Einstiegsgehälter für Absolventen: Wunsch und Wirklichkeitklaffen oft auseinander

12. March 2012

Viele Absolventen erwarten einiges mehr an Gehalt im ersten Job nach dem Studium als Arbeitgeber zahlen wollen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage unter 13.000 Personen zwischen 25 und 28 Jahren der PersonalMarkt Services GmbH, dem Betreiber des Gehaltportals  www.gehalt.de.  Besonders falsch mit ihren Einschätzungen liegen Architekten, Gesellschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Sprach- und Kulturwissenschaftler. Sie erwartet höhere Gehälter als sie zu erwarten haben. In umgekehrter Richtung verschätzen sich Naturwissenschaftler, Juristen und Wirtschaftsingenieure. Sie rechnen damit, weniger zu verdienen, als Arbeitgeber ihnen  tatsächlich anbieten.  Wirtschaftsinformatiker schätzen ihr Gehalt laut Befragung am realistischsten ein.

Wer sich gerade im Bewerbungsprozess befindet, sollte sich gut über seinen Marktwert informieren, bevor er mit unrealistischen Gehaltsvorstellungen ins Rennen geht.  Wer nach oben voll daneben liegt mit seinen Gehaltsforderungen kommt nicht weiter. Wer zu tief stapelt bekommt seinen eigentlichen Marktwert in Euro und Cent vermutlich erst nach einigen Jahren  Berufserfahrung gezahlt, da sich diese Gehaltslücke aufgrund eines zu niedrigen Startgehalts nicht so schnell schließen lässt.  Neben einem kostenlosen Schnelltest gehalt.de lohnt sich ein Blick auf www.alma-mater.de. Dort ist zurzeit noch die aktuelle Unternehmensbefragung 2011 online, aber die aktuelle Auswertung von 2012 dürfte sehr bald erscheinen.

Natürlich können Umfragen und Schnelltest nur Richtwerte geben. Denn es gibt neben großen Unterschieden der Gehälter je nach Region auch Unterschiede, die von der Größe des Unternehmens und der Branche abhängen.

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Recruitainment heißt die neue Strategie im War for Talent

5. March 2012

Kaum ist ein Großteil der der Arbeitgeber auf den wichtigsten  Social Media-Plattformen vertreten, geistert das Wort Recruitainment durch die Personal-Fachmedien. Ein neues Online-Spielzeug für Bewerber?  Da kommen selbst Digital Natives kaum noch mit.

Also Recruitainment bedeutet nichts anderes als die beiden Wörter, aus denen es sich zusammensetzt: eine Kombi aus (R)E-cruiting und Infotainment. Mit kreativen Konzepten  wollen Unternehmen spielerisch mit potenziellen Mitarbeitern Kontakt aufnehmen und schon mal abchecken, ob beide Seiten zusammenpassen, ob man sich etwa schon mal auf ein Praktikum verabredet oder andere Möglichkeiten bestehen, ein gemeinsames Stück des Berufslebens gemeinsam zu gehen. Natürlich ist das ein neuer Versuch, dem Fachkräftemangel beizukommen und ein positives Arbeitgeberimage bei der jeweiligen Zielgruppe zu etablieren. Außerdem sollen Bewerber auf der emotionalen Ebene angesprochen werden. Recruitainment wird besonders gerne dort eingesetzt, wenn Unternehmen nach Studenten und Absolventen mit viel Kreativität und technischem Wissen Ausschau halten.

Bei maximaler Ausschöpfung aller verfügbaren Kanäle besteht Recruitainment aus fünf Bausteinen: E-Assessment, Online-Personalmarketing, E-Recruiting, E-Training und E-Coaching.  Das E-Assessment besteht aus Online-Assessment und Self-Assessment.  Letztere sind anonym und frei zugänglich für die User. Ein Online-Assessment ist dagegen Bestandteil des Bewerbungsverfahrens und kommt erst dann zum Einsatz wenn klar ist, dass Bewerber  grundsätzlich zum jeweiligen Job und zum Unternehmen  passen.

Unternehmen sparen Zeit und Geld, da sie Recruitainment-Elemente zur Vorselektion von Bewerbern einsetzen. Aber auch für Bewerber können von diesem neuen Trend profitieren. Self-Assessments sind eine gute Übung im Bewerbungsprozess und geben Aufschluss über eigene Stärken und Schwächen. Außerdem  lernt man als Bewerber das Unternehmen besser kennen und kann zumindest teilweise beurteilen, ob das Unternehmen als Arbeitgeber in Frage kommt.

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Immer mehr Absolventen wollen als Trainee ins Berufsleben starten

21. February 2012

Fast 95 Prozent der Absolventen können sich einen Jobeinstieg als Trainee vorstellen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Haniel in Zusammenarbeit mit Kienbaum heraus. Noch vor einem Jahr wollten gut zehn Prozent weniger Absolventen den Jobstart mit einem Trainee-Programm versuchen. Bei deutschen Arbeitgebern ist die Trainee-Affinität genau umgekehrt: Während 2010 noch 86 Prozent der befragten Unternehmen den Berufseinstieg als Trainee anboten, sind es in diesem Jahr nur noch 78 Prozent.

Bei den Inhalten eines Traineeprgramms sind sich Absolventen und Arbeitgeber allerdings einig. Die drei wichtigsten Kriterien für ein gutes Programm aus Absolventensicht: persönliche Betreuung, gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen und die inhaltliche Vielfalt. Das sehen Unternehmen genauso, wenn auch in einer anderen Reihenfolge. Ganz wichtig für Arbeitgeber ist auch, dass sie ihren Trainees ein regelmäßiges Feedback geben.

Gut die Hälfte der Arbeitgeber, die Trainee-Programme anbieten, setzen die Trainees im Finanz- und Controlling-Bereich ein. Im boomenden Logistikbereich, sowohl als Funktion im Unternehmen als auch als Branche, müssen Absolventen länger suchen, bis sie fündig werden. Nur jeder fünfte Arbeitgeber bietet ein Trainee-Programm im Logist-Bereich an.

Immer öfter richten Arbeitgeber die Inhalte an den Wünschen der Absolventen aus. Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitgeber bietet den Programm-Teilnehmern das Recht zur Mitgestaltung an.  Kein Wunder: Wir befinden uns im War for Talents. Da kann der Bewerber es sich leisten, wählerisch zu sein und offen zu äußern, worauf er besonders Wert legt. Die meisten Unternehmen richten allerdings ihre Programme an den Abteilungen oder Funktionen im Unternehmen an.

Aktuell bieten knapp 40 Prozent der befragtenUnternehmen ihren Trainees die Möglichkeit, drei bis vier Stationen in den meist 18 oder 24 Monaten kennenzulernen. „Auch bei der Anzahl der Stationen im Rahmen eines Traineeships geht der Trend hin zu mehr Flexibilität zu Gunsten der Absolventen. Inzwischen teilen schon 16 Prozent der Unternehmen ihr TraineepPogramm variabel ein und eröffnen den Trainees damit die Möglichkeit, eigene Wünsche und Interessen einzubringen; im vergangenen Jahr waren nur fünf Prozent der Firmen so flexibel“, sagt Alena Heßhaus von Haniel.

Und wie sieht es bei den Trainee-Gehältern aus?
Die Gehälter der Trainees in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen: Aktuell erhalten die Berufseinsteiger im ersten Jahr ihres Traineeships ein durchschnittliches Jahresbruttogehalt von 43.100 Euro, im zweiten Jahr sind es im Schnitt 44.000 Euro. 2010 waren es noch 42.600 beziehungsweise 43.000 Euro. Generell ist es so, dass das Gehalt eines Trainees bis zu 20 Prozent schmaler ausfallen kann als das Gehalt eines Absolventen, der über einen Direkteinstieg seine Karriere startet.

Traineeprogramm oder Direkteinstieg?
Die Frage ist nicht pauschal zu beantworten und leider gibt es keine eindeutige Check-Liste, an der man sich entlang hangeln kann. Im Großen und Ganzen kann man allerdings sagen, dass Absolventen die rasant auf die Dreißig zugehen, bessere Chancen für einen Direkteinstieg haben und Bachelorabsolventen, die zügig studiert und nicht allzu viel Praxiserfahrung vorweisen können, gut in einem Trainee-Programm aufgehoben sind. Startet man über ein solches Programm ins Berufsleben nach dem Studium, kann man auf ein Netzwerk im Unternehmen und der anderen Trainees bauen, hat oft eine persönliche Betreuung durch einen Mentor und in kurzen Abständen Feedback-Gespräche. Wer sich für ein Traineeprogramm interessiert sollte mal auf JOBSUMA nachschauen. Aktuell findet man auf www.jobsuma.de fast 6.000 Trainee-Stellen bundesweit

Was haltet Ihr vom Berufseinstieg über ein Traineeprogramm? Ich freue mich auf Kommentare, möglichst mit Angabe des Alters und des Studienfachs.

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Wo ist die Hauptstadt für Informatiker?

19. February 2012

Schon bald wird Hannover durch die Cebit wieder zur weltweiten IT-Hauptstadt.. Für attraktive Jobs für junge IT-Spezialisten aber gibt es allerdings andere deutsche Hochburgen. Das zeigen Suchergebnisse auf JOBSUMA – Deutschlands erster Jobsuchmaschine für akademische Nachwuchskräfte.

Anfang März trifft sich die IT-Branche in Hannover zur Cebit – die meisten Jobs für junge Informatiker, Software-Entwickler und SAP-Experten gibt es aber nicht in der niedersächsischen Landeshauptstadt, sondern in München, Stuttgart, Berlin und im Rhein-Main-Gebiet.

Das Ergebnis für den Suchbegriff „Informatik“ kann sich sehen lassen. Denn JOBSUMA findet derzeit fast 4.000 Stellenangebote rund um München. Im Großraum Stuttgart gibt es laut www.jobsuma.de gut 3.100 Jobs für Studenten und Absolventen, die Software entwickeln oder Computersysteme warten wollen. Dicht dahinter folgen Berlin und das Rhein-Main-Gebiet mit etwa 2.700 Treffern. Zum Vergleich: Die Cebit-Stadt Hannover kommt  nur auf gut 900 Stellenangebote für junge Informatiker.

Insgesamt stieg die Zahl der Ausschreibungen auf JOBSUMA beim Stichwort „Informatik“ in den vergangenen drei Monaten um gut 12 Prozent – von knapp 26.000 auf fast 29.000.  Ein besonders hoher Zuwachs ist in der Region um Stuttgart zu verzeichnen, wo es im Vergleich zum November sogar 15 Prozent mehr Stellenangebote für junge IT-Spezialisten gibt.

Auf JOBSUMA haben Studenten, Absolventen und Young Professionals Zugriff auf derzeit fast 1,6 Millionen Stellenanzeigen. JOBSUMA durchsucht Online-Jobbörsen, Karriere-Portale und Unternehmens-Websites und filtert gleichzeitig die Ergebnisse. Der Nutzer sieht nur die Ausschreibungen, die sich an Studenten und Absolventen richten. So müssen junge Akademiker nicht mehr selbst eine Stellenbörse nach der anderen und Dutzende Karriere-Websites durchforsten, um ein Praktikum, einen Nebenjob oder den Einstiegsjob nach dem Studium zu finden.

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Der erste Karriere-Ratgeber für Professionals ist da: Jobguide Professional

11. February 2012

Der Jobguide Professional ist der erste unabhängige Marktüberblick speziell für Führungskräfte, Experten, Projekt- und Vertriebsmanager zur gezielten Karriere- und Laufbahnplanung. Ab sofort ist die neue Publikation des Düsseldorfer Wirtschaftsverlags matchboxmedia im Buchhandel und auf www.jobguide.de erhältlich. Den Karriere-Guide gibt es als Printausgabe und als kostenloses eBook.

Wirtschaftsjournalisten stellen in – nach Branchen sortierten – Porträts Arbeitgeber vor: von der Struktur des Unternehmens über dessen Marktbedeutung bis zu Karrierechancen für Professionals, Personalentwicklungsmodellen und Sozialleistungen. Der Leser erhält relevante Informationen, in welchen Bereichen Stellen zu vergeben sind und welche Anforderungen Bewerber erfüllen müssen. Im Rahmenprogramm des Jobguide Professional geht es ebenfalls vor allem um Themen, die für erfahrene Berufstätige interessant sind: Karriereplanung, Gehälter, Double Career Couples, Laufbahnmodelle, ausgewählte Personal- und Karriereberater und viele weitere spannende Infos.

Kostenloser Download: http://www.jobguide.de

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Cool im neuen Job starten

6. February 2012

Du hast den Bewerbungs-Marathon erfolgreich überstanden und Dein Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Du freust Dich auf den neuen Job und bist hoch motiviert. Doch irgendwie macht sich auch ein komisches Gefühl breit. Es ist die Angst vor dem Ungewissen. Ob es sich um den ersten richtigen Job nach dem Studium handelt oder um einen Jobwechsel spielt ist egal. Alles wird neu sein: der Chef, die Kollegen, der Arbeitsalltag. Wenn Du dich gründlich vorbereitest und Dir klar machst, wie Du mit der neuen Situation umgehst und was es in den ersten Wochen für Unwägbarkeiten geben könnte,  bist Du auf der sicheren Seite.

Vorbereitung macht gelassen
Große Unternehmen haben oft Einarbeitungsprogramme für neue Mitarbeiter. Die reichen von einem Einführungstag bis hin zu mehrwöchigen Programmen. Das ist optimal, weil man sich schrittweise an die neuen Aufgaben herantasten kann und das Unternehmen, wenn oft auch nur in groben Zügen –  von innen kennenlernt.  Startet man allerdings ohne Einarbeitungsprogramm direkt am neuen Arbeitsplatz, kann man durch gezielte Vorbereitung Fettnäpfchen aus dem Weg gehen, Kollegen für sich gewinnen und in wenigen Wochen zufriedenstellende Ergebnisse vorweisen. Vor dem ersten Tag im neuen Job sollte man sich ausgiebig –  ähnlich wie im Vorstellungsgespräch -  über  den  neuen Arbeitgeber intensiv informieren und sich noch mal mit den Notizen beschäftigen,  die man während des Jobinterviews gemacht hat. Hast Du mit dem Arbeitsvertrag Informationsunterlagen über das Unternehmen oder die neue Abteilung bekommen, lies sie gründlich. Imagebroschüren handelt, verraten sie zwischen den Zeilen einiges über die Kultur und die Werte des neuen Arbeitgebers.  Je mehr du über die eigene Position, die Stellenbeschreibung, Schnittstellen im Unternehmen, Lieferanten und Wettbewerber weißt, desto entspannter kannst  Du dem ersten Tag entgegen sehen. Dass am ersten Tag niemand  zu spät am Arbeitsplatz erscheint, ist selbstverständlich.

  • Versetz Dich in Deine neuen Kollegen und Vorgesetzten. Auch auf der Seite ihrer neuen Kollegen und Vorgesetzten gibt es Unsicherheiten. War die Einstellung die richtige Entscheidung, passt der neue Mitarbeiter wirklich gut ins Team? Kann er in der Orientierungs- und Einarbeitungsphase optimal unterstützt werden? Gehe davon aus, dass die neuen Kollegen Dich unterstützen möchten  und Interesse daran haben,  dass Du schnell ins Team integriert wirst und Deinen Beitrag zum Teamerfolg leisten kannst.  So sehen die Glaubensätze oder Erwartungen Deiner  neuen Kollegen aus:
    • Du bist motiviert –  Trotzdem kommt es nicht gut an, in den ersten Tagen vor Übereifer zu strotzen.
    • Du kennst Dich nicht aus – Gut für Dich, wenn Du schon vieles weißt, was nicht heißt. Doch Besserwisserei kommt in deN ersten Wochen gar nicht gut. Dann fühlen sich Kollegen, die schon länger im Unternehmen arbeiten, schnell als Looser.
    • Du willst ein Teil des Teams werden – Du bringst die Bereichtschaft mit, zu beobachten und zuzuhören, ob etwa  der Umgang mit einander lässig oder eher  förmlich ist. Wer sich allerdings ständig anbiedert und sich verhält, als würde er bald ein Dienstjubliäum feiern, sammelt keine Sympathiepunkte.
    • Du bist unvoreingenommen – Als Neuer im Unternehmen sieht man sein Arbeitsumfeld und das Team in den ersten Wochen mehr von außen als von innen. Für viele Teams ist ein neuer Kollege  ein Gewinn, da es neue Impulse setzt, Ideen und Ansätze vorschlägt. Entscheidend ist jedoch, dass man Verbesserungsvorschläge mit Fingerspitzengefühl einbringt, ohne den anderen zu vermitteln, sie wären bisher nicht auf so tolle Ideen gekommen.

    Die Joker: Selbstbewusstsein und Authentizität  punkten
    Niemand erwartet von einem neuen Kollegen, dass er in den ersten Wochen die Welt rettet, neue Produkte entwickelt oder bahnbrechende Neuerungen einführt. Lehne Dich in den  ersten Tage innerlich zurück und beobachten Dein Umfeld genau. Wer hat welche Rolle, gibt es Reibereien, wie verhalten sich die Kollegen gegenüber ihren Vorgesetzten , wer ist im Team der Leitwolf? Verhalte Dich  kommunikativ und gehe auf neue Kollegen zu – auch auf die aus anderen Abteilungen.  Übereifer hingegen und stundenlanges Einreden auf Menschen, die man kaum kennt, macht keinen guten Eindruck.  Die gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Spielregeln sollte man sich sehr genau anschauen und nicht schon am ersten Tag seinen Einstand geben, obwohl man nicht weiß, ob das üblich ist und in welchem Rahmen. Wer am Anfang  intensiv beobachtet, wie der Umgang im Team ist, ob man sich beispielsweise duzt, es gemeinsame Freizeitaktivitäten gibt  und in welchen Konstellationen und Sitzordnungen man sich zum Mittagessen in der Kantine trifft,  fühlt sich automatisch sicher, weil er weiß wie der Hase läuft.

    Wenn man Abteilung Fuß gefasst hat und seinen Job im Griff hat,  Sobald man in der eigenen, ist es wichtig, Netzwerke beim neuen Arbeitgeber aufzubauen. Denn wer über seinen Tätigkeitsbereich hinaus gut vernetzt ist, ist gut informiert. Da gute Netzwerker nicht nur nehmen, sondern auch geben, bekommst Du bei Bedarf die richtigen Informationen und die nötige Unterstützung auch außerhalb der eigenen Abteilung.

    Und welche Tipps habt Ihr für den erfolgreichen Start im neuen Job? Ich bin gespannt!

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    Weniger als fünf Minuten pro Bewerbung – schade für Bewerber und Recruiter

    29. January 2012

    Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum  Vollzeitjob.Brickwedde

    Egal welchen  Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils  beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.

    Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen,  führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom  ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“

    Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.

    Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?

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    Das geht gar nicht: No-Gos im Bewerbungsschreiben

    20. January 2012

    Das Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, soll genau das transportieren: MOTIVATION. Außerdem sollte die Antworten auf folgende Fragen des Personalers beantworten:

    - Warum passt dieser Bewerber besonders gut zur Stelle?
    - Welche fachlichen Qualifikationen bringt er für die Position mit?
    - Welche Erfahrungen aus Praktika oder früheren Jobs qualifizieren ihn für die Stelle?
    - Was sind seine Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern?

    Demzufolge sind schwammige und austauschbare Formulierungen, die keine klaren beruflichen Ziele des Bewerbers zum Ausdruck bringen und Formulierungen im Konjunktiv, die auf Unsicherheit schließen lassen, absolut fehl am Platz. Hier einige weitere No-Gos für das Bewerbungsschreiben:

    Betreff
    Es ist gut möglich, dass der potenzielle Arbeitgeber mehr als ein Stellenangebot veröffentlicht hat. Daher in der Betreffzeile immer die Position angeben; falsl das Jobangebot numeriert ist,  auch die Nummer angeben, etwa so: „Bewerbung als Entwicklungsingenieur“ Auch bei einer Initiativbewerbung gibt es einen Betreff!

    Quelle der Stellenanzeige
    Wo hast Du die offene Stelle gefunden oder wie bist Du – im Falle einer Initiativbewerbung auf das Unternehmen aufmerksam geworden? Jeder Personaler muss intern rechtfertigen, wofür er das Recruiting-Budget ausgibt und über welche Kanäle er die meisten Bewerbungen generiert. Fütterst Du ihn im ersten Satz Deines Motivationsanschreibens mit dieser Information, ist er positiv gestimmt.

    Anrede
    Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, kann kein Anschreiben beginnen, das der Selbstvermarktung dient. Da es sich um eine Bewerbung auf eine konkrete Stelle bei einem bestimmten Unternehmen handelt, muss ein Ansprechpartner recherchiert und angeschrieben werden. Findet man diesen nicht auf der Karriere-Website des Unternehmens – was leider noch immer vorkommt –  steht ein Anruf in der Personalabteilung an und fragt nach dem Ansprechpartner für die Bewerbungsunterlagen. Nicht abwimmeln lassen! Schließlich legt der Bewerber alle persönlichen Karten auf den Tisch. Daher hat er auch das Recht, seine persönlichen Unterlagen an eine benannte Person zu schicken.

    Würde, hätte, sollte – klingt nach bitte,bitte
    Du willst, bist für die Stelle der ideale Bewerber und freust Dich über einen Einladung! Du bist auch kein Bittsteller, sondern eine hoch qualifizierte und bestens ausgebildete Arbeitskraft für das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst. Also keine falsche Bescheidenheit! Der Konjunktiv vermittelt Unsicherheit und Unwahrscheinlichkeit. Wenn Du im Anschreiben überzeugend dargelegt hast, warum Du zum Arbeitgeber und auf das Stellenprofil passt, willst Du eingeladen werden. Also etwa so formulieren: „Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“

    Softskills
    Die erforderlichen Softskills für eine Stelle, stehen in der Stellenanzeige (schau Dir mal Stellenanzeigen auf JOBSUMA an) nach der erforderlichen Ausbildung. Dazu gehören Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft u.v. m. Mit schwammigen Aussagen wie: „Ich bin überaus engagiert, ein echter Teamplayer und eigne mich auch für einen Auslandseinsatz aufgrund meiner interkulturellen Kompetenzen“, führt nicht zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das sind leere Worthülsen. Mag sein, dass Du all diese wunderbaren Eigenschaften hast. Aber Personaler will Beweise. Überlege also, mit welchen Beispielen aus dem Studium, Deiner Berufsausbildung, einem Praktikum oder einem Job als Werkstudent, Du die geforderten Softskills beschreiben kannst.

    Als Tipp zum Schluss: Jeder Personaler ist dankbar für  die Angabe konkreter Gehaltsvorstellungen und den nächst möglichen Eintrittstermin des Kandidaten. Das spart Zeit und erübrigt Nachfragen, wenn er sich für ein bestimmtes Kandidaten-Profil interessiert.

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    Gute Vorsätze 2012 – beim nächsten Job wird alles anders

    7. January 2012

    Mein Job stinkt mir schon lange – ich muss mehr Sport machen – jeden Tag 100 km zur Arbeit, das reicht mir jetzt – ich werde total verkannt und bin unterfordert im Job: Jetzt ist Schluss! Ein neuer Job muss her. Und überhaupt: Irgendwie muss sich alles ändern im neuen Jahr! Aber wie? Wo soll die Reise denn hingehen? Wo genau sind die privaten Baustellen, wo die beruflichen? Zum Jahresbeginn gibt es einen natürlichen Cut. Das Jahr ist vorbei. Da ist es kein Wunder, dass man genau zu diesem Zeitpunkt nicht nur das Jahr Revue passieren lässt, sondern auch die ganz persönlichen Erfolge und Misserfolge. Da die meisten von uns die meiste Zeit am Arbeitgeber verbringen, geht man auch mit dem Job, dem Arbeitsumfeld, den Vorgesetzten und den Karrierezielen ins Gericht.

    Beim nächsten Job wird alles anders! Schön wär‘s und so einfach, denn momentan stehen die Chancen, einen neuen Job zu ergattern, der einen durch  bessere Bezahlung und mehr Verantwortung weiterbringt, aufgrund der Wirtschaftslage sehr gut. Oft handeln wir aber auf Jobsuche nach ein und demselben  „Beuteschema“.  Im Ernst, das gilt nicht nur für die Partnerwahl, sondern sehr oft auch für die Jobwahl.

    Den richtigen Arbeitgeber kann man sicherlich nicht nur aufgrund von Arbeitgeber-Rankings finden und auch nicht beim wahllosen Suchen in Jobsuchmaschinen und Online-Stellenbörsen. Erstere listen größtenteils sowieso nur die Arbeitgeber, die viel Geld in Image- und Employer-Branding-Kampagnen investieren und Jobsuchmaschinen sind sicherlich sehr hilfreich, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen und die größt mögliche Anzahl von Stellenangeboten zu finden, die der eigenen Qualifikation und Berufserfahrung entsprechen. Aber die eigenen kurz-, mittel- und langfristigen Karriereziele und Lebensziele muss man selber stecken. Bevor man daran gehen kann, sollte man allerdings den Status Quo genauer analysieren, sich selber etwa  folgende Fragen stellen und sich diese ehrlich beantworten.

    • Wie sieht meine private Lebensplanung für die nächsten fünf Jahre aus?
    • Habe ich eine Lebensvision, mit der meine Karriereplanung in Einklang bringen muss?
    • Stimmt meine Lebens- und Karriereplanung mit der meines Partners überein?
    • Was ist mir wichtiger als Erfolg?
    • Was will ich unbedingt in meinem Leben erreichen?
    • Was muss ich dafür tun?

    Wenn man sich selbst nicht ganz sicher ist bei der Bewertung der ein oder anderen beruflichen Situation, die gar nicht gut gelaufen ist, hilft oft, sich selber beispielhafte Situationen ins Gedächtnis zu rufen? Warum bin ich mit dem  Projekt damals nicht klar gekommen? Lag es an den Unstimmigkeiten mit dem Team, den Ansprechpartnern beim Team, dem Zeitdruck? Wie würde ich heute in der gleichen Situation handeln? Kann es sein, dass ich generell unter permanentem  Stress keine guten Ergebnisse bringe? Wenn ja, gibt es andere Beispiele? Ja gibt es! In welcher Tätigkeit außerhalb des Projektmanagements  könnte ich mit meiner Erfahrung und Qualifikation mehr Befriedigung und Anerkennung finden?

    Alle diejenigen, die mit ihrem Job eigentlich zufrieden sind und sich beim aktuellen Arbeitgeber gut aufgehoben fühlen, da er sie ausreichend fordert und fördert, sie wertschätzt und angemessen bezahlt, sich aber trotzdem dauerhaft gestresst fügen, sollten überlegen, wie sie mit ihrer Freizeit umgehen und ob es hier etwas zu ändern gibt. Oft neigen gerade im Job sehr engagierte und disziplinierte Menschen dazu, zu perfektionistisch mit ihrer Freizeit umzugehen. Work-Life-Balance kann nicht bedeuten, die freie Zeit genau so perfekt durchzutakten und möglichst „effizient“ zu nutzen. Erholungsphasen und Auszeiten, in denen man einfach nichts tut sind extrem wichtig und  gehören genauso zum Privatleben wie Sport und Aktivitäten mit Freunden.

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    Studenten 2011: ihre Wünsche, ihre finanzielle Situation, Ihre Prioritäten

    27. December 2011

    Was Studenten hierzulande bewegt, wollte der Studienförderer Deutsche Bildung auch in diesem Jahr wieder wissen. An der Umfrage Campus Barometer 2011 nahmen 3.510 Studenten verschiedener Studienfächer und Hochschulen aus ganz Deutschland teil.

    Studenten wissen ganz genau, was zufkünftige Arbeitgeber von ihnen erwarten. Sie sind sich bewusst darüber, wie wichtig Schlüsselkompetenzen, Praktika und zunehmend auch internationale Erfahrungen sind. Zu einem relativ hohen Anteil sind sie außeruniversitär engagiert oder zeigen Interesse, sich außerhalb der Hochschule zu engagieren. In der Realität überwiegt aber der Druck, den Anforderungen des Studiums zu entsprechen. Oft sind Studenten fokussiert darauf, ihr Studium so schnell und reibungslos wie möglich zu beenden.

    Viele würden gerne weniger jobben
    Die Nebenjobsituation ist fast genauso wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Studenten arbeitet neben dem Studium, davon 40 Prozent in fachfremden Nebenjobs, die ausschließlich dazu dienen, das Studium teilweise zu finanzieren, aber nichts mit dem zukünftigen Berufsziel zu tun haben.  Das finanzielle Budget ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Jobbende Studenten verdienen durchschnittlich 314 Euro pro Monat (Master: 362 Euro) durch Nebenjobs und arbeiten 11 Stunden pro Woche. Der Hälfte von ihnen sind das zu viele Stunden. 17 Prozent würden grundsätzlich gerne weniger arbeiten. Ein Drittel der Befragten würden am liebsten garnicht jobben, sondern sich auf ihr Studium   konzentrierenStudentenbarometern.

    Zu wenig Zeit für ehrenamtliches Engagement
    Dass der Druck im Studium groß ist, belegen auch die Ergebnisse zum außeruniversitären Engagement. Zeit- und Geldmangel sind die häufigsten Gründe für Studenten, sich nicht ehrenamtlich zu engagieren. Der Wunsch, den Stundenplänen zu entsprechen, ist stark ausgeprägt, was sich in der mangelnden Bereitschaft ausdrückt, zu Gunsten eines ehrenamtlichen Engagements länger zu studieren.

    Nur wenige können sich Auslandsaufenthalte leisten
    Ein ähnliches Bild ergibt sich in Sachen Auslandserfahrung. Studenten sind sich zwar bewusst über die Wichtigkeit von Auslandserfahrungen während des Studiums,  gehen aber auffallend selten ins Ausland. Die Bemühungen der Studienreform scheinen hier ins Gegenteil des Gewollten umzuschlagen. Hier spielt die finanzielle Situation von Studenten eine besonders hohe Rolle. Obwohl viele Studenten Auslandserfahrungen machen wollen,  können dies nur diejenigen realisieren, die das nötige Geld zur Verfügung haben. Wer ins Ausland geht, wird überwiegend von den Eltern unterstützt oder kann auf Ersparnisse zugreifen. Wer diese Finanzierungsquellen nicht hat, schreckt vor einem Auslandsaufenthalt zurück. Daraus kann man schließen, dass die von Arbeitgebern häufig geforderten internationalen Erfahrungen, nur diejenigen machen können, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügen.

    Seit 2007 fördert die Deutsche Bildung AG Studenten aller Fachrichtungen mit den Mitteln aus einem Studienfond. Damit verbunden ist für Geförderte die einkommensabhängige Rückzahlung der erhaltenen Studienförderung. Die gesamte Online-Befragung CampusBarometer 2011 steht zum Download auf www.deutsche-bildung.de.

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