Artikel-Schlagworte: „Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen“

Bei Gehaltsverhandlungen kicken sich Frauen durch das Bescheidenheits-Gen oft ins Aus

Sunday, 21. August 2011

Das ist nicht neu: Frauen verdienen weniger als Männer. Und wer ist daran Schuld ?  Offensichtlich tragen die Frauen selber ein gutes Stück der Schuld. Darauf lässt zumindest das Ergebnis einer empirischen Untersuchung zum Thema „Arbeitgeberpräferenzen von Frauen“ schließen, die von den Veranstaltern der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen, in Auftrag gegeben.

  • nur für 17 Prozent der Frauen ist das Einstiegsgehalt ein sehr wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl
  • “Berufseinsteigerinnen ist der Zusammenhang zwischen eigener Leistung und angemessener Bezahlung nicht bewusst”, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work und Auftraggeberin der Studie
  • “Frauen holen ein zu niedrig verhandeltes Einstiegsgehalt nie wieder auf,” sagt Verhandlungsexpertin Claudia Kimich

Befragt wurden 182 Akademikerinnen bundesweit nach ihren Wünschen und Anforderungen an potentielle Arbeitgeber. Lediglich 17 Prozent der befragten Frauen betrachten das Einstiegsgehalt als sehr wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl, für 56 Prozent spielt das Einstiegsgehalt eine wichtige Rolle, für 23 Prozent ist es eher wichtig und 4 Prozent legen auf das Kriterium „Einstiegsgehalt“ überhaupt gar keinen Wert. Damit rutscht der Faktor „Einstiegsgehalt“ bei den Wünschen und Anforderungen von Frauen an potentielle Arbeitgeber im Gesamt-Ranking auf Platz 26.

„Das Ergebnis ist erschreckend“, kommentiert Melanie Vogel. „Offensichtlich ist vielen Frauen der Zusammenhang zwischen eigener Leistung und angemessener Bezahlung nicht bewusst. Die Untersuchung zeigt, dass gerade junge Frauen nicht verstehen, dass sie sich mit einem schlecht verhandelten Einstiegsgehalt auch schon für zukünftige Gehaltsverhandlungen schachmatt gesetzt haben.“

Niedriges Einstiegsgehalt – hoher Preis für die Karriere
Das bestätigt auch Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Autorin des Buches „Um Geld verhandeln“. „Bei der Einstiegsgehaltsverhandlung stellen Frauen die Weichen für ihr ganzes Berufsleben. Ein zu niedrig ausgehandeltes Anfangsgehalt holen sie nie wieder auf.“ Die Strategie, den Job erst einmal anzunehmen und die Konditionen später auszuhandeln – frei nach dem Motto: „Wenn der Chef sieht, wie fleißig ich arbeite, bietet er mir die Gehaltserhöhung schon von sich aus an.“ – geht ihrer Erfahrung nach nie auf. „Frauen stellen sich mit Bescheidenheit und Understatement selbst ein Bein, denn wer nichts fordert, bekommt auch nichts – und das gilt nicht nur für das Einstiegsgehalt“, gibt Melanie Vogel zu bedenken.

Weitere Infos zu Karrierethemen und kostenlose Webinare für Frauen auf www.womenandwork.de

Top Einstiegsgehälter für Absolventen

Thursday, 23. June 2011

Dass Hochschulabsolventen 2011 Spitzen-Gehälter erwarten können, ergab die aktuelle Gehaltsstudie von alma mater, der Personalberatung für akademische Nachwuchskräfte. Ganz weit vorn liegen die Einstiegsgehälter in den Branchen gehaltsstudieAutomotive, Elektrotechnik und Maschinenbau. Das liegt zum einen an der verbesserten Wirtschaftslage und zum anderen am Würgegriff des demographischen Wandels, der sich in einem immer größeren Fachkräftemangel spiegelt. Absolventen, die ihren Einstiegsjob bei einem Arbeitgeber der Automotive-Branche  finden, können mit einem Brutto-Jahresgehalt von durchschnittlich 48.000 Euro rechnen.  Die Top-Gehälter der Automobilbranche werden gefolgt von den Einstiegsgehältern im Maschinenbau mit rund 43.000 Euro und denen der Automobil-Zulieferer-Industrie mit circa  42.000 Euro brutto.

Laut Studie erreichen die Einstiegsgehälter für Absolventen mit durchschnittlich 40.097 Euro in diesem Jahr wieder das Niveau  vor der Wirtschaftskrise.  90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gaben an, in diesem Jahr Hochschulabsolventen einstellen zu wollen. Demzufolge kann man als Absolvent der von Arbeitgebern stark nachgefragten Studienfächer ganz entspannt in die Gehaltsverhandlungen einsteigen. Auch Absolventen mit Studienfächern, die nicht ganz oben auf der Arbeitgeber-Wunschliste stehen, haben immer bessere Einstiegschancen, wenn sie schon während ihres Studiums relevante Praxiserfahrung durch Praktika oder Jobs gesammelt haben.

An der Gehaltsstudie von alma mater beteiligten sich von Dezember 2010 bis März 2011 rund 900 Arbeitgeber.  Insgesamt kamen fast 4.700 Datensätze mit Gehaltsangaben zusammen, die auch die Angaben zur Vergütung von Praktika und Abschlussarbeiten beinhalteten.

Hier geht es zum Download der alma mater Gehaltsstudie 2011

http://www.alma-mater.de/img/almamater-PDF/Werbefrei-Auswertung-GStud_2011-final.pdf

Fragen zum Gehalt werden auf XING beantwortet

Thursday, 10. February 2011

MINTWelche Gehalterwartungen kann ich mit einem Bachelor-, Master-, Diplom- oder MBA-Abschuss verbinden? Wann ist für mich als Professional der richtige Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen? Für alle Fragen rund um das Thema Gehalt steht Heike Friedrichsen von PersonalMarkt, dem führenden Anbieter von Marktgehaltsdaten, den Mitgliedern der Jobguide-Gruppe „Wir sind MINT“ auf XING zur Verfügung. Ab sofort bis zum 22. Februar ist das Gehalts-Forum geöffnet. Die Beratung ist kostenfrei, einzige Bedingung ist die kostenlose Mitgliedschaft im Business-Netzwerk XING. Hier einloggen.XING_300dpi_claim

Hochschulabsolventen einstellen ja – höhere Einstiegsgehälter nein

Wednesday, 25. August 2010

Die aktuellen Jobperspektiven sind für Hochschulabsolventen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zwar gut, aber sie müssen mit einer höheren Konkurrenz rechnen. Das ergab eine  Arbeitgeber-Umfrage des Karrierenetzwerks CareerBuilder. 22 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den nächsten zwölf Monaten Hochschulabsolventen entstellen wollen, 78 Prozent hingegen wollen mit der Einstellung neuer Arbeitnehmer warten. 23 Prozent der Unternehmen, die Einstellungen planen, gehen davon aus, dass die Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen auf dem Niveau von 2009 liegen werden. Nur neune Prozent glauben, dass die Einstiegsgehälter steigen werden. Allerdings glaubt die Mehrheit (35 Prozent) der  einstellungswilligen Arbeitgeber, dass die Einstiegsgehälter von Absolventen niedriger sein werden als 2009. Die Umfrage wurde im April und Mai unter mehr als 130 Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen durchgeführt.