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Studenten 2011: ihre Wünsche, ihre finanzielle Situation, Ihre Prioritäten

Dienstag, 27. Dezember 2011

Was Studenten hierzulande bewegt, wollte der Studienförderer Deutsche Bildung auch in diesem Jahr wieder wissen. An der Umfrage Campus Barometer 2011 nahmen 3.510 Studenten verschiedener Studienfächer und Hochschulen aus ganz Deutschland teil.

Studenten wissen ganz genau, was zufkünftige Arbeitgeber von ihnen erwarten. Sie sind sich bewusst darüber, wie wichtig Schlüsselkompetenzen, Praktika und zunehmend auch internationale Erfahrungen sind. Zu einem relativ hohen Anteil sind sie außeruniversitär engagiert oder zeigen Interesse, sich außerhalb der Hochschule zu engagieren. In der Realität überwiegt aber der Druck, den Anforderungen des Studiums zu entsprechen. Oft sind Studenten fokussiert darauf, ihr Studium so schnell und reibungslos wie möglich zu beenden.

Viele würden gerne weniger jobben
Die Nebenjobsituation ist fast genauso wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Studenten arbeitet neben dem Studium, davon 40 Prozent in fachfremden Nebenjobs, die ausschließlich dazu dienen, das Studium teilweise zu finanzieren, aber nichts mit dem zukünftigen Berufsziel zu tun haben.  Das finanzielle Budget ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Jobbende Studenten verdienen durchschnittlich 314 Euro pro Monat (Master: 362 Euro) durch Nebenjobs und arbeiten 11 Stunden pro Woche. Der Hälfte von ihnen sind das zu viele Stunden. 17 Prozent würden grundsätzlich gerne weniger arbeiten. Ein Drittel der Befragten würden am liebsten garnicht jobben, sondern sich auf ihr Studium   konzentrierenStudentenbarometern.

Zu wenig Zeit für ehrenamtliches Engagement
Dass der Druck im Studium groß ist, belegen auch die Ergebnisse zum außeruniversitären Engagement. Zeit- und Geldmangel sind die häufigsten Gründe für Studenten, sich nicht ehrenamtlich zu engagieren. Der Wunsch, den Stundenplänen zu entsprechen, ist stark ausgeprägt, was sich in der mangelnden Bereitschaft ausdrückt, zu Gunsten eines ehrenamtlichen Engagements länger zu studieren.

Nur wenige können sich Auslandsaufenthalte leisten
Ein ähnliches Bild ergibt sich in Sachen Auslandserfahrung. Studenten sind sich zwar bewusst über die Wichtigkeit von Auslandserfahrungen während des Studiums,  gehen aber auffallend selten ins Ausland. Die Bemühungen der Studienreform scheinen hier ins Gegenteil des Gewollten umzuschlagen. Hier spielt die finanzielle Situation von Studenten eine besonders hohe Rolle. Obwohl viele Studenten Auslandserfahrungen machen wollen,  können dies nur diejenigen realisieren, die das nötige Geld zur Verfügung haben. Wer ins Ausland geht, wird überwiegend von den Eltern unterstützt oder kann auf Ersparnisse zugreifen. Wer diese Finanzierungsquellen nicht hat, schreckt vor einem Auslandsaufenthalt zurück. Daraus kann man schließen, dass die von Arbeitgebern häufig geforderten internationalen Erfahrungen, nur diejenigen machen können, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügen.

Seit 2007 fördert die Deutsche Bildung AG Studenten aller Fachrichtungen mit den Mitteln aus einem Studienfond. Damit verbunden ist für Geförderte die einkommensabhängige Rückzahlung der erhaltenen Studienförderung. Die gesamte Online-Befragung CampusBarometer 2011 steht zum Download auf www.deutsche-bildung.de.

Fleißig, ehrgeizig und ausgebrannt. Das Burnout-Syndrom geht um.

Freitag, 28. Oktober 2011

Entweder das Thema Burnout ist zurzeit ein medienübergreifender Selbstläufer oder die neue Volkskrankheit, die gerade flächendeckend gesellschaftsfähig wird. Denn nicht nur Karriere ambitionierte Manager und Fußballtrainer erkranken am Burnout-Syndrom, sondern auch immer mehr Schüler und Studenten fallen der neuen Zivilisationskrankheit  zum Opfer.

Nach der Statistik des Deutschen Studentenwerks von 2010 haben rund 23.200 Studenten die studentenwerkseigenen psychologischen Beratungsstellen aufgesucht. Mehr als doppelt so viele Hilfesuchende wie im Jahr 2003 berichteten von  bleierner Müdigkeit, undefinierbarer Angst, Konzentrationsstörungen und tiefer Traurigkeit.

Die  Betroffenen sind oft die  überdurchschnittlich Fleißigen  -  also genau diejenigen, die von Perfektionismus getrieben sind und alles im Leben auf die Reihe bekommen wollen:  Jobben, um das Studium wenigstens teilweise selbst finanzieren zu können; Praktika absolvieren, damit sie reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium hinbekommen. Da von künftigen Arbeitgebern erwartet wird, dass man sich ehrenamtlich oder in einer Studenteninitiative engagiert, wird das auch noch erledigt.  Zusätzlich verkünden Stellenangebote für Absolventen oft die  Botschaft: „Wir suchen die eierlegende Wollmilchsau“, denn überdurchschnittlich gute Noten sowie  Auslands- und Praxiserfahrung gehören zu den Standard-Anforderungen. Last but not least verschärfen die Auswirkungen der Hochschulreform inform von immer stärker verschulten Bachelor- und Masterstudiengängen, den Zeit- und Leistungsdruck im Studium zusätzlich.

Psychologin Birgit Rominger vom Berliner Studentenwerk betreut jährlich hunderte studentische Burnout-Patienten. Sie betont, dass alle Krankheitsgeschichten unterschiedlich sind, es jedoch für den  Heilungsprozess wichtig ist, den Alltag zu entschleunigen. Sie erarbeitet mit ihren Patienten eine Tagesstruktur, nachdem sie gemeinsam mit ihnen die Stress-Faktoren ergründet hat, die zum Burnout geführt haben. Vielleicht liegt die Chance für am Burnout erkrankte Studenten darin, dass sie  schon vor dem Start ins Berufsleben lernen, die Symptome zu erkennen und die Leistungsnotbremse rechtzeitig zu ziehen.

Auch Karriere ambitionierte Manager erkranken immer öfter am Burnout-Syndrom.  Seit 1994 hat sich die Zahl derer, die am Burnout und anderen psychischen Störungen erkrankt sind, verdoppelt. Besonders gefährdet, durch totale Verausgabung krank zu werden, sind Führungskräfte mit Personalverantwortung, da sie selbst Fürsorgepflichten haben und Verantwortung für andere tragen.

Und wer ist nun besonders gefährdet? Mazda Adli, Psychiater  an der Berliner Uniklinik Charité ist überzeugt davon, dass alle gefährdet sind, die sehr idealistisch und engagiert sind. Er glaubt auch, dass man einen drohenden Burnout verhindern kann, wenn man sich der stressfördernden Faktoren bewusst wird und sie in den Bereichen abbaut, wo sie nicht erfolgskritisch sind. Wer beispielsweise im Job oder Studium  perfektionistisch ist, sollte die Freizeit nicht auch noch komplett durchorganisieren. Außerdem tritt ein Burnout nicht über Nacht auf. Wer die einzelnen Entwicklungsphasen kennt, kann sich selbst beobachten und gegensteuern, behauptet Adli.

Phase 1:              Der eigene Erfolg steigert den Leistungswillen

Phase 2:              Der Stress macht sich zum ersten Mal bemerkbar

Phase 3:              Mit Härte gegen sich selbst, versucht man die alte Leistung wiederherzustellen

Phase 4:              Man steigert das Arbeitstempo erneut

Phase 5:              Psyche und Körper machen nicht mehr mit und streikt

Finanziert und gefördert durch’s Studium

Samstag, 14. November 2009

Du willst neben dem Studium weniger jobben und Dich mehr auf die Vorlesungen konzentrieren? Falls Du kein Stipendium bekommst oder Dein Bafög nicht ausreicht, könnte die Studienförderung der Deutschen Bildung eine Alternative in Sachen Studienfinanzierung für Dich sein.

Das Unternehmen fördert Studierende aller Fachrichtungen an staatlich anerkannten Hochschulen mit einer Mischung aus Studienfinanzierung und einem Guidance-Programm. Zwischen 100 bis maximal 1.000 Euro pro Monat kannst Du bei der Deutschen Bildung für Deine Studien- und Lebenshaltungskosten beantragen. Außerdem kannst Du als Geförderter mit einem persönlichen Login auf einem Online-Portal rund um Studium und Berufseinstieg surfen und an Vorträgen und Workshops teilnehmen. Zum Programm gehören Themen wie Bewerbung, Zeitmanagement oder Rhetorik, also lauter Dinge, die man für ein erfolgreiches Studium und das Berufsleben gut gebrauchen kann.

Anders als bei einem Bankkredit zahlst Du einkommensabhängig zurück, also einen festen Prozentsatz Deines späteren Bruttoeinkommens über einen festgelegten Zeitraum. Die Rückzahlung beginnt also erst, wenn Du tatsächlich in den Beruf eingestiegen bist. Diese Konditionen werden schon am Anfang Deiner Studienförderung individuell mit Dir vereinbart. Das heißt: Wie viel Du zurückzahlst hängt davon ab, wie viel Du später verdienst. Eine Überschuldung ist unwahrscheinlich.

Das Geld für diese Studienförderung stammt übrigens aus Studienfonds, in denen private Investoren Geld anlegen.
Wenn Du Dich für diese Studienfinanzierung interessierst, kannst Du Dich online auf der Webseite der Deutschen Bildung bewerben.

http://www.deutsche-bildung.de/studienfoerderung/studienfinanzierung.html

Autor: Stefanie Müller, Deutsche Bildung AG