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Punkten im Vorstellungsgespräch

Samstag, 13. Februar 2010

Tasse

Für Personalentscheider zählt meistens der erste Eindruck, den er vom Bewerber hat. Im Vorstellungsgespräch senkt sich der innere Daumen schnell, wenn der Bewerber durch sein Verhalten unangenehm auffällt. Wer nach einer schriftlichen Bewerbung zwar häufiger eingeladen wird, aber dann regelmäßig Absagen bekommt, sollte überlegen, ob es vielleicht daran liegt. Als schlechtes Benehmen gelten nicht etwa nur grobe Schnitzer wie Nasebohren oder schmutzige Fingernägel. In so heiklen Situationen wie Vorstellungsgesprächen kann man sich auch mit kleineren Faux-Pas ins Aus kicken.

Wenn Du das Bewerbungsgespräch mit zwei Personen geführst, sollte man nicht nur einen ansehen. Es ist ganz wichtig, die dritte Person einzubinden, sonst fühlt sie sich ignoriert. Aufmerksamkeit und Interesse signalisiert bereits die richtige Körperhaltung: Auch im Sitzen wendet man sich seinem Gesprächspartner immer zu.

Dabei gilt der „Nase-Nabel-Faktor“: Wer sein Gegenüber mit mehr als einer Zwischenbemerkung anspricht, dreht sich mit dem gesamten Oberkörper – „von der Nase bis zum Nabel“ – in seine Richtung. Die falsche Körperhaltung dagegen kann schnell provozierend wirken: Man sollte nicht den Lässigen raushängen lassen und sich auf den Stuhl fläzen. Wer korrekt, aber nicht zu steif sitzt, signalisiert: Ich nehme Euch ernst.

Für Vorstellungsgespräche absolut tabu ist die so genannte „Pavianhaltung“ – das häufig für Männer typische Sitzen mit breiten Beinen. Frauen sollten dagegen das „Mädchenschema“ vermeiden – dieses zaghafte Lächeln bei zur Seite geneigtem Kopf wirkt nicht souverän. Allerdings kann es leider immer noch schaden, wenn Frauen allzu „tough“ rüberkommen. Dem Gesprächspartner ins Wort fallen, geht gar nicht und gibt sofort Punkteabzug.

Am Ende des Bewerbungsgesprächs selber Fragen stellen
Bewerber sollten am Ende eines Vorstellungsgespräches die Chance nutzen, selbst Fragen zu stellen. Das ist absolut angebracht und zeigt, dass Du Dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast und Dir Gedanken gemacht hast. Schreibe dir Deine Fragen vor dem Vorstellungsgespräch auf und stelle alle Fragen, die sich nicht im Laufe des Gesprächs erledigt haben. Durch eigene am Schluss des Vorstellungsgespräches, hast du die Möglichkeit, noch mal zu punkten.
Du kannst dann zwar nicht mehr Deinen Gesamteindruck revidieren, hast aber die Möglichkeit, am Ende des Gesprächs einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Grundsätzlich tabu sind Fragen, die den Bewerber allzu spaßorientiert erscheinen lassen könnten – etwa nach den Urlaubstagen, zusätzlichen Vergütungen für Wochenendarbeit oder Ausgleich für Überstunden. Generell sind geschlossene Fragen – solche die nur ein „Ja“ oder „Nein“ zulassen – weniger gut.

Wer sich als Bewerber im ersten Gespräch gleich nach der Gehaltserhöhung nach der Probezeit fragt, macht was verkehrt. Besser ist es, sich beispielsweise nach der Firmenphilosophie zu erkundigen, oder auch nach der Wettbewerbssituation innerhalb der Branche.

Weitere Tipps und Artikel zu Themen wie Business-Knigge, Vorstellungsgespräch, Bewerbung u.v.m. findest Du auf: www.campushunter.de


Bessere Einstiegschancen durch eigenes Weblog

Dienstag, 5. Januar 2010

Gerade in Krisenzeiten erweist sich insbesondere für Hochschulabsolventen der Berufseinstieg als schwieriger verglichen mit den Boomzeiten am Arbeitsmarkt. In einer solchen Situation ist es für die Bewerber doppelt wichtig, sich ein Profil zu verschaffen, mit dessen Hilfe man sich absetzen kann. Da auch Personaler immer häufiger das Internet und hier die Suchmaschinen anstrengen, um die Angaben der Bewerber aus den Bewerbungsunterlagen zu überprüfen bzw. um weitergehenden Informationen zu recherchieren. Bei solchen Suchanfragen durch den potentiellen zukünftigen Arbeitgeber heißt es zu punkten. Ein Profil bei XING, Facebook oder Twitter kann jeder Bewerber schnell einstellen.

Ein eigenes Blog zu initiieren und regelmäßig mit Inhalten zu befüllen, ist allerdings schon eine sehr viel anspruchsvollere Angelegenheit. Einen besonders guten Eindruck macht  natürlich, wenn  ein  Bewerber ein eigenes Fachblog führt, das für die Branche relevant ist, in der sich der/die Absolvent/in bewirbt.

Aber auch für alle, die ihr Studium beendet haben,  bietet ein Fach-Blog schon im Vorfeld  auf die  Bewerbungsphase  eine tolle Möglichkeit für die Kontaktanbahnung mit potentiellen Arbeitgebern. Wer ein Fachblog zu welchem Thema auch immer betreibt, kann dieses immer auch als Türöffner nutzen. Als besonders effizient hat sich in der Blogosphäre das Medium „Interview“ erwiesen. Blogger kontaktieren gern relevante Ansprechpartner und schicken diesen Interviewfragen. Der Interviewte fühlt sich oft geschmeichelt und der Blogger erhält relevanten Content für sein Blog und er hat einen neuen, vielleicht sogar wichtigen Kontakt hergestellt.

Ein Weblog kann also zwei wichtige Funktionen erfüllen. Einerseits ist er ein Medium zur Erhöhung  der  Online-Reputation, die ja gerade in den Medien heftig diskutiert wird und nicht zu unterschätzen ist. Darüber hinaus vereinfacht ein Blog das Networking mit potenziellen Arbeitgebern.

Gastbeitrag von Klaus-Martin Meyer,  Dipl.-Kaufmann und Leiter Onlinemarketing. Dabei betreut er Online-Shops wie telefon.de und serviette.de