Archiv für die Kategorie „Studium und Weiterbildung“

Studenten 2011: ihre Wünsche, ihre finanzielle Situation, Ihre Prioritäten

Tuesday, 27. December 2011

Was Studenten hierzulande bewegt, wollte der Studienförderer Deutsche Bildung auch in diesem Jahr wieder wissen. An der Umfrage Campus Barometer 2011 nahmen 3.510 Studenten verschiedener Studienfächer und Hochschulen aus ganz Deutschland teil.

Studenten wissen ganz genau, was zufkünftige Arbeitgeber von ihnen erwarten. Sie sind sich bewusst darüber, wie wichtig Schlüsselkompetenzen, Praktika und zunehmend auch internationale Erfahrungen sind. Zu einem relativ hohen Anteil sind sie außeruniversitär engagiert oder zeigen Interesse, sich außerhalb der Hochschule zu engagieren. In der Realität überwiegt aber der Druck, den Anforderungen des Studiums zu entsprechen. Oft sind Studenten fokussiert darauf, ihr Studium so schnell und reibungslos wie möglich zu beenden.

Viele würden gerne weniger jobben
Die Nebenjobsituation ist fast genauso wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Studenten arbeitet neben dem Studium, davon 40 Prozent in fachfremden Nebenjobs, die ausschließlich dazu dienen, das Studium teilweise zu finanzieren, aber nichts mit dem zukünftigen Berufsziel zu tun haben.  Das finanzielle Budget ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Jobbende Studenten verdienen durchschnittlich 314 Euro pro Monat (Master: 362 Euro) durch Nebenjobs und arbeiten 11 Stunden pro Woche. Der Hälfte von ihnen sind das zu viele Stunden. 17 Prozent würden grundsätzlich gerne weniger arbeiten. Ein Drittel der Befragten würden am liebsten garnicht jobben, sondern sich auf ihr Studium   konzentrierenStudentenbarometern.

Zu wenig Zeit für ehrenamtliches Engagement
Dass der Druck im Studium groß ist, belegen auch die Ergebnisse zum außeruniversitären Engagement. Zeit- und Geldmangel sind die häufigsten Gründe für Studenten, sich nicht ehrenamtlich zu engagieren. Der Wunsch, den Stundenplänen zu entsprechen, ist stark ausgeprägt, was sich in der mangelnden Bereitschaft ausdrückt, zu Gunsten eines ehrenamtlichen Engagements länger zu studieren.

Nur wenige können sich Auslandsaufenthalte leisten
Ein ähnliches Bild ergibt sich in Sachen Auslandserfahrung. Studenten sind sich zwar bewusst über die Wichtigkeit von Auslandserfahrungen während des Studiums,  gehen aber auffallend selten ins Ausland. Die Bemühungen der Studienreform scheinen hier ins Gegenteil des Gewollten umzuschlagen. Hier spielt die finanzielle Situation von Studenten eine besonders hohe Rolle. Obwohl viele Studenten Auslandserfahrungen machen wollen,  können dies nur diejenigen realisieren, die das nötige Geld zur Verfügung haben. Wer ins Ausland geht, wird überwiegend von den Eltern unterstützt oder kann auf Ersparnisse zugreifen. Wer diese Finanzierungsquellen nicht hat, schreckt vor einem Auslandsaufenthalt zurück. Daraus kann man schließen, dass die von Arbeitgebern häufig geforderten internationalen Erfahrungen, nur diejenigen machen können, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügen.

Seit 2007 fördert die Deutsche Bildung AG Studenten aller Fachrichtungen mit den Mitteln aus einem Studienfond. Damit verbunden ist für Geförderte die einkommensabhängige Rückzahlung der erhaltenen Studienförderung. Die gesamte Online-Befragung CampusBarometer 2011 steht zum Download auf www.deutsche-bildung.de.

Master-Studium – Kür oder Pflicht für gute Jobperspektiven?

Wednesday, 30. November 2011

Allein in diesem Monat gab es vier Mastermessen in Deutschland. Tausende von Bachelor-Absolventen und –Studenten strömten auf die Master and More-Messen in Berlin, Münster und Stuttgart, wo sich deutsche und internationale Hochschulen mit ihren Masterprogrammen präsentierten. Insgesamt vier dieser Orientierungsmessen hat der Veranstalter borderconcepts in diesem Jahr organisiert. Allein in diesem Jahr hatten die  Besucher- und Ausstellerzahlen eine stark steigende Tendenz. Für 2012 plant borderconcepts fünf solcher Messen, auf denen sich Interessenten  über ein Masterstudium direkt nach dem Bachelorstudium, über ein Vollzeitprogramm nach einigen Jahren Berufserfahrung  oder einen berufsbegleitendes Master-Studiengang  informieren können.MasterMesseStuttgart_Messehalle_2362x1565.jpg

Fakt ist: Hierzulande gibt es viel zu wenig Masterprogramme. Nur jeder dritte Bewerber bekommt  einen Masterstudienplatz. Während es in Deutschland neben der Knappheit von Studienplätzen oft zusätzlich noch bürokratische Stolpersteine und komplizierte Bewerbungsverfahren gibt, werben private und staatliche Hochschulen aus dem europäischen Ausland um Masterstudenten aus Deutschland und stehen den Messebesuchern von Mastermessen Rede und Antwort.  Nur um die 20 Prozent der ausstellenden Schulen der Master and More-Messen in diesem Jahr kamen aus Deutschland. Die  Messebesucher konnten spüren,  dass sich die ausstellenden  Hochschulen als Dienstleister für Bildung verstehen und  sich mit professionellem Marketing um Studenten bemühen und sich an ihrem Erfolg messen lassen wollen. Denn ihre Bemühungen gelten nicht nur dann, wenn sie Studenten überzeugen wollen, an ihrer Hochschule zu studieren, sondern auch dann, wenn aus Studenten Absolventen geworden sind. Ein professioneller Career Service kümmert sich bei nahezu allen ausländischen Hochschulen um intensive Kontakte zu Arbeitgebern und macht die Vermittlungsquote ihrer Absolventen transparent.

Warum ist Deutschland eigentlich  immer das Schlusslicht? Unsere europäischen Nachbarstaaten leiden genau so am Führungskräftemangel und am demographischen Wandel. Der Unterschied ist allerdings, dass sie nicht jammern, sondern rechtzeitig agieren. Denn die Hoffnung, dass ein Teil der ausländischen Studenten nach dem Masterabschluss im jeweiligen Land bleibt ist durchaus berechtigt.

Wer sich über in- und ausländische Master-Studiengänge informieren möchte, findet auf der www.masterandmore.de fast 7700 Masterstudiengänge im In- und Ausland.

Automotive-Branche braucht Ingenieure für Elektromobilität

Sunday, 6. November 2011

Die Zulieferindustrie der Automobilbranche braucht jetzt und in Zukunft Ingenieure, die auf Elektromobilität spezialisiert sind. Einige Hochschulen haben mit Bachelor- und Masterstudiengängen auf den Bedarf der Automotive-Branche regiert. Im aktuellen Wintersemester haben die Hochschulen Regensburg und Bochum dreisemestrige Masterstudiengänge für das Fach Elektromobilität eingerichtet. Der Bochumer Studiengang legt den Schwerpunkt auf Elektrotechnik, in Regensburg sollen zusätzlich zum Fachwissen Skills wie Projektmanagement und Projektentwicklung vermittelt werden. Die TU Chemnitz bietet einen Bachelor-Studiengang Elektromobilität an. Wer sich für ein grundständiges oder weiterführendes Ingenieurstudium interessiert, sollte sich die Studiengänge näher ansehen.

Keine Entwarnung beim Ingenieurmangel

Sunday, 16. October 2011

Der Bedarf an Ingenieuren ist im Vergleich zum Vorjahr  um 0,5 Prozent kleiner geworden. Doch eine Trendwende ist laut VDI noch nicht in Sicht, denn derzeit sind  immer noch 76.200 Stellen an Ingenieure zu vergeben. Allein im Maschinen- und Fahrzeugbau fehlen 32.000 Ingenieure. In diesen Branchen  warten alleine 18.600 offene Stellen darauf, von Elektroingenieuren besetzt zu werden. Regional betrachtet  hat Baden-Württemberg den größten Ingenieur-Bedarf – dicht gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Ingenieure, die sich auf Umwelttechnik spezialisieren und zudem noch über Expertise  in den Bereichen  Immobilien, Schiffbau oder Hochspannung verfügen, haben besonders gute Berufschancen. Denn der Cleantech gehört die Zukunft – und zwar weltweit. Laut FTD rechnet alleine Siemens 2014 mit einem Auftragsvolumen von 40 Milliarden Euro im Bereich grüner Technologien.

Auch der Automobilzuliefererbranche mangelt es an Spezial-Ingenieuren im Bereich Elektromobililtät. Darauf haben schon einige Hochschulen reagiert und Bachelor- und Masterstudiengänge für diesen Bereich aufgelegt. An der Hochschule Regensburg und der Hochschule Bochum starten zum Wintersemester 2011/2012 jeweils dreisemestrige Masterstudiengänge. In Bochum liegt der Schwerpunkt auf der Elektrotechnik, der Studiengang in Regensburg  will neben Fachwissen, Skills wie Projektplanung und –entwicklung vermitteln. Die TU Chemnitz bietet einen  Bachelor-Studiengang Elektromobilität an.

Studienplatz auf den letzten Drücker

Monday, 12. September 2011

Jetzt ist er da, der große Studienplatzmangel. Lange wurde er heraufbeschworen, da zum Wintersemester 2011/2012 mehr denn je Abiturienten einen Studienplatz ergattern wollen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der doppelten Abiturjahrgang, der durch die Verkürzung von 13 auf 12 Schuljahre zustande gekommen ist und die Abschaffung des Wehrdienstes. Außerdem steigt seit einigen Jahren die Zahl der Studienplatzbewerber kontinuierlich an.

Möglichkeiten und Tricks  last minute doch noch den gewünschten Studienplatz zu bekommen hat Studis Online zusammengestellt.

Auf Nachrücklisten einschreiben
Hochschulen sehen es nicht gerne, es kann aber helfen. Wer den Studienplatz annimmt, der nur die zweite Wahl ist, kann auf der Nachrückliste der Hochschulen bleiben, um ggf. doch noch den bevorzugten Studienplatz zu bekommen. Sollte man den tatsächlich ergattern, wenn das Semester schon begonnen hat, kann man sich an der ersten Hochschule wieder exmatrikulieren. Für die Rückzahlung der schon bezahlten Studiengebühren und des Sozialbeitrags gelten von Hochschule zu Hochschule  allerdings unterschiedliche Fristen. Da kann es durchaus passieren, dass das Pokern den Preis einer doppelten Studiengebühr mit sich bringt.

Studienplatzbörsen nutzen
Da die Hochschulen mit dem Zu- und Absage Chaos aufgrund der in 1. Beschriebenen Pokerpartien oft überfordert sind, bleiben oft nach Bearbeitung aller Nachrücklisten noch freie Studienplätze übrig. Viele Hochschulen melden diese Restpätze den Studienplatzbörsen. Bis die greifen haben die Vorlesungen meistens schon begonnen und man sollte sich bei der Fachschaft und im Studentensekretariat des jeweiligen Studiengangs erkundigen, ob man überhaupt noch Chancen hat, Seminarplätze zu ergattern und den obligatorischen Stundenplan zu realisieren.  Die Restplätze von NC-Studiengängen werden meistens verlost. Die beiden bekanntesten Studienplatzbörsen sind die der Hochschul-rektorenkonferenz , studieren.de und Hochschulstart.

Abstriche beim Studienort
Wenn die erste Wahl  nicht realisierbar ist, dann kann Plan B greifen. Finde heraus, in welcher Stadt hat das Studienfach Deiner Wahl einen nicht so hohen oder gar keinen NC hat. Da es in Deutschland bei der Attraktivität von Studienstandorten  ein starkes Gefälle gibt, wird so mancher Studienplatz, der in München oder in den NRW-Metropolen für viele unerreichbar ist, in ostdeutschen Städten mit niedrigerem NC oder sogar ohne Zulassungsbeschränkung vergeben. Denn die Bewerberzahlen bestimmen den NC. Infos, welche Fach man an welcher Hochschule studieren kann findet Ihr auf hochschulkompass.de

Durch Umwege zum Ziel
Vielleicht gibt es einen Studiengang, der mit dem  zulassungsbeschränkten Traumstudiengang verwandt ist? Dann greift zu. Ein Quereinstieg aus verwandten Studienfächern ist in vielen Hochschulen möglich. Die Kriterien sind allerdings so unterschiedlich wie die Hochschullandschaft. Schaut  Euch also die Bedingungen an der Hochschule, an der Ihr eigentlich Euer Wunschfach studieren wollt, die Wechselbedingungen gut an, beziehungsweise geht in die Studienberatung, bevor Ihr Euch für die “zweite Wahl” einschreibt.

Im Ausland studieren
Immer mehr Deutsche gehen zum Studieren in Ausland. Ein Auslandsstudium ist lange nicht mehr nur für Studenten mit Geld von zu Hause. Österreich ist gerade dabei, die Studienbedingungen für Deutsche zu erschweren; dabei geht es aller Wahrscheinlichkeit nach um die Einführung von Studiengebühren für ausländische Studenten. Weitere Infos über das Studium in den beiden Nachbarländern gibt es auf studisonline.de Auch Holland ist eine gute Alternative. Es gibt dort einige englischsprachige Studiengänge. Wer aber den für viele unerreichbaren NC für Medizin oder Psychologie umgehen will, muss erst mal Niederländisch lernen, um in Holland studieren zu können.

Studienplatz einklagen
Grundsätzlich kann man gegen den Ablehnungsbescheid jeder Hochschule oder der ZVS Klage einklagen. Dann muss man allerdings der Uni oder FH nachweisen, dass sie eigentlich viel mehr Studenten hätte  annehmen können, als dies der Fall ist. Die Erfolgsaussichten sind je nach Studienfach unsicher, außerdem muss der Kläger die Anwaltskosten tragen. Der Erfolg einer Klage ist überhaupt nicht einschätzbar und daher wie ein Lotteriespiel.

Wartezeit sinnvoll nutzen
Eine Alternative, den NC irgendwann zu knacken, ist das Anhäufen von Wartesemestern.  Je nach Fach vergeben Hochschulen 20 bis 50 Prozent der Plätze nach Wartezeit. Wartezeit erhält man für alle Aktivitäten nach der Schule – außer für ein anderes Studium in Deutschland. Wer dagegen im Ausland studiert, sammelt in der Regel trotzdem Wartesemester für deutsche Hochschulen.  Auch eine Ausbildung, die das gewünschte Studium  sinnvoll ergänzt, kann eine gute Alternative sein, zumal viele Ausbildungen von Abiturienten in zwei bis zweieinhalb Jahren absolviert werden können und die Ausbildung nach dem Studium beim Berufseinstieg als Berufserfahrung zählt.

Online-Büffeln für Wiwis

Friday, 9. September 2011

Irgendwann den Faden verloren? Nicht in jeder Vorlesung mitgeschrieben? Eine wirksame Unterstützung bei der  Prüfungsvorbereitung für Studenten der Wirtschaftswissenschaften versprechen die Online-Kurse auf wiwiweb.de Von Buchführung über Investitionsrechnung bis hin zu Steuerbilanzen können Wiwis Online-Kurse zu akzeptablen Preisen buchen.

Die Anbieter der Online-Kurse versprechen eine innovative Lernmethode, die schnell und gründlich auf anstehende Prüfungen vorbereitet. Die Aufgabenstellung orientiert sich an Uniklausuren und Übungsaufgaben sollen sicherstellen, dass der gelernte Stoff wirklich verstanden wurde.

Weitere Infos und Anmeldung hier.

Karriere-Turbo MBA?

Tuesday, 2. August 2011

Was bringt ein MBA-Studium für die Karriere und die persönliche Weiterentwicklung? Warum ein MBA-Studium absolvieren, ist doch ein Master-Studium viel kostengünstiger? Welche Programme passen zu meiner Karriereplanung und welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, wenn ich mich bei Business Schools für ein MBA-Studium bewerben möchte?

Die Entscheidung fällen muss letztendlich jeder selbst. Aber jede Menge Informationen über weltweite MBA-Programme und Business Schools gibt es auf dem MBA-Info-Portal www.mba-channel.com . Monatlich erstellen auf MBA-Themen spezialisierte Wirtschaftsjournalisten einen kostenlosten Newsletter über Trends, Programme und die neuesten Entwicklungen in der MBA-Szene.

Jetzt steht auf MBA Channel das neu erschienene Book „MBA in Europe“ zum kostenlosten Download zur Verfügung. Die Macher, der Düsseldorfer Wirtschaftsverlag matchboxmedia, stellen darin Themen vor, die jeden interessieren dürften, der sich grundsätzlich oder ganz konkret mit dem Thema MBA befasst. Annette Eicker, Mit-Gründerin und Geschäftsführerin von MBA Channel begründet die Veröffentlichung so:  „Wir stellen fest, dass es eine große Nachfrage nach Transparenz auf dem Markt der Business Schools und MBA-Programme gibt und freuen uns, mit diesem kostenlosen eBook einen guten Überblick bieten zu können.“

Folgende Trends und Themen greift das eBook u. a. auf:

Zunahme der Executive (berufsbegleitenden)  MBA-Programme Cover_MBAC2_neu-100x134

Anstieg des Frauenanteils unter den MBA-Kandidaten

Distance Learning oder Präsenzstudium?

Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt der MBA-Absolventen

In den USA und einigen europäischen Ländern, besonders in Großbritannien und Frankreich, ist der MBA-Titel etabliert und anerkannt. Der MBA-Abschluss gilt als Rolls Royce unter den Managementausbildungen. In Deutschland, dem Land des Diploms war bislang auch für Manager vorwiegend der Doktortitel die Eintrittskarte ins obere Management. Dieser Trend hat sich in den letzen Jahren stark geändert. Die Zahl deutscher MBA-Studenten steigt stetig und immer mehr Young Professionals entscheiden sich für dieses Investment in ihre berufliche Zukunft. Wie man das passende MBA-Programm auswählt, wie das Finanzierungskonzept aussehen kann, wie viel Berufserfahrung man braucht und vieles mehr erfahrt Ihr regelmäßig im Newsletter und auf www.mba-channel.com.

Welche Uni ist die richtige?

Sunday, 1. May 2011

Das fragen sich Jahr für Jahr Tausende von Abiturienten, aber nach der Umstellung auf Bachelor und Master auch die Absolventen, die ihren Bachelor-Abschluss in der Tasche haben und nach einer renommierten Alma Mater für ihr Master-Studium fahnden. Rankings gibt es viele. Wer nach der Bewertung von Studiengängen sucht, liegt sicherlich richtig, wenn er sich ausgiebig mit dem CHE-Ranking beschäftigt, das auf der Bewertung von Studenten basiert.

Das Uni-Ranking der WiWo beruht hingegen auf der Beurteilung von 516 Personalern deutscher Unternehmen. Bei diesem Hochschulranking geht es darum, welche Hochschulen in Deutschland aus Sicht der Personalverantwortlichen, ihre Studenten am besten auf das Berufsleben vorbereiten. Das Ranking bezieht daher auch nur die begehrtesten Studienrichtungen, nämlich die Natur- oder Ingenieurwissenschaften, die  Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ein.  Wie alle Rankings ist auch das WiWo-Ranking subjektiv. Personaler beurteilen eine Hochschule natürlich nach den Absolventen und Praktikanten, mit denen sie im Laufe der Zeit überwiegend gute oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Oft richtet sich die Beurteilung auch danach, an welcher Hochschule der Personalverantwortliche selber studiert hat oder nach der Intensität des Kontaktes zu Lehrstuhlinhabern bestimmter Hochschulen

Wenn man den WiWo-Artikel und die einschlägigen Karriere-Ratgeber für Studenten und Absolventen liest, könnte man meinen, die Mehrheit der Studenten beschäftigt sich ausschließlich mit folgenden Fragen: Wie werde ich zum begehrten Objekt auf dem Arbeitsmarkt, wo sind die besten Professoren, welche Hochschule investiert am meisten in die Forschung und welche Praktika führen geradewegs in den ersten überdurchschnittlich gut bezahlten Job? Wenn das so sein sollte, wundert es nicht, dass in Deutschland wie in keinem anderen europäischen Land Bildung und der damit eng verbunden der berufliche Erfolg von der sozialen Herkunft und dem Bildungsstand des Elternhauses abhängt.

Der schönen und heilen Ranking-Welt nach zu urteilen, machen sich Abiturienten und Studenten überwiegend Sorgen über ihre Karriere nach dem Studium, nicht aber über die Finanzierung ihres Studiums und andere Hürden, die es als Otto-Normal-Student zu bewältigen gilt. Es liest sich ja ganz einfach. Für Begabte gibt es Stipendien, für finanziell minderbemittelte Bafög und für den Rest bezahlen eben die Eltern. So einfach ist das aber nicht. Ich glaube nicht, dass die meisten Studenten  ihren Studienort und die Hochschule danach aussuchen, ob sie hoch in der Gunst von  Personalern stehen. Es ist eine Tatsache, dass es bei den Lebenshaltungskosten und bei den Studiengebühren durchaus ein Nord-Süd-Ostgefälle gibt. Auch die Neigungen dürften, wenn man sich konsequent am WiWo-Ranking orientiert, keine bedeutende Rolle bei der Studienwahl spielen. Denn es gibt ja nur begrenzte Möglichkeiten: Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, BWL und Jura.

Ich frage mich ernsthaft, ob deutsche Personaler und die einschlägige Wirtschafts- und Karrierepresse den Schuss noch nicht gehört haben. Einerseits wird in Personalmarketingkreisen derzeit das Anderssein der Generation Y ausführlich beschrieben. Danach suchen die heute 20 bis 26jährigen überwiegend nach einem Sinn im Leben und im Job. Sie sind nicht in erster Linie auf Karriere und Geld  aus. Andererseits wird diese Generation nur auf ihre Karriereambitionen und Geldgier reduziert. Neigungen, Begabungen, Präferenzen spielen angeblich keine große Rolle.

Meine Überzeugung ist: Wer nach gründlicher Überlegung das Studienfach seiner Wahl ernsthaft studiert –  es darf sogar ein geisteswissenschaftliches Fach sein – und sich während seines Studiums ernsthaft bemüht, praktische, berufliche Erfahrungen zu sammeln sowie Beratungsangebote innerhalb Hochschule und auf Messen in Richtung Berufseinstieg wahrnimmt, wird seinen Berufseinstieg schon meistern. Seine beruflichen Chancen stehen für ihn oder sie nicht schlechter als für diejenigen, die sich in erster Linie an Rankings orientiert haben.

Nun aber zu den Ergebnissen des WiWo-Uni-Rankings:
Der Gewinner in den Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik ist die RWTH Aachen. Platz zwei für Maschinenbau und Elektrotechnik belegt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), gefolgt von der TU Darmstadt. Nach Ansicht der Personaler bringt die Uni Mannheim die besten Betriebswirte und Volkswirte hervor. Die begehrtesten Juristen haben ihr Examen an der LMU München abgelegt. Den zweiten Platz für Jura belegt die Uni Münster.

wiwo_Ranking

Studenten aufgepasst! Mitmachen bei der Umfrage CampusBarometer von Deutsche Bildung läuft zum fünften Mal

Saturday, 16. April 2011

CampusBarometer

Auch in diesem Jahr startet der Studienförderer Deutsche Bildung zum fünften Mal die Umfrage CampusBarometer. Bei der Studenten-Umfrage geht es darum, Transparenz über die Situation von Studenten zu schaffen. Fragen zur Studienfinanzierung, Auslandserfahrung und Praktika, Schlüsselkompetenzen, außeruniversitärem Engagement sowie die Einschätzung der  beruflichen Zukunft bilden den Schwerpunkt.

Die Umfrage läuft bis zum 21. Juni 2011. Wer mitmacht hat die Chance auf folgende Gewinne:

1. Preis: Apple iPad 2 mit WiFi + 3G 16 GB

2. Preis: Apple iPod Touch 32 GB

3. Preis: Apple iPod Shuffle 4GB

Jetzt mitmachen unter: http://meineumfrage.com/campusbarometer2011

Ingenieure weiterhin Mangelware am Arbeitsmarkt

Wednesday, 6. April 2011

Laut aktueller Studie von VDI und IW „Ingenieurarbeitsmarkt 2010/11“, die heute auf der Hannover Messe vorgestellt wurde, fehlten der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr rund 36.000 Ingenieure. Obwohl seit 2009 sich wieder mehr Studienanfänger für ein Ingenieursstudium entschieden (2009 waren es 9 Prozent mehr), können die derzeit durchschnittlich 53.000 Absolventen nicht aus, um die offenen Stellen zu besetzen.

Nach Aussage von VDI-Direktor, Dr. Willi Fuchs,  entgehen die deutschen Wirtschaft durch den Ingenieurmangel  rund 3,3 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Die Zahl der offenen Stellen für Ingenieure stieg 2010 um 50 Prozent an. Mit einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent herrscht rein statistisch gesehen eine Vollbeschäftigungssituation für die händeringend gesuchten Spezialisten.