schulaufsatz aus Einleitung, Mittelteil und Schluss besteht. Der Mittelteil befasst sich mit den Hardfacts, also den „Beweisen“ aus Liste 4. und 5, die Du genau so abarbeitest, wie sie in der Stellenanzeige aufgeführt sind.

    In der Einleitung kannst Du gerne erwähnen, wo Du die Stellenausschreibung gesehen hast, aber bitte nicht, dass Du Dich hiermit um die Stelle bewirbst; das verschwendet wertvolle Zeilen und ist logisch.

    Der letzte Absatz enthält das übliche Geplänkel bezüglich deiner Verfügbarkeit, Deiner Gehaltsvorstellungen (falls diese Angaben in der Anzeige gefordert sind!) und dass Du Dich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freust.

    Lass das Anschreiben, nachdem Du es selber mehrfach Korrektur gelesen hast, von jemand gegenlesen. Je öfter man einen eigenen Text liest, desto blinder wird man gegenüber Rechtschreibfehlern.

    Ich bin sicher, dass Ihr eine gewissen Routine entwickelt, wenn Ihr nach diesem Schema vorgeht und das gefürchtete Anschreiben mit der Zeit einfach leichter von der Hand bzw. Tastatur geht.

    Eure Anja