Archiv für die Kategorie „Social Networks“

Weniger als fünf Minuten pro Bewerbung – schade für Bewerber und Recruiter

Sunday, 29. January 2012

Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum  Vollzeitjob.Brickwedde

Egal welchen  Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils  beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.

Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen,  führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom  ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“

Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.

Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?

Mentoring als Karriere-Turbo wird von Frauen oft verkannt

Tuesday, 20. December 2011

Vielen Frauen sind sich nicht bewusst darüber, dass Mentoring ein wichtiges und nachhaltiges Tool für die Karriereentwicklung darstellt. Das ergab eine empirische Untersuchung unter 182 Akademikerinnen bundesweit nach ihren Arbeitgeberpräferenzen unter der Leitung von Professor Alfred Quenzler. Nur 27 Prozent der befragten Akademikerinnen betrachten das Angebot von Mentoring-Programmen als wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.

Für Arbeitgeber hingegen gewinnen Mentoring-Programme immer mehr an Bedeutung, um das Potenzial ihrer Mitarbeiter zu entwickeln – das liegt nicht nur an der aktuellen Diskussion um die Frauenquote, sondern auch am rasant fortschreitenden demographischen Wandel. Je weniger Führungsnachwuchskräfte nachrücken, desto mehr legen sich Unternehmen ins Zeug, potenzielle Mitarbeiter für sich zu gewinnen und Führungskräfte so lange wie möglich im eigenen Unternehmen zu halten. Ein Instrument zur Personalentwicklung ist das Mentoring.

„Mentoring als Karriere-Tool wird von den jungen Frauen völlig unterschätzt, teilweise sogar ignoriert“, sagt Melanie Vogel, Veranstalterin der women&work und Auftraggeberin der Untersuchung. „Mentoring hat unter jungen Frauen oft ein schlechtes Image, denn ihm lastet das Stigma der Förderung an. Viele Frauen realisieren nicht, dass ein Mentoring-Programm nicht nur den Wissensaustausch fördert, sondern auch eine wertvolle Basis für unternehmensinterne Netzwerke bildet, die beim späteren Aufstieg elementar wichtig ist.“

Die  Erfahrung zeigt: Wer einmal an einem Mentoring-Programm teilgenommen hat, erkennt den großen Gewinn, den Mentoring für die persönliche wie die berufliche Entwicklung bedeutet. Mentoring ist ein Karrierekick“, sagt Kathrin Mahler Walther, Vorstandsmitglied und stellvertretende Geschäftsführerin der EAF | Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft. „Die Gespräche mit einer erfahrenen Führungskraft eröffnen jungen Talenten wertvolle Einblicke. Durch den persönlichen Austausch lernen sie informelle Karrierefaktoren und -mechanismen kennen und können an ihrer professionellen Weiterentwicklung arbeiten. Mentoring eröffnet zugleich den Zugang zu neuen Netzwerken und einem breiten Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern für den weiteren Karriereweg.“

Daher sollten besonders Absolventinnen und weibliche Young Professionals auf  Jobsuche die Personalentwicklungsmaßnahmeneinzelner Unternehmen mal genauer unter die Lupe nehmen. Denn Mentoring im dem eigenen Unternehmen zu erfahren, kann zum wesentlichen Karriere-Turbo werden. Denn was das  Netzwerken betrifft, stehen wir Frauen noch ziemlich am Anfang.

Noten für Arbeitgeber sind in

Wednesday, 5. October 2011

Online-Bewertungen liegen voll im Trend. Nicht nur für Restaurants, Bücher, Professoren und das Mensa-Essen werden Noten vergeben. Auch Arbeitgeber werden online bewertet. Ob ihnen das gefällt oder nicht. Beim derzeitig führenden Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu sind 150.063 Bewertungen zu 57.398 Firmen abrufbar. Da werden Eigendarstellungen von Unternehmen  in Form von schicken Karriere-Websites und Hochglanzbroschüren oft ganz anders dargestellt. Die User vergeben anonym, versteht sich,  auch Attribute wie Praktikantenausbeuter, schlechtes Arbeitsklima, Unterbezahlung oder zu viele Überstunden. Diese Bewertungen basieren natürlich auf persönlichen Erfahrung unterliegen daher auch der Subjektivität der Bewerte. Als Gegenstück zu Imagekampagnen in Karrierepublikationen oder Campus-Kampagnen sind sie aber sicherlich sehr wertvoll, wenn man sich umfassend über bestimmte Unternehmen informieren will. Nicht allen Arbeitgebern gefällt die zunehmende Beliebtheit von Bewertungsportalen.  Da viele Unternehmen aber händeringend nach Absolventen und Young Professionals suchen, werden sie immer mehr in die Bewerberposition gedrängt,  was ja auch die zunehmende Präsenz auf Facebook, Twitter und XING dokumentiert.

Suchst du noch? Oder nutzt Du schon JOBSUMA, die Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals?

Saturday, 18. June 2011

Mehr als 91 Prozent  der Jobsuchenden nutzen bis zu sechs Jobbörsen im Internet. Das ist ein Ergebnis der fortlaufenden Jobbörsen-Nutzer-Umfrage von CrossPro-Research.com, dem Gemeinschaftsprojekt von Crosswater Systems und PROFILO.

Für die Jobsucher ist das purer Stress. Außerdem zeigt es deutlich, dass sie glauben, Stellenangebote zu verpassen, wenn sie nur eine Jobbörse zur Suche eines Praktikums, einer Abchlussarbeit, eines Einstiegsjobs oder eines neuen Jobs, wenn sie mit ihrem aktuellen Arbeitgeber unzufrieden sind.

Die Medien zur Jobsuche werden immer mehr und demzufolge auch immer unübersichtlicher. Mehr als 1.600 Stellenbörsen sind derzeit online, hinzu kommen soziale Netzwerke wie XING, Facebook und Co. Die meisten Tageszeitungen und überregionalen Zeitungen haben einen Online-Stellenmarkt ; hinzu kommen noch Online-Portale wie kalaydo und meinestadt.de, die unter anderem auch einen Stellenmarkt haben.  Ach ja, dann gibt es noch die Spezial-Jobbörsen für Wiwis, Ingenieure, Kreative usw. Ein wahrer Dschungel, der für Bewerber immer unübersichtlicher wird.

Die  Jobbörsen-Nutzer-Umfrage trägt dazu bei, Personalentscheidenr von Unternehmen und Jobsuchende Transparenz über den Stellenmarkt zu verschaffen.

Die folgende Tabelle stellt ein Ranking dar, das die Zufriedenheit mit Jobbörsen und die Suchqualität bewertet. Insgesamt haben 536 Stellensuchende Bewertungen für 82 Jobportale abgegeben.  Auf Platz 1 in Sachen Zufriedenheit und Suchqualität steht JOBSUMA – die Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals. In weiteren Auswertungen von crossproResearch ergeben übrigens, dass immer mehr Jobsuchende Jobsuchmaschinen nutzen, da sie die Stellenangebote vieler großer Jobportale, aber auch die Stellenanzeigen 1000er von Unternehmens-Websites darstellen und so den Jobsuchern eine Transparenz  über den Stellenmarkt in ganz Deutschland
verschaffen.

Jetzt mitmachen! Alle Teilnehmer erhalten eine Zugangsberechtigung, um die besten Jobbörsen für ihre Wunschbranche online abzufragen.
http://www.crosspro-research.com/umfrage.html

JOBSUMA_Logo mit Schrift

Name Jobbörsen Zufriedenheit
Skala 1 – 4*
Suchqualität
Skala 1 – 4*
Anzahl der Bewertungen
Jobsuma.de 1,0 1,13 8
Stellen-Online.de 1,22 1,22 9
Jobrapido.de 1,4 1,4 5
Yourcha 1,57 1,86 7
StepStone Deutschland 1,58 1,82 83
FAZjob.net 1,59 1,67 17
Kimeta 1,6 1,87 15
Weitere Ergebnisse unter http://goo.gl/gQFTV *1 = sehr gut, 4 = unzufriedenverschaffen.

Erfolgreich sein und Fallen meiden – Webinar für Frauen

Wednesday, 8. June 2011

Was bedeutet es, als Frau erfolgreich zu sein? Welche Fallen stellen sich engagierte Frauen immer wieder selbst? Mit welchen Strategien führen Frauen ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Berufs- und Privatleben in einer modernen neuen Welt? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Erfolgsautorin und Trainerin Susanne Kleinhenz am 14. Juni von 18-19 Uhr in dem kostenfreien Webinar „Das 21. Jahrhundert ist weiblich“. Präsentiert wird das Webinar von den Veranstaltern der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen.

Für die interaktiven Seminare, die über das Web in “virtuellen Seminarräumen” abgehalten werden, melden sich interessierte Frauen im Vorfeld über einen Link kostenfrei mit einem Alias an. Für die Teilnahme an den Webinaren benötigen die Teilnehmerinnen lediglich einen Webbrowser, den Adobe Flash® Player und einen aktivierten Lautsprecher an ihrem Computer.

Weitere Infos und den Link zu den Webinar-Räumen gibt es unter www.womenandwork.de/webinare/

Bewerbungsstrategien vom Profi für MINTler in der XING-Gruppe „Wir sind MINT“

Wednesday, 25. May 2011

Das universale Erfolgsrezept für eine erfolgreiche Bewerbung ist noch nicht erfunden. Aber es gibt Erfolgsstrategien, nach denen man vorgehen kann, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, mit seiner Bewerbung einen Fuß in die Tür des potenziellen Arbeitgebers zu bekommen.

Den Mitgliedern XING-Gruppe “Wir sind MINT” steht bis zum 6. Juni 2011 Sabine Kanzler für alle Fragen zu Bewerbungsstrategien zur Verfügung. Kanzler ist seit 1991 als Coach und Outplacementberaterin tätig. Im April 2011 ist ihr Buch “Die Perfekte Bewerbung. Das persönliche Erfolgskonzept bei der Jobsuche” erschienen.Wir sind MINT

Wer Interesse hat, regelmäßig in den Genuss von Expertentipps zu unterschiedlichen Themen zu kommen, die Studenten, Absolventen und Professionals der MINT-Fächer bewegen, kann kostenlos Mitglied in der XING-Gruppe zur Initiative „Wir sind MINT“ werden. Zum Login geht’s hier.

Ohne Web 2.0 keine Unternehmens-Kommunikation

Thursday, 24. March 2011

Daher bietet die Deutsche Presseakademie ab dem 13. April erneut einen Online-Kurs zum Thema Social Media an. In acht modularen Sitzungen sollen Grundlagen der Online-Kommunikation vermittelt werden.  Themen sind unter anderem: “Krisenkommunikation im Web 2.0, Web 2.0 in der Internen Kommunikation, Pressearbeit und Rechtliche Stolperfallen”.

Das Online-Seminar richtet sich an Presseprecher und Mitarbeiter in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die im Bereich Online-Kommunikation und Networking im Internet  tätig sind.

Wer sich bis zum 31. März 2011 anmeldet, sichert sich den ermäßigten Preis von 740 Euro. Weitere Infos gibt es hier.

Jede Menge Bewerbungsgespräche für IT-Fachleute

Wednesday, 9. February 2011
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CareerVenture Recruting-Events für hoch qualifizierte Absolventen

Am 14.03.2011 in München

CareerVenture information technology ist eine Einzelgesprächs-Messe mit Vorauswahl undrichtet sich an hochqualifizierte Studierende, Absolventen, Young Professionals und Doktoranden aller Studienrichtungen mit IT-Background.

Wer Interesse daran hat, mit Unternehmen wie Accenture, Basycon Unternehmensberatung, Caleo Consulting, Capgemini, Deloitte & Touche GmbH, Platinion, Xenium AG  Bewerbungsgespräche zu führen, kann sich bis zum 16.Februar
unter www.career-venture.de bewerben.

Es ist allgemein bekannt, dass sich ITler keine Sorgen um einen Job machen müssen. Trotzdem hat eine Recruiting-Veranstaltung einige Vorteile.  Die eingeladenen Bewerber können mit mehreren Unternehmensvertretern an einem Tag fünfundvierzigminütige Einzelgespräche führen.  Da sich die Unternehmen sich in Unternehmenspräsentationen vorstellen, bekommt man einen Einblick in Einstiegschancen und Entwicklungsperspektiven bei mehreren attraktiven Arbeitgebern. Außerdem ist ein Recruiting-Event eine gute Gelegenheit, mit “Gleichgesinnten”, die in einer vergleichbaren Situation sind, Networking zu betreiben. Für kostenlose Verpflegung während der Veranstaltung sorgt der Veranstalter und die Anfahrts- und Übernachtungskosten werden zum Teil gesponsert.

Das Praktikum – notwendiges Übel oder Strategie für den erfolgreichen Berufseinstieg?

Tuesday, 23. November 2010

Praktika während des Studiums gehören zum Pflichtprogramm. Um nach dem Studienabschluss einen erfolgreichen und übergangslosen Berufseinstieg zu schaffen, muss man Praxiserfahrungen vorweisen. Das empfehlen nicht nur alle einschlägigen Karriere-Ratgeber, sondern auch die Recruiter von Unternehmen sind sich einig: Ein oder mehrere qualifizierte Praktika führen oft in den ersten Job nach dem Studium.

Aufgrund des immer größer werdenden Fachkräftemangels,  stürzen sich Unternehmen immer mehr auf Praktikanten und betrachten diese oft als Kandidaten für eine Festeinstellung nach deren Studienabschluss. Für Arbeitgeber ist die Vergabe von Praktikumsplätzen eine sehr gute Möglichkeit, Studenten schon frühzeitig im Arbeitsalltag gründlich kennenzulernen. Daher sollte man sich als Student für ein Praktikum nicht gerade das erste oder zweite Semester aussuchen.  Vorausgesetzt man hat aufgrund der neuen Studienbedingungen überhaupt noch eine Wahl.  Je weiter man im Studium gekommen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, aus Unternehmenssicht als attraktiver Praktikant bewertet zu werden. Außerdem sollte die Dauer eines Praktikums so lange wie möglich sein – also drei bis sechs Monate. Das ist nicht nur gut für den Praktikumsgeber, sondern auch für den Praktikanten. Je länger man im Unternehmen arbeitet, desto höher ist die Chance, als Praktikant spannende Aufgaben zu ergattern, möglichst viele Mitarbeiter kennenzulernen und sich ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen. Vor allen Dingen ist nicht zu unterschätzen:  Je länger Ihr im Unternehmen seit, desto besser könnt Ihr Euch ein Bild darüber machen, ob Ihr Euch das Unternehmen auch als Arbeitgeber nach dem Studienabschluss für Euch infrage kommt.

Daher ist die Suche und Auswahl geeigneter Unternehmen für ein Praktikum von strategischer Bedeutung.  Im Web gibt es  mehr als genug Möglichkeiten, sich über potenzielle Praktikumsgeber zu informieren, da man auf vielen Karriereportalen sowohl nach Branchen als auch nach Unternehmen suchen kann. Auch Unternehmensprofile auf Karriereseiten beinhalten oft Informationen zum Bewerbungsverfahren für Praktikanten und Ansprechpartner.  Auf jobsuma.de könnt Ihr ebenfalls die Suche nach Praktika mit einer bestimmten Stadt oder Postleitzahlenregion verknüpfen. So verschafft Ihr Euch ein realistisches Bild, wie die Angebotssituation in einer bestimmten Branche oder einer bestimmten Region aussieht. Im zweiten Schritt sollte man sich die Karriereseiten der Unternehmen, die in die engere Wahl kommen genauestens unter die Lupe nehmen.  Dort findet Ihr neben den Ansprechpartnern für Praktikanten oft auch Informationen über die Unternehmensbereiche,  in denen ein Praktikum möglich ist.  Auch Firmenkontaktmessen an Hochschulen  eignen sich sehr gut, mit den Personalern unterschiedlicher Unternehmen  über Praktika und typische Tätigkeitsfelder für Praktikanten ins Gespräch zu kommen.

Nun zum finanziellen Aspekt. Meldungen über die Generation Praktikum gehen regelmäßig durch die Medien. Das heißt aber nicht, dass die Mehrzahl der Unternehmen ihre Praktikanten ausbeuten. Genau das machen die meisten Unternehmen nicht, schwarze Schafe gibt es aber überall. Viele Unternehmen haben sich schon vor Jahren vom Ausbeutungsverdacht distanziert und sind der Initiative Fair Company beigetreten, die 2004 von karriere.de gegründet wurde. Inzwischen haben sich 1.500 Unternehmen der Initiative angeschlossen und die Regeln von Fair Company akzeptiert. Diese besagen, keine Vollzeitstellen mit Praktikanten, Volontären und Daueraushilfen zu besetzen, keine Hochschulabsolventen mit einem Praktikum zu vertrösten, die sich auf eine Festanstellung beworben haben und keine Praktikanten zu ködern, indem sie ihnen eine Übernahme nach dem Praktikum zu versprechen. Die Praktika dieser Unternehmen sollen der beruflichen Orientierung in der Ausbildungsphase dienen und Praktikanten wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Eine gute Orientierungshilfe bietet auch prakti-test.de, ein Portal auf dem Ihr selber Unternehmen in ihrer Funktion als Praktikumsgeber bewerten, nach Praktika suchen und Bewertungen von Praktika einsehen könnt.

Die Praktikumssuche ist ein wichtiger strategischer Schritt in Richtung Berufseinstieg und ist aufwendiger als viele denken. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, an dieser Stelle genügend Zeit zu investieren, weil Praxiserfahrungen für den erfolgreichen Berufseinstiegs wichtig sind. Außerdem lernt Ihr Euch als Praktikant auch selber Eure Stärken und Schwächen kennen und könnt Euch ein genaueres Bild davon machen,  in welcher Branche und Funktion Ihr nach dem Studium arbeiten möchtet. Es versteht sich von selbst, dass die Bewerbung für ein Praktikum ernst zu nehmen ist. Daher sind die Bewerbungsunterlagen genau so sorgfältig zu erstellen wie für den ersten richtigen Job nach dem Studium.

Studenten und Absolventen der Generation Y – Softies oder Leistungsträger der Gegenwart und der Zukunft?

Monday, 8. November 2010

Wer gehört genau zur Generation Y? Ihr, die User des JOBSUMA-Blogs und alle anderen, die zwischen Ende der 70ger Jahre und 1997 geboren sind. Woher der Begriff kommt? Er ist einfach der letzte Buchstabe im Alphabet und da die vorhergehende Generation als Millenials oder Generation X bezeichnet wird, heißen die Nachfolger einfach Generation Y. Meine Theorie, dass der englische Buchstabe „Y“ lautschriftlich „Why“ heißt und Ihr Generation Y heißt, weil Ihr alles hinterfragt, ist leider noch nicht wissenschaftlich belegt. Ihr seid dafür bekannt,  ziemlich viele Fragen zu stellen,  wollt Work-Life-Balance, einen Sinn im Leben und auch am Arbeitsplatz. Familie ist bei Euch in,  ein Auslandsaufenthalt während des Studiums muss allerdings nicht unbedingt sein. Ganz schön schwierig für die Arbeitgeber,  Euch auf den richtigen Kurs zu bringen. und Euch gewinnbringend im Arbeitsleben einzusetzen. Laut Medien, seid Ihr meistens online, kommuniziert am liebsten in Echtzeit, also echte Digital Natives und Generation Ipod.

Also geht es um Euch. Denn Ihr seid aufgrund der demographischen Situation die ganz Wichtigen, die Arbeitnehmer von heute und der Zukunft, die den Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten sollen.  Weil: Genau wie die meisten anderen europäischen und hoch industrialisierten Länder weltweit haben wir ein demographisches Problem. Es gibt zu wenig  junge Arbeitnehmer und es rücken nicht genug nach. Ihr wisst schon – Pillenknick und so weiter. Für jeden Arbeitnehmer, der zurzeit in den Ruhestand geht, rückt nur einer von Euch nach. In 15 Jahren bildet Ihr die größte Arbeitnehmergruppe. Wenn das keine guten Perspektiven sind!

Laut Studentenspiegel 2010 wählen 45 Prozent der Befragten ihren Studienort in der Nähe von Freunden und Familie und nur 23 Prozent legen Wert auf den Ruf der Hochschule. Nur 11 Prozent finden es wichtig, ob der Studiengang international ausgerichtet ist.  Was die Wahl der Fachrichtung betrifft, gehen 75 Prozent bei ihrer Wahl nach ihren Begabungen und Fähigkeiten und nur 17 Prozent entscheiden sich für einen Studiengang, mit dem sie nach Studienabschluss gute Aussichten haben, in eine Führungsposition zu kommen. Eine ähnliche Werteskala bestätigt auch die aktuelle Shell-Jugendstudie. 60 Prozent der Befragten zwischen 14 und 24 Jahren können sich nicht vorstellen, ohne eigene Familie glücklich zu sein.

Arbeitgeber machen sich ernsthaft Gedanken, wie man Euch Begriffe wie Karriere und Erfolg schmackhaft macht. Denn Ihr tickt ganz anders als Eure total mobilen und karriereambitionierten Vorgänger aus der Generation X, die für ein super Gehalt und möglichst noch einen Firmenwagen ziemlich viel Einsatz brachten. Natürlich wollt Ihr arbeiten und beruflichen Erfolg. Vielleicht sogar Karriere machen, weil die meisten von Euch ehrgeizig  und flexibel sind. Aber das Ganze muss einen Sinn ergeben, denn Ihr wollt an etwas Großem mitarbeiten – etwas, das Sinn macht. Und Lebenszeit und Arbeitszeit machen für die meisten von Euch keinen Unterschied. Außerdem liebt Ihr flache Hierarchien und habt nicht  einfach Respekt vor jemandem,  nur weil er älter ist als Ihr und eine längere Berufserfahrung hat. Ihr möchtet regelmäßig Feedback haben und Euch weiterentwickeln. Stimmt’s?

Also nutzt die Gunst der Stunde bzw. der Zeit. Denn erstens habt Ihr als gut ausgebildete Akademiker aufgrund des Fachkräftemangel beste Chancen auf einen Job, der zu Euch passt und zweitens gehen  immer mehr Unternehmen , u. a. durch ihre Social Media-Aktivitäten einen riesigen Schritt auf Euch zu.