Archiv für die Kategorie „Vorstellungsgespräch“

Frauen sind oft zu bescheiden in Puncto Eigenmarketing

Saturday, 22. January 2011

Jede Frau weiß, dass eine ansprechende Bewerbung der Türöffner für ein Gespräch mit dem Wunscharbeitgeber ist und somit ein wichtiger Schritt für den Berufseinstieg oder den Jobwechsel. Dennoch zeigen viele Frauen eine gewisse Scheu, wenn es darum geht, die eigenen Stärken, Talente und Qualifikationen zu bewerben. Dabei ist im Bewerbungsprozess die (Be-)Werbung in eigener Sache das Wichtigste für ein erfolgreiches Selbstmarketing.

“Unwissenheit über die Anforderungen an die ‘richtige’ Bewerbung führt häufig zu Unsicherheiten und Ängsten, die sich oftmals durch den gesamten Bewerbungsprozess ziehen”, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, dem Messe-Kongress für Frauen, der am 14. Mai 2011 erstmalig in Bonn stattfindet. “Dabei ist die Bewerbung bei ganz sachlicher Betrachtung nicht mehr als eine nutzerfreundliche Zusammenstellung des eigenen Werdegangs (Lebenslauf) und ein freundlicher Geschäftsbrief, in dem sich die Bewerberin als Mitarbeiterin empfiehlt (Anschreiben). Zeugnisse und Qualifikationen, die mitgeschickt werden, untermauern lediglich die ‘technischen Daten’ aus dem Lebenslauf.“

Was aber gehört alles in eine Bewerbung und wie können Frauen mit ihrer Bewerbung aus der Vielzahl der Mitbewerber herausstechen?
Barbara Klunker, Fachbereichsleiterin bei der DIS AG, ist davon überzeugt, dass Frauen sich nicht grundlegend anders bewerben müssen als Männer. “Das A und O für jeden Bewerbungsprozess ist, dass Frauen, ebenso wie Männer, ihre Stärken kennen, wissen was sie wollen und dies auch authentisch vertreten.” Sie rät zu dem Bewerbungs-Motto, lieber eine Absage für die Person zu bekommen, die man sei, als eine Zusage für die Person, die man vorgegeben hat zu sein.

Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbungsmappe und hat zwei wichtige Funktionen: Einerseits soll es die Motivation der Bewerberin deutlich machen, für diesen Arbeitgeber arbeiten zu wollen und zum anderen sollten Bewerberinnen im Anschreiben ihre Persönlichkeit transportieren. Es ist daher wichtig, dass Frauen in ihrem Anschreiben immer auch auf Daten und Erfahrungen aus ihrem Leben zurückgreifen und diese als konkrete Beispiele präsentieren. Es ist notwendig, dass sich Frauen darüber Gedanken machen, was sie als Person für dieses Unternehmen leisten können und welche Vorteile das Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit ihnen hat.

Bei der Erstellung des Lebenslaufs ist es wichtig darauf zu achten, dass er optisch gut gestaltet, gut strukturiert und schnell zu erfassen ist. Insbesondere bei Berufserfahrung, Praktika oder Nebenjobs dürfen und sollten Bewerberinnen mit kurzen Stichpunkten die wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Station nennen. Sie ermöglichen dem Leser eine schnelle Übersicht über die vorhandenen praktischen Erfahrungen.

„Frauen neigen dazu, in ihren Bewerbungsunterlagen die Understatement-Strategie zu verfolgen. Sie unterschätzen die Bedeutung der einzelnen Stationen im Lebenslauf und führen diese nicht auf. Oft sind es aber interessante Tätigkeiten neben dem Studium, die ein Bewerberprofil bereichern und die Kandidaten voneinander unterscheiden“, sagt Joanna Rusin-Rohrig, Regional Marketing Manager DACH bei Universum Communications.

Frauen müssen sich also, genau wie ihre männlichen Mitbewerber, bei der Erstellung der Bewerbungen bewusst sein, wer sie sind, was sie können, wo ihre Stärken liegen und – ganz wichtig – was ihre beruflichen Ziele und Wünsche sind. Melanie Vogel empfiehlt, bei der Erstellung der Bewerbungsmappe mit viel gesundem Menschenverstand vorzugehen und darauf zu verzichten, Bewerbungsbücher zu wälzen oder Musterlebensläufe und -anschreiben zu nutzen. „Bewerbungsbücher verleiten nur dazu, Sätze oder Textblöcke zu kopieren. Das eigentliche Ziel, dass Bewerberinnen sich mit sich selbst beschäftigen und ihre Karrierewünsche und Ambitionen in eigene Worte fassen, wird damit untergraben. Individualität und Authentizität gehen dabei verloren. Das führt dann zu den so unbeliebten, stromlinienförmigen Bewerbungen, die von den Personalverantwortlichen zu Recht zunehmend kritisiert werden.” Barbara Klunker gibt den generellen Rat, Freunde, ehemalige Kollegen oder Menschen, die einem kritisch aber offen gegenüberstehen, zu seinen Stärken und zu seinen Bewerbungsunterlagen zu befragen. „Der Blick von außen kann Wunder bewirken.“

Fazit:

Bewerberinnen nehmen im Vorfeld eine ehrliche Eigenanalyse vor und überlegen sich ganz genau, in welchen Bereichen sie vermutlich langfristig motiviert und mit Spaß arbeiten werden und welche Branchen und Unternehmen ihnen dieses Arbeitsumfeld am ehesten bieten können. Diese Motivation und dieser Eigenantrieb spiegeln sich im Anschreiben und werden durch einen optisch gut strukturierten und übersichtlichen Lebenslauf untermauert. Die authentische Bewerbung ist der erste Schritt zur optimalen Eigenvermarktung,  denn nur mit ihr können Frauen offensiv nach außen auftreten und erfolgreiche Eigenwerbung machen.

Zukx – Business Ladys – das neue Karrieremagazin für Absolventinnen

Tuesday, 12. October 2010

Obwohl immer mehr Frauen ein besseres Abitur haben und oft einen besseren Studienabschluss machen als Männer, sind sie eher selten in den Chefetagen zu finden. Zukx – Business Ladys stellt “Role models” vor, die erfolgreich geschafft haben, wovon ehrgeizige Studentinnen und Absolventinnen träumen: Karriere, Kinder und Work-Life-Balance.  Zukx – Business Ladys hinterfragt kritisch Zahlen und Statistiken und berichtet über

Unternehmen, die Frauen bewusst fördern und deren Karrierewünsche ernst nehmen.Business_Ladys

Zukx – Business Ladys erhaltet Ihr kostenfrei bei vielen Career Services, Frauengleichstellungsstellen in den Hochschulen, in

Fachbereichen und auf Hochschul- und Karrieremessen.

Weitere Tipps zu Bewerbung und Berufseinstieg gibt es auf www.zukx.de

Familienunternehmen sind beliebte Arbeitgeber

Monday, 11. October 2010

Mehr als 60 Prozent der Studenten möchten nach Abschluss ihres Studiums gerne in einem Familienunternehmen arbeiten. Das fand Kienbaum Communications in Zusammenarbeit mit der Franz Haniel & Cie. GmbH  in einer Befragung von 286 Studenten der Wirtschaftswissenschaften heraus.

Die Befragten gehen davon aus, in familiengeführten Unternehmen mehr Handlungsfreiheit und Entscheidungsspielräume zu haben als in Großkonzernen. Auch glauben sie, auf mehr Menschlichkeit zu treffen. Darüber hinaus sind sie davon überzeugt, in einem Familienunternehmen eher eine Work-Life-Balance verwirklichen zu können. Mit der Arbeit für einen Großkonzern verbindet der Großteil der Befragten eher negative Begleiterscheinungen wie Anonymität, Druck, geringere Entfaltungsmöglichkeit. Für einen börsennotierten Arbeitgeber sprechen höhere Einstiegsgehälter, bessere Karrierechancen und eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine internationale Karriere verwirklichen zu können.

72 Prozent der Studenten und Absolventen legen bei ihrer Arbeitgeberwahl großen Wert auf Entwicklungsmöglichkeiten und ein kollegiales Arbeitsumfeld. Für 56 Prozent der Befragten sind  eigenverantwortliches Arbeiten und Gestaltungsmöglichkeiten sehr wichtig. Eine fast gleich hohe Wertigkeit nimmt mit 53 Prozent die Work-Life-Balance ein. Eine geringe Rolle spielen dagegen das Image eines Unternehmens bei der Wahl des Arbeitgebers.

Wer namhafte Familienunternehmen kennenlernen will, kann am 19. November auf dem Karrieretag Familienunternehmen in Bielefeld mit ihnen auf Tuchfühlung gehen. Auf diesem Recruiting-Event führen Vertreter von mehr als 30 Familienunternehmen Jobinterviews mit Absolventen. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen kann sich bis zum 18. Oktober hier bewerben.

In den Augen des Personalers sind alle Bewerber gleich

Tuesday, 31. August 2010

Unter der Federführung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die dem Bundesfamilienministerium unterstellt ist, nehmen fünf Unternehmen am Pilotprojekt zum anonymisierten Bewerbungsverfahren teil. Mit von der Partie sind die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, L’Oreal, Mydays und Procter & Gamble. Ein Jahr lang werden die beteiligten Unternehmen anonymisierte Bewerbungsverfahren testen, also ohne Foto, Namen und Angaben zum Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand.

Das Pilotprojekt soll im Herbst 2010 starten und zwölf Monate durchgeführt werden. Der Versuch Pilotprojekt wird während der gesamten Dauer wissenschaftlich begleitet und anschließend ausgewertet. Andere europäische Staaten wie Schweden, Frankreich, Belgien und Großbritannien haben solche Modellversuche bereits begonnen beziehungsweiseabgeschlossen.

Nach Ansicht von Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, sollte deutschlandweit ein einheitliches, anonymisiertes Bewerbungsverfahren gelten, um eine allgemeine Chancengleichheit zu gewährleisten. Sie verweist auf eine beim IZA erschienene Studie von 2010, wonach die Angabe eines türkisch klingenden Namens die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch für einen Praktikumsplatz verringert – im Durchschnitt um 14 Prozent, bei kleineren Unternehmen sogar um 24 Prozent. Bei der IZA-Untersuchung (Institut zur Zukunft der Arbeit) wurden Bewerbungen für Praktikumsplätze verschickt. “Wir gehen davon aus, dass die Diskriminierungsquote bei Stellenausschreibungen – vor allem im niedrigqualifizierten Bereich – deutlich höher liegt”, sagte Lüders. “Aber es kann nicht sein, dass Bewerberinnen und Bewerber oftmals nur auf Grund ihres Namens oder ihres Alters keine erste Chance erhalten. Entscheidend für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber sollte nur die Qualifikation sein. Wir brauchen in Deutschland eine neue Bewerbungskultur.”

Ich freue mich auf Eure Kommentare und bin gespannt, was die Leser des JOBSUMA-Blogs von der anonymisierten Bewerbung halten.

Jobmobil 2010 ist am 20. Mai an der TU Ilmenau

Wednesday, 19. May 2010

Alle Studenten  und Absolventen an der TU Ilmenau, die gerade auf Jobsuche oder Praktikumssuche sind, sollten am 20. Mai das alma mater Jobmobil aufsuchen. Denn das Jobmobil-Team hat jede Menge Jobs für Absolventen an Bord. Außerdem gibt es ausführliche Infos zu Einstiegsgehältern für alle Fachbereiche.  Zusätzlich gibt es ein Bewerbungscoaching für jeden, der Interesse hat, seine Bewerbungsunterlagen von Profis checken zu lassen. Also nichts wie hin und Lebenslauf nicht vergessen!

Unternehmen kommen auf den Campus

Monday, 10. May 2010

Nach dem Motto “Karriere beginnt auf dem Campus” hält das Jobmobil von alma mater, der Karriereberatung und Personalvermittlung, vom 18.05. bis zum 16.06.2010 jeweils einen Tag an 14 unterschiedlichen Hochschulstandorten.
jobmobilTop-Arbeitgeber präsentieren sich auf dem Campus und bieten Praktika, Abschlussarbeiten und Festanstellungen für akademische Nachwuchskräfte.

Erfahrene Karriere-Coaches unterstützen den Spurwechsel vom Studium in die Praxis mit

  • Beratungen
  • Interviews
  • Bewerbungstrainings
  • Infos zu Einstiegsgehältern
  • Wo das Jobmobil wann hält erfahrt Ihr hier

    Stelle Dich vor – entspannt und gut vorbereitet ins Assessment-Center

    Tuesday, 13. April 2010

    Die Selbstvorstellung kommt in jedem AC vor. Anhand dieser sogannten Einzelübung beurteilt der potenzielle Arbeitgeber nicht nur Deine Ausdrucksweise und Selbstsicherheit, sondern auch,  wie souverän Du Dich sich vor einem Publikum präsentierst und ob Du Dein akademisches Fachwissen allgemein verständlich vermitteln kannst. Mit einer überzeugenden Selbstvorstellung kannst Du aber auch im Vorstellungsgespräch und im Gespräch mit einem Personaler auf einer Firmenkontaktmesse an Deiner Hochschule  oder auf einer Recruitingmesse punkten.

    Bei der Selbstvorstellung handelt es sich eindeutig um eine Übung, in der Du als Einzelkämpfer gefragt bist und Dich die Beobachter genau aufs Korn nehmen. Dein Vorteil: Auf diese Übung kannst Du Dich intensiv vorbereiten und dann der Situation entspannt begegnen.

    Female architect

    Eine Trockenübung kann folgendermaßen aussehen: Du willst Dich den fiktiven Teilnehmern in fünf Minuten vorstellen. Dazu nimmst Du Dir 20 Minuten Vorbereitungszeit.
    Zuerst erläuterst  Du, nachdem Du Dich kurz vorstellt hast, die Schwerpunkte Deines Studiums, die Aufgabenbereiche während eines oder mehrerer Praktika und Deine beruflichen Ziele. Die letzten zwei Minuten solltest Du nutzen, um authentisch  zu vermitteln, was Deine Persönlichkeit ausmacht und über welche Softskills Du verfügst. Sportarten, Die Du schon lange betreibst belegen beispielsweise Deine Ausdauer und Dein  Durchhaltevermögen, Ehrenämter Dein soziales Engagement . Du trainierst eine Jugendmannschaft in einem Sportverein – super, denn das ist ein Beweis für Deine Führungsqualitäten. Wenn Du Mitglied einer Band bist, sagt das viel über Deine Teamfähigkeit aus. Unterschätze  diesen Teil nicht, denn hier erfahren  die Personalverantwortlichen am meisten über Deine Persönlichkeit.  Achtung: Die einzelnen Punkte Deiner Selbstvorstellung sollen mit Deinem Lebenslauf übereinstimmen! Du kannst Dir auch zur Verstärkung Deiner Selbstsicherheit Stichwörter auf einen Zettel schreiben und diesen während der Präsentation in der Hand halten. Das macht einen professionellen und strukturierten Eindruck, vorausgesetzt, Du schaust nicht ständig auf den Zettel.

    Die Selbstvorstellung im Assessment-Center ist  eindeutig eine Stresssituation. Aber je öfter Du die Situation vorher simuliert hast, desto routinierter gehst Du mit ihr um. Der Ablauf und die Inhalte Deiner  Selbstpräsentation verinnerlichst  Du mit der Zeit so sehr, dass Du Dich auf Deine  Mimik, Gestik und den sprachlichen Ausdruck konzentrieren kannst.  Hole Dir Feedback von Freunden und Kommilitonen, die Du als Testpublikum benutzt. Das Wichtigste ist jedoch:  Sei authentisch und spiele kein Theater. Du sollst  Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber die Selbstvorstellung ist keine Show-Einlage!

    Die perfekte Anleitung für den garantieren Misserfolg auf einer Recruiting-Messe

    Thursday, 8. April 2010

    Du hast von einem Kumpel gehört, dass heute eine Recruiting-Messe an Eurer Hochschule stattfindet. Prima, denkst Du Dir und beißt noch mal herzhaft in Deinen Döner komplett mit der Extraportion Zwiebeln und Zaziki, um Dich frisch gestärkt ins Getümmel zu stürzen. Da schau ich doch gleich mal vorbei. Es trifft sich gut, dass Du heute Deine besten Turnschuhe trägst und Dich fast schon wieder vollständig von  der WG-Party gestern Abend erholt hast.

    Und hier sind noch ein paar wertvolleTipps, wie die Jobmesse für Dich garantiert zum Flop wird:

    • Wirf den Messekatalog in den nächsten Mülleimer und besorge Dir stattdessen eine erst mal eine Tüte für die Werbegeschenke. Du bist eben einfach der spontane Typ und lässt Dich von Stand zu Stand treiben. Ferrero! Ist das nicht ein Autohersteller? Gehe  gleich zum lächelnden Unternehmensvertreter und bitte ihn um eine Probefahrt. Du wusstest es nämlich schon immer: Eine intensive Vorbereitung versaut nur den frischen, spontanen Auftritt. Überlasse daher alles dem Zufall. Und man soll doch schließlich Fragen stellen.
    • Gute Fragen sind zum Beispiel: Was macht Ihr Unternehmen eigentlich so? Es ist immer gut, bei Adam und Eva anzufangen. Oder auch: Wissen Sie, wo es hier zum Klo geht? Wollen Sie nachher noch einen Kaffee mit mir trinken? Erkundige  Dich nicht zu intensiv über die ausgeschriebenen Stellen, Sie könnten als Streber und Schleimer gelten. Demonstriere einfach cooles Desinteresse und lasse Dein Gegenüber ein wenig rätseln, was Dich fachlich und persönlich auszeichnet. Das erhöht die Spannung.
    • Sollte sich jemand erdreisten, näher nachzuhaken, zähle möglichst viele Adjektive auf und haue  dabei richtig auf den Putz. Behaupte einfach, Du seist teamfähig, flexibel, belastbar, kommunikativ, kreativ, loyal, analytisch und überhaupt: brillant! Wo Du diese Eigenschaften erworben hast und unter Beweis stellen konntest, geht niemanden was an.
    • Du hast  mal irgendwo gelesen, dass man möglichst authentisch auftreten soll. Zieh aus diesem Grund bitte ausgelatschten Turnschuhe und die Baggy-Hose mit dem großen Loch am Po an und lasse Dir rechtzeitig ein paar Bartstoppeln stehen. Ignoriere Deine Kommilitonen, die sich bewerbungstauglich in Schale geworfen haben. Lächerlich! Die Typen haben echt keine Peilung !
    • Time is money: Wenn Du schon mal da bist, solltest Du auch alles gesehen haben. Haste Sie schnell von Stand zu Stand, würge das lange Gelaber der Unternehmensvertreter ab, wenn es Dir auf den Keks geht. Wenn die Zeit am Ende knapp wird, frag bitte nur noch nach den Werbegeschenken.
    • Demonstriere Deine Wichtigkeit und Geschäftigkeit, indem Du den Ausführungen der Unternehmensvertreter nicht zuhörst. Schau möglichst viel desinteressiert in der Gegend herum oder attraktiven Kommilitone/innen hinterher.
    • Schleppe bloß keine Kopien Deines Lebenslaufs mit Dir rum. So ein Messetag ist lang. Da wird der Rucksack zu schwer und außerdem brauchst Du ja Platz für die Werbegeschenke. Wenn sich ein Unternehmen für Dich interessiert,  kann man Dich schließlich auch googeln und in facebook und StudiVZ  auf aussagekräftige Informationen stoßen. Rufe schnell Deinen  Mitbewohner an, dass er schnell die Fotos von der WG-Party hochlädt, denn mit Dir kann man richtig Spaß haben und das solltest Du Deinem zukünftigen Arbeitgeber nicht verschweigen (Ehrlichkeit!!).
    • Mache Dir keinerlei Notizen und führe  die Visitenkarten, die man Dir womöglich gegeben hat, dem Altpapier zu. Du hast ja schließlich kein Alzheimer und kannst Dir auch so merken, wie Du beim Gespräch verblieben bist. Wenn Du Dich dann bei einem der Unternehmen bewerben solltest, greife einfach auf das gute alte „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. Erwähne keinesfalls das Messegespräch, um Dich bloß nicht anzubiedern.

    Soweit die wichtigsten Tipps für Deinen persönlichen Messemisserfolg. Aber sicherlich fällt Dir als kreativem Typen noch mehr ein, wie Du ein perfektes Messe-Desaster inszenieren kannst. Solltest Du aus irgendwelchen Gründen Deine Meinung ändern und Dich entschließen, eine Recruiting-Messe oder Firmenkontaktmesse optimal nutzen zu wollen, findest Du weitere Tipps hier.

    Gastbeitrag von Stefanie Müller, Deutsche Bildung

    Die größten Fettnäpfchen in Vorstellungsgesprächen

    Thursday, 18. March 2010

    Die größten Fettnäpfchen in Bewerbungsgesprächen

    Eine gerade erschienene Studie des Karrierenetzwerks CareerBuilder beschäftigt sich mit den gröbsten und peinlichsten Fehltritten von Bewerbern in Vorstellungsgesprächen. Im Rahmen der Online-Studie wurden im November 2009 2.720 Personalmanager befragt.

    Nach Aussage der Personaler sind dies die häufigsten Fehler von Bewerbern in Vorstellungsgesprächen:

    • Unangemessenes Outfit – 57 Prozent
    • Desinteressiertes Auftreten – 55 Prozent
    • Negative Äußerungen über den aktuellen oder früheren Arbeitgeber – 52 Prozent
    • Arrogantes Benehmen – 51 Prozent
    • Annahme von Telefonaten oder des Schreiben von SMS während des Interviews – 46 Prozent
    • Bewerber stellten keine gute Fragen – 34 ProzentKeine konkreten Antworten auf spezifische Fragen – 34 Prozent

    Die folgende Übersicht listet die ungewöhnlichsten Fehltritte auf, die Personalverantwortliche bei Vorstellungsgesprächen mit Bewerbern erlebt haben:

    • Das Business-Outfit wurde mit Flip-Flops kombiniert.
    • Der Bewerber fragte die Personalverantwortliche, ob man sich nicht im Nachgang auf einen Drink treffen könne.
    • Der Bewerber für einen Arbeitsplatz in der Buchhandlung gab an, mit “Geld nicht gut umgehen zu können.”
    • Ein Kandidat bediente sich nach dem Vorstellungsgespräch im Pausenraum der Angestellten am Essen.
    • Eine Bewerberin rezitierte Gedichte.
    • “Ich arbeite nicht gerne mit andern” gab eine Bewerberin an, die sich für einen Job in der Kundenbetreuung beworben hatte.
    • Der Hund einer Bewerberin hatte sich auf dem Parkplatz los gemacht, die Kandidatin brach das Gespräch unweigerlich ab.
    • Ein Bewerber sah während des gesamten Interviews an die Decke.
    • Als Beispiel für die Zusammenarbeit im Team verwendete ein Bewerber das Computerspiel “Dungeons and Dragons”.
    • Eine Bewerberin feilte sich während des Gesprächs die Fingernägel.

      “Die heutige Wirtschaftslage verschärft den Wettbewerb auf freie Positionen und macht ein korrektes Auftreten von Kandidaten unerlässlich”, folgert Rosemary Haefner, Personalvorstand bei CareerBuilder. “Bewerber sollten aus den richtigen Gründen aus der Masse herausstechen. Auch wenn die Jobsuche frustrierend sein kann, sollten Bewerber positiv bleiben, sich auf ihre Stärken konzentrieren, gut vorbereitet sein und sich Gedanken darum machen, wie sie sich am besten verkaufen können.”

      Gastbeitrag von Lechi Langewand, CareerBuilder

      Punkten im Vorstellungsgespräch

      Saturday, 13. February 2010

      Tasse

      Für Personalentscheider zählt meistens der erste Eindruck, den er vom Bewerber hat. Im Vorstellungsgespräch senkt sich der innere Daumen schnell, wenn der Bewerber durch sein Verhalten unangenehm auffällt. Wer nach einer schriftlichen Bewerbung zwar häufiger eingeladen wird, aber dann regelmäßig Absagen bekommt, sollte überlegen, ob es vielleicht daran liegt. Als schlechtes Benehmen gelten nicht etwa nur grobe Schnitzer wie Nasebohren oder schmutzige Fingernägel. In so heiklen Situationen wie Vorstellungsgesprächen kann man sich auch mit kleineren Faux-Pas ins Aus kicken.

      Wenn Du das Bewerbungsgespräch mit zwei Personen geführst, sollte man nicht nur einen ansehen. Es ist ganz wichtig, die dritte Person einzubinden, sonst fühlt sie sich ignoriert. Aufmerksamkeit und Interesse signalisiert bereits die richtige Körperhaltung: Auch im Sitzen wendet man sich seinem Gesprächspartner immer zu.

      Dabei gilt der „Nase-Nabel-Faktor“: Wer sein Gegenüber mit mehr als einer Zwischenbemerkung anspricht, dreht sich mit dem gesamten Oberkörper – „von der Nase bis zum Nabel“ – in seine Richtung. Die falsche Körperhaltung dagegen kann schnell provozierend wirken: Man sollte nicht den Lässigen raushängen lassen und sich auf den Stuhl fläzen. Wer korrekt, aber nicht zu steif sitzt, signalisiert: Ich nehme Euch ernst.

      Für Vorstellungsgespräche absolut tabu ist die so genannte „Pavianhaltung“ – das häufig für Männer typische Sitzen mit breiten Beinen. Frauen sollten dagegen das „Mädchenschema“ vermeiden – dieses zaghafte Lächeln bei zur Seite geneigtem Kopf wirkt nicht souverän. Allerdings kann es leider immer noch schaden, wenn Frauen allzu „tough“ rüberkommen. Dem Gesprächspartner ins Wort fallen, geht gar nicht und gibt sofort Punkteabzug.

      Am Ende des Bewerbungsgesprächs selber Fragen stellen
      Bewerber sollten am Ende eines Vorstellungsgespräches die Chance nutzen, selbst Fragen zu stellen. Das ist absolut angebracht und zeigt, dass Du Dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast und Dir Gedanken gemacht hast. Schreibe dir Deine Fragen vor dem Vorstellungsgespräch auf und stelle alle Fragen, die sich nicht im Laufe des Gesprächs erledigt haben. Durch eigene am Schluss des Vorstellungsgespräches, hast du die Möglichkeit, noch mal zu punkten.
      Du kannst dann zwar nicht mehr Deinen Gesamteindruck revidieren, hast aber die Möglichkeit, am Ende des Gesprächs einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

      Grundsätzlich tabu sind Fragen, die den Bewerber allzu spaßorientiert erscheinen lassen könnten – etwa nach den Urlaubstagen, zusätzlichen Vergütungen für Wochenendarbeit oder Ausgleich für Überstunden. Generell sind geschlossene Fragen – solche die nur ein „Ja“ oder „Nein“ zulassen – weniger gut.

      Wer sich als Bewerber im ersten Gespräch gleich nach der Gehaltserhöhung nach der Probezeit fragt, macht was verkehrt. Besser ist es, sich beispielsweise nach der Firmenphilosophie zu erkundigen, oder auch nach der Wettbewerbssituation innerhalb der Branche.

      Weitere Tipps und Artikel zu Themen wie Business-Knigge, Vorstellungsgespräch, Bewerbung u.v.m. findest Du auf: www.campushunter.de