Artikel-Schlagworte: „Karriere“
Dienstag, 20. Dezember 2011
Vielen Frauen sind sich nicht bewusst darüber, dass Mentoring ein wichtiges und nachhaltiges Tool für die Karriereentwicklung darstellt. Das ergab eine empirische Untersuchung unter 182 Akademikerinnen bundesweit nach ihren Arbeitgeberpräferenzen unter der Leitung von Professor Alfred Quenzler. Nur 27 Prozent der befragten Akademikerinnen betrachten das Angebot von Mentoring-Programmen als wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.
Für Arbeitgeber hingegen gewinnen Mentoring-Programme immer mehr an Bedeutung, um das Potenzial ihrer Mitarbeiter zu entwickeln – das liegt nicht nur an der aktuellen Diskussion um die Frauenquote, sondern auch am rasant fortschreitenden demographischen Wandel. Je weniger Führungsnachwuchskräfte nachrücken, desto mehr legen sich Unternehmen ins Zeug, potenzielle Mitarbeiter für sich zu gewinnen und Führungskräfte so lange wie möglich im eigenen Unternehmen zu halten. Ein Instrument zur Personalentwicklung ist das Mentoring.
„Mentoring als Karriere-Tool wird von den jungen Frauen völlig unterschätzt, teilweise sogar ignoriert“, sagt Melanie Vogel, Veranstalterin der women&work und Auftraggeberin der Untersuchung. „Mentoring hat unter jungen Frauen oft ein schlechtes Image, denn ihm lastet das Stigma der Förderung an. Viele Frauen realisieren nicht, dass ein Mentoring-Programm nicht nur den Wissensaustausch fördert, sondern auch eine wertvolle Basis für unternehmensinterne Netzwerke bildet, die beim späteren Aufstieg elementar wichtig ist.“
Die Erfahrung zeigt: Wer einmal an einem Mentoring-Programm teilgenommen hat, erkennt den großen Gewinn, den Mentoring für die persönliche wie die berufliche Entwicklung bedeutet. Mentoring ist ein Karrierekick“, sagt Kathrin Mahler Walther, Vorstandsmitglied und stellvertretende Geschäftsführerin der EAF | Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft. „Die Gespräche mit einer erfahrenen Führungskraft eröffnen jungen Talenten wertvolle Einblicke. Durch den persönlichen Austausch lernen sie informelle Karrierefaktoren und -mechanismen kennen und können an ihrer professionellen Weiterentwicklung arbeiten. Mentoring eröffnet zugleich den Zugang zu neuen Netzwerken und einem breiten Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern für den weiteren Karriereweg.“
Daher sollten besonders Absolventinnen und weibliche Young Professionals auf Jobsuche die Personalentwicklungsmaßnahmeneinzelner Unternehmen mal genauer unter die Lupe nehmen. Denn Mentoring im dem eigenen Unternehmen zu erfahren, kann zum wesentlichen Karriere-Turbo werden. Denn was das Netzwerken betrifft, stehen wir Frauen noch ziemlich am Anfang.
Schlagworte:Akademiker, Arbeitgeber, Arbeitgeber-Präferenzen, Arbeitgeberwahl, demographische Entwicklung, Diversity, Frauenquote, Führungsnachwuchskräfte, Karriere, Karriere-Netzwerke, Mentoring, Mentoring-Programme, Personalentwicklung, Young Professionals
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Freitag, 28. Oktober 2011
Entweder das Thema Burnout ist zurzeit ein medienübergreifender Selbstläufer oder die neue Volkskrankheit, die gerade flächendeckend gesellschaftsfähig wird. Denn nicht nur Karriere ambitionierte Manager und Fußballtrainer erkranken am Burnout-Syndrom, sondern auch immer mehr Schüler und Studenten fallen der neuen Zivilisationskrankheit zum Opfer.
Nach der Statistik des Deutschen Studentenwerks von 2010 haben rund 23.200 Studenten die studentenwerkseigenen psychologischen Beratungsstellen aufgesucht. Mehr als doppelt so viele Hilfesuchende wie im Jahr 2003 berichteten von bleierner Müdigkeit, undefinierbarer Angst, Konzentrationsstörungen und tiefer Traurigkeit.
Die Betroffenen sind oft die überdurchschnittlich Fleißigen - also genau diejenigen, die von Perfektionismus getrieben sind und alles im Leben auf die Reihe bekommen wollen: Jobben, um das Studium wenigstens teilweise selbst finanzieren zu können; Praktika absolvieren, damit sie reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium hinbekommen. Da von künftigen Arbeitgebern erwartet wird, dass man sich ehrenamtlich oder in einer Studenteninitiative engagiert, wird das auch noch erledigt. Zusätzlich verkünden Stellenangebote für Absolventen oft die Botschaft: „Wir suchen die eierlegende Wollmilchsau“, denn überdurchschnittlich gute Noten sowie Auslands- und Praxiserfahrung gehören zu den Standard-Anforderungen. Last but not least verschärfen die Auswirkungen der Hochschulreform inform von immer stärker verschulten Bachelor- und Masterstudiengängen, den Zeit- und Leistungsdruck im Studium zusätzlich.
Psychologin Birgit Rominger vom Berliner Studentenwerk betreut jährlich hunderte studentische Burnout-Patienten. Sie betont, dass alle Krankheitsgeschichten unterschiedlich sind, es jedoch für den Heilungsprozess wichtig ist, den Alltag zu entschleunigen. Sie erarbeitet mit ihren Patienten eine Tagesstruktur, nachdem sie gemeinsam mit ihnen die Stress-Faktoren ergründet hat, die zum Burnout geführt haben. Vielleicht liegt die Chance für am Burnout erkrankte Studenten darin, dass sie schon vor dem Start ins Berufsleben lernen, die Symptome zu erkennen und die Leistungsnotbremse rechtzeitig zu ziehen.
Auch Karriere ambitionierte Manager erkranken immer öfter am Burnout-Syndrom. Seit 1994 hat sich die Zahl derer, die am Burnout und anderen psychischen Störungen erkrankt sind, verdoppelt. Besonders gefährdet, durch totale Verausgabung krank zu werden, sind Führungskräfte mit Personalverantwortung, da sie selbst Fürsorgepflichten haben und Verantwortung für andere tragen.
Und wer ist nun besonders gefährdet? Mazda Adli, Psychiater an der Berliner Uniklinik Charité ist überzeugt davon, dass alle gefährdet sind, die sehr idealistisch und engagiert sind. Er glaubt auch, dass man einen drohenden Burnout verhindern kann, wenn man sich der stressfördernden Faktoren bewusst wird und sie in den Bereichen abbaut, wo sie nicht erfolgskritisch sind. Wer beispielsweise im Job oder Studium perfektionistisch ist, sollte die Freizeit nicht auch noch komplett durchorganisieren. Außerdem tritt ein Burnout nicht über Nacht auf. Wer die einzelnen Entwicklungsphasen kennt, kann sich selbst beobachten und gegensteuern, behauptet Adli.
Phase 1: Der eigene Erfolg steigert den Leistungswillen
Phase 2: Der Stress macht sich zum ersten Mal bemerkbar
Phase 3: Mit Härte gegen sich selbst, versucht man die alte Leistung wiederherzustellen
Phase 4: Man steigert das Arbeitstempo erneut
Phase 5: Psyche und Körper machen nicht mehr mit und streikt
Schlagworte:Absolventen, Arbeitgeber, Bachelor, Bachelor-Studiengänge, Berufseinstieg, Burnout, Burnout-Syndrom, Führungskräfte, Job, Jobben, Karriere, Manager, Master, Masterstudiengang, Masterstudiengänge, Pratkikum, Stellenangebote, Studentenorganisation, Studium
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Sonntag, 21. August 2011
Das ist nicht neu: Frauen verdienen weniger als Männer. Und wer ist daran Schuld ? Offensichtlich tragen die Frauen selber ein gutes Stück der Schuld. Darauf lässt zumindest das Ergebnis einer empirischen Untersuchung zum Thema „Arbeitgeberpräferenzen von Frauen“ schließen, die von den Veranstaltern der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen, in Auftrag gegeben.
- nur für 17 Prozent der Frauen ist das Einstiegsgehalt ein sehr wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl
- “Berufseinsteigerinnen ist der Zusammenhang zwischen eigener Leistung und angemessener Bezahlung nicht bewusst”, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work und Auftraggeberin der Studie
- “Frauen holen ein zu niedrig verhandeltes Einstiegsgehalt nie wieder auf,” sagt Verhandlungsexpertin Claudia Kimich
Befragt wurden 182 Akademikerinnen bundesweit nach ihren Wünschen und Anforderungen an potentielle Arbeitgeber. Lediglich 17 Prozent der befragten Frauen betrachten das Einstiegsgehalt als sehr wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl, für 56 Prozent spielt das Einstiegsgehalt eine wichtige Rolle, für 23 Prozent ist es eher wichtig und 4 Prozent legen auf das Kriterium „Einstiegsgehalt“ überhaupt gar keinen Wert. Damit rutscht der Faktor „Einstiegsgehalt“ bei den Wünschen und Anforderungen von Frauen an potentielle Arbeitgeber im Gesamt-Ranking auf Platz 26.
„Das Ergebnis ist erschreckend“, kommentiert Melanie Vogel. „Offensichtlich ist vielen Frauen der Zusammenhang zwischen eigener Leistung und angemessener Bezahlung nicht bewusst. Die Untersuchung zeigt, dass gerade junge Frauen nicht verstehen, dass sie sich mit einem schlecht verhandelten Einstiegsgehalt auch schon für zukünftige Gehaltsverhandlungen schachmatt gesetzt haben.“
Niedriges Einstiegsgehalt – hoher Preis für die Karriere
Das bestätigt auch Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Autorin des Buches „Um Geld verhandeln“. „Bei der Einstiegsgehaltsverhandlung stellen Frauen die Weichen für ihr ganzes Berufsleben. Ein zu niedrig ausgehandeltes Anfangsgehalt holen sie nie wieder auf.“ Die Strategie, den Job erst einmal anzunehmen und die Konditionen später auszuhandeln – frei nach dem Motto: „Wenn der Chef sieht, wie fleißig ich arbeite, bietet er mir die Gehaltserhöhung schon von sich aus an.“ – geht ihrer Erfahrung nach nie auf. „Frauen stellen sich mit Bescheidenheit und Understatement selbst ein Bein, denn wer nichts fordert, bekommt auch nichts – und das gilt nicht nur für das Einstiegsgehalt“, gibt Melanie Vogel zu bedenken.
Weitere Infos zu Karrierethemen und kostenlose Webinare für Frauen auf www.womenandwork.de
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Freitag, 22. Juli 2011
Mehr als 55 Arbeitgeber präsentieren sich in diesem Jahr auf der Talents in München. Und nicht nur das: Sie wollen junge Talente für ihre Unternehmen gewinnen. Die einzige Recruiting-Messe, die jedes Jahr außerhalb der vorlesungsfreien Zeit in München stattfindet, zieht jedes Jahr Absolventen und Young Professionals aus ganz Deutschland an. 
Wer sich noch für Bewerbungsgespräche bewerben möchte, kann das jetzt noch tun. Absolventen, die auf Jobsuche sind oder Studenten, die ein Unternehmen für ihre Abschlussarbeit suchen, sind auf der Talents gut aufgehoben. Denn an ein oder zwei Tagen gleich mehrere vereinbarte Bewerbungsgespräche führen und zudem noch mit vielen Personalern Gespräche am Stand ins Gespräch dkommen, bedeutet viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Das ist doch bestimmt zu unverbindlich. Genau das ist es im Fall der Talents nicht. Denn es handelt es sich um keine Massenveranstaltung, die Unternehmen überwiegend nutzen, um ihr Arbeitgeber-Image aufzupolieren, sondern eine Plattform, auf der sich beliebte Arbeitgeber den Bewerbern nicht nur vorstellen, sondern möglichst viele passende neue Mitarbeiter einstellen wollen. Die Recruiting-Messe steht Studenten, die ihr Studium innerhalb der nächsten 12 Monate beenden, Absolventen und Akademiker mit zu fünf Jahren Berufserfahrung der Fachrichtungen Wirtschafts, Ingenieur-, Natur- oder Geisteswissenschaftler sowie Informatikern und Juristen mit bis zu 5 Jahren Berufserfahrung offen. Zur Bewerbung geht es hier.
Außerdem gibt es eine Menge Workshops und Vorträge zu Bewerungs- und Karrierethemen wie International Bewerben, Vorstellungsgespräche, Verhandlungstechniken, Bewerbungsunterlagen-Checks und mehr. Die Teilnahme ist kostenlos!
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Sonntag, 3. Juli 2011

Ab sofort sind die aktualisierten und komplett überarbeiteten Karriere-Ratgeber Jobguide Germany, Jobguide Engineering und Jobguide Praktikum im Buchhandel und auf www.jobguide.de erhältlich. „Noch mehr Karriere-Ratgeber braucht kein Mensch“, mag mancher vielleicht denken. Im Großen und Ganzen ist das auch so, aber das Besondere an der Jobguide-Reihe ist, dass die Informationen zu Arbeitgebern, Branchen und Karriere von Journalisten erstellt werden. Mit Hilfe der Karriere-Klassiker können sich sowohl Hochschulabsolventen als auch (Young) Professionals und Experten ganz einfach einen Überblick darüber verschaffen, welche Arbeitgeber in diesem Jahr einstellen, was sie neuen Mitarbeitern zu bieten haben und wie es in bestimmten Branchen für Trends und Neuigkeiten gibt.
In allen drei Karriere-Ratgebern stellen Wirtschaftsjournalisten in Porträts Arbeitgeber vor: von der Struktur des Unternehmens über dessen Marktbedeutung bis zu Personalentwicklung und Karrierechancen – so erhält der Leser relevante Informationen, in welchen Bereichen Stellen zu vergeben sind und welche Anforderungen Bewerber erfüllen müssen. Zusätzlich profitieren Jobsuchende von den Branchen-Intros, in denen ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungstrends und eine Einschätzung der aktuellen Marktsituation gegeben wird.
Die redaktionellen Beiträge behandeln die wichtigsten Karrierethemen: Experten erklären, wie man mit der Bewerbung punktet, ein Assessment-Center gut übersteht und seine Karriere von Anfang an schlüssig plant und erfolgreich aufbaut.
Neben der Printausgabe sind die Karriere-Ratgeber auf dem Karriere-Portal www.jobguide.de auch als eBooks erhältlich. Hier werden die Gesamtausgaben noch durch regionale und branchenspezifische eBooks ergänzt, etwa den Jobguide Hamburg, Frankfurt und München sowie den Jobguide Consulting, Jobguide Automobil und Jobguide Pharma, Biotech, Chemie.
Der Verlag matchboxmedia legt dabei großen Wert auf guten Journalismus und unabhängige Berichterstattung – so werden keine PR Texte veröffentlicht, sondern interessante Arbeitgeber recherchiert und Unternehmen befragt. Herausgeberin Annette Eicker: „Qualifizierte Bewerber brauchen unabhängige Information und keine klischeehafte Werbung. Wir wollen bei der Jobsuche helfen und dem Leser Kriterien bieten, die er schnell vergleichen kann, um so für sich die beste Wahl zu treffen.“
Jobguide Germany portraitiert weit über hundert Arbeitgeber aus 19 verschiedenen Branchen. Jobguide Engineering konzentriert sich auf die Branchen, die für Ingenieure, ITler und Techniker besonders interessant sind. Jobguide Praktikum gibt Studenten einen guten Überblick über renommierte Arbeitgeber, die Praktika im In- und Ausland anbieten und Abschlussarbeiten betreuen.
Mehr über die neuesten Marktentwicklungen und Branchen-News bietet matchboxmedia außerdem monatlich in den JobguideXpress Newslettern, die man kostenlos auf www.jobguide.de abonnieren kann.
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Dienstag, 24. Mai 2011
Zum zehnten Mal haben in diesem Jahr Studenten ihre Lieblings-Arbeitgeber benannt. 22.000 Wirtschafts- und Naturwissenschaftler sowie Studenten der Informatik und Ingenieurwissenschaften gaben zwischen November 2010 und 2011 ihre Stimmen für die Befragung Die beliebtesten Arbeitgeber 2011, die einmal im Jahr von Universum Communications in Zusammenarbeit mit der Kölner Access Kelly OCG durchgeführt wird. Die teilnehmenden Studenten konnten aus einer Liste von 130 Unternehmen bis zu fünf Stimmen vergeben, aber auch eigene Arbeitgeber benennen, die in ihren Augen Top-Arbeitgeber sind.
Wie jedes Arbeitgeber-Ranking sollte man sowohl als Student auf Praktikumssuche als auch als Absolvent auf Jobsuche auch dieses durchaus kritisch unter die Lupe nehmen. Zum einen ist die Teilnahme an Arbeitgeber-Rankings, bei denen Preise vergeben werden, für Arbeitgeber kostenpflichtig. Darüber hinaus können Studenten nur Unternehmen bewerten, deren Namen oder Produkte sie kennen. Meiner Meinung nach ist das genau die Erklärung für die Top-Positionierung vieler Arbeitgeber: Sie haben tolle Produkte. Die bekannten und beliebten Produkt-Marken wirken sich positiv auf ihren Ruf als Arbeitgeber aus. Also ist es nicht verwunderlich, dass meistens beliebte Autobauer die top 10 Plätze belegen. Auch im Ranking von Universum vergaben Wiwis und Ingenieure den Spitzenplatz an Audi.
Der zweite Faktor, der sich ganz erheblich auf die Arbeitgeber-Rankings auswirkt ist die Größe beziehungsweise die Marktmacht eines Unternehmens. Große Konzerne benötigen viele Nachwuchsakademiker und haben große Personalmarketingbudgets. Da Konzerne auf vielen Hochschulmessen vertreten sind und oft intensiv Campus-Marketing betreiben, folgert man als Student oder Absolvent sehr schnell, dass diese Unternehmen auch tolle Arbeitgeber sind. Meines Wissens nach gibt es kein Ranking, das auf den Erfahrungen von Praktikanten beruht, die ein Unternehmen von innen heraus beurteilen könnten.
Das heißt nicht, dass man die Arbeitgeber-Rankings komplett ignorieren sollte und keinesfalls, dass alle gut gerankten Unternehmen keine guten Arbeitgeber sind. Letztendlich zählt jedoch: Welches Unternehmen passt zu mir, zu meinen Karriere- und Lebenszielen? Es gibt jede Menge mittelständische Unternehmen, bei denen man als Absolvent durchstarten kann, von Anfang an Verantwortung übernimmt, die Chancen auf einen Auslandseinsatz mittelfristig gut stehen und zudem eine gute Unternehmenskultur und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern herrscht. Auch kleinere und mittelständische Unternehmen sind immer häufiger auf Hochschul-Firmenkontaktgesprächen und Recruiting-Messen vertreten, denn die demographische Uhr tickt immer schneller. Man sollte jede Gelegenheit nutzen, beispielsweise auf Messen mit Unternehmensvertretern zu sprechen. Informationen aus erster Hand sind in dem Fall zwar noch kein Blick hinter die Unternehmenskulissen, helfen aber sicherlich, sich ein eigenes Bild von einem bestimmten Arbeitgeber zu machen.
Kritisch zu betrachten sind auch die laut Universum-Ranking schlecht platziertesten Arbeitgeber. Sie teilen sich in die Kategorien Unbeliebteste Arbeitgeber und Schlusslichter auf. Warum sind bestimmte Arbeitgeber laut Ranking unbeliebt? Weil man sie nicht kennt, da sie auf Messen und dem Campus nicht präsent sind? Schaut Euch doch einfach mal die Karriere-Seiten genau dieser Unternehmen an. Vielleicht könnte das ein oder andere Euer persönlicher top Arbeitgeber werden.
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Donnerstag, 5. Mai 2011
Vom 10. Mai bis zum 9. Juni ist das Jobmobil der Stuttgarter Personalvermittlung alma mater wieder auf Tour an 17 Hochschulen. Studenten und Absolventen haben dann einen Tag auf dem Campus ihrer Hochschule die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen checken zu lassen, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und an der alma mater Jobwall nach dem ersten Job nach dem Studium zu fahnden. Wer schon auf konkreter Jobsuche ist, kann sich im Vorfeld der Jobmobil Tour bei alma mater bewerben und dann direkt im Jobmobil ein
Bewerbungsgespräch mit einem Personalverantwortlichen führen. Denn Arbeitgeber kommen mit dem Jobmobil auf den Campus. Die Teilnahme ist kostenfrei. Parallel zur Jobmobil Tour finden kostenlose Webinare zu Karrierethemen wie Gehaltsverhandlung und Bewerben auf Messen statt.
Weitere Infos und den Tourplan findet Ihr hier.
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Dienstag, 8. März 2011
Als Mitteleuropäerin könnte man meinen, dass der 8. März nur noch dazu dient, auf die weltweit unterdrückten und die in Armut lebenden Frauen außerhalb Europas aufmerksam zu machen. Denn den Frauen hierzulande geht’s doch prima, wenn auch mit kleineren Einschränkungen. Rein statistisch betrachtet sind 23 Prozent aller Frauen schlechter bezahlt als Männer, was nicht gerade ein Aushängeschild für Deutschland ist. Dass zu wenig Frauen in den Chefetagen sitzten und die Frauenquote seit letztem Jahr heiß und kontrovers diskutiert wird, ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Ist das Jammern auf hohem Niveau? Offensichtlich nimmt man hierzulande und in angrenzenden europäischen Nachbarländern das Frauenthemen ganz schön ernst; zumindest am 8. März, wie ich bei einem kleinen Medienstreifzug feststellen konnte.
Der „Topless“ Flashmop, ein Autodafé der BHs, sorgte heute Morgen schon auf dem Wiener Stephansplatz für Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Jedenfalls eine ausgefallene und medienwirksame Idee, den Weltfrauentag zu begehen. Weniger originell hingegen finde ich die Forderung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der anlässlich des 100. Weltfrauentags eine größere Rolle von Frauen in der Wirtschaft fordert. Es sei enttäuschend und müsse geändert werden, dass in Europa noch zu wenige Frauen hohe Positionen in der Wirtschaft einnähmen. Gähn – das haben wir allmählich oft genug gehört. Auch nicht besonders aufregend finde ich die heutige Diskussion im nordrheinwestfälischen Landtag über die Einführung einer Frauenquote, auf die sich die Parteien nicht einigen können. Erstaunlich finde ich allerdings das Ergebnis einer Umfrage des Onlineportals www.forher.de und Durex zu Liebe und Partnerschaft unter 6.000 Frauen. Das überraschende Ergebnis lautet: Für 55 Prozent der befragten Frauen ist Liebe das wichtigste Kriterium bei der Partnerwahl. Das wäre mir ohne diese tiefgründige Befragung nie in den Sinn gekommen. Ein weiteres spektakuläres Ergebnis der Studie besagt, dass Männer nicht mit Geld und Statussymbolen die Herzen der Frauen erobern, sondern mit Liebe, Attraktivität und gutem Sex. Hört, hört!
Originell finde ich ebenfalls, dass die Süddeutsche Zeitung am Weltfrauentag den redaktionellen Fokus auf bekannte Machos legt und keinen geringeren als Putin im Cowboy-Outfit mit nacktem Oberkörper als Sportangler präsentiert. Ergänzt mit einem Zitat seiner Ehefrau Ljudmila, aus Putins Biographie (Putin: The Road to Power) entnommen: „”Er hat zwei Grundregeln. Erstens: Die Frau ist allein für den Haushalt verantwortlich, zweitens: Lobe deine Ehefrau nicht, sonst wirst du sie verderben.” Weil er so schwierig zu bekochen gewesen sei, habe sie in Sachen Kochen das Handtuch geworfen.
Zu guter letzt noch einen kurzen Blick auf die traurigen Ursprünge des Weltfrauentags. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik “Cotton” in New York in den Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.
Schlagworte:Equal Payday, Frauenquote, gleiche Bezahlung, Karriere, Weltfrauentag
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Samstag, 19. Februar 2011
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Menschen weniger leisten, wenn man ihnen keine Wertschätzung, kein Vertrauen und keinen Respekt entgegenbringt. Eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen ist daher eine der wichtigsten
Grundvoraussetzungen, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Diese Prämisse gewinnt an Bedeutung unter dem Druck des weltweiten Wettbewerbs um die Top-Talente und einer gefährlichen Mischung aus Fachkräftemangel und Überalterung der Gesellschaft, die in den Unternehmen heute schon zu Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe führt.
Ein wichtiger Aspekt in der aktuellen Diskussion um Fachkräftemangel und Demographie ist dabei die Rolle der Frau in der Arbeitswelt. Unternehmen erkennen, dass sie in eine positive Arbeitsatmosphäre investieren und den Nährboden für eine divers zusammengesetzte Belegschaft bereiten müssen, um Top-Talente gewinnen und an sich binden zu können. Unternehmen, die über ein vernünftiges System zur Führungskräfteentwicklung verfügen und dieses regelmäßig an neue Marktgegebenheiten und globale Wirtschaftsveränderungen anpassen, sind erfolgreicher und wachsen schneller als die Konkurrenz. Die zentrale Herausforderung für Unternehmen besteht heute und in Zukunft darin, eine frauen-, männer- und familienfreundliche Kultur zu schaffen, und die Arbeitswelt so zu organisieren, dass erfolgreich sein nicht bedeutet, bis abends um 10 Uhr im Büro sein zu müssen.
Autokraten sind out
In der Folge muss sich auch der Führungsstil unter dem Druck des globalen Wettbewerbs radikal ändern. Der einsame Autokrat, der allein über das Wohl und Wehe einer Abteilung oder eines Unternehmens entscheidet, hat ausgedient. Unternehmen bauen Hierarchien ab, beseitigen schwerfällige und bürokratische Strukturen, fördern ein kommunikatives, teamorientiertes Arbeiten, verlangen einen integrativen Management-Stil und schaffen genau in dem Moment, in dem mehr Frauen denn je weltweit am Arbeitsleben teilnehmen, ein Karriere-Umfeld, das die weiblichen Karriere-Werte widerspiegelt und weibliche Führungsstärken betont.
OECD und Europäische Kommission bescheinigen Frauen einen kollegialen Führungsstil, weniger Risikofreudigkeit, soziale Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und Überzeugungskraft. Zudem sind Frauen nicht hierarchisch geprägt. Der Faktor „Macht“, der in der Position einer Führungskraft mitschwingt, stößt viele Frauen intuitiv ab, denn sie agieren im Regelfall teamorientierter, kommunizieren mehr und teilen Informationen und Wissen. Diese weiblichen Attribute wurden lange Zeit als Schwäche gesehen und als wenig karriereförderlich im Sinne vom Aufstieg in höhere Management-Positionen.
Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen
Doch das könnte sich nun ändern. Die Karmasin Motivforschung aus Österreich stellte 2010 fest: Während in der Vergangenheit „Gewinnmaximierung“, „Stabilität“ und Festhalten an „Bewährtem“ zu den höchsten Werten zählte, sind heute Kreativität und Innovation gefragt sowie die Auseinandersetzung mit Kommunikation auf allen Ebenen. „Kooperativ, vielfältig und hierarchieunabhängig“, beschreibt eine aktuelle Studie der Hay Group diese neue Art der Führung und identifiziert Unternehmen mit der besten Führungskultur, unter anderem die Deutsche Bank, General Electric und Siemens. „Diese Unternehmen sind die Vorreiter einer Entwicklung weg von rein hierarchischen Organisationen zu Gunsten von mehr Entscheidungsfreiheit, Führung ohne formale Autorität und stärkerer Zusammenarbeit. Sie legen auch größeren Wert auf Vielfalt sowie auf geografische und kulturelle Belange“, so Andreas Randebrock, Leiter Leadership & Talent bei Hay Group in Deutschland. „Die Unternehmen aus unserer Studie schaffen es, eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen“, so Randebrock weiter. „Sie verfolgen eine eindeutige Strategie und eine klare Vision, definieren unmissverständliche Erwartungen und legen Leistungsziele fest, die messbar und erreichbar sind. Dabei erlauben sie den Führungskräften Handlungsfreiheit und zeigen Entwicklungsperspektiven auf, d.h. die Karrierepfade sind für jede einzelne Führungskraft transparent und nachvollziehbar.“
Dieser neue Führungsstil stellt gleichzeitig aber ganz neue Anforderungen an jetzige und zukünftige Führungskräfte. Gebraucht werden Führungspersönlichkeiten, die mitdenken, mitgestalten und ihre Meinung deutlich äußern können, die Initiative ergreifen und neue Ideen haben. Gleichzeitig müssen sie in der Lage sein, kooperativ zu führen, verschiedene Meinungen unter Berücksichtigung interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzter Teams zu akzeptieren und in einer einheitlichen Handlungsstrategie zu vereinen.
Unter „Leadership 2020“ hat Jeanne Meister, die amerikanische Autorin des Buches „2020 Workplace“ fünf geschlechtsneutrale Führungsfähigkeiten zusammengefasst, die sie in unserer modernen, hochtechnologisierten und globalen Arbeitswelt für zwingend erforderlich hält:
- Kooperatives Denken: Das Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen wird an Bedeutung gewinnen.
- Teamorientierung: Offenes Feedback, Entwicklungsmöglichkeiten, Weiterbildung und der Fokus auf jedes einzelne Teammitglied entscheiden über Erfolg oder Mißerfolg einzelner Mitarbeiter und damit des gesamten Teams
- Technische Affinität: Der Trend zu virtueller Führung wird die Arbeitswelt von morgen noch viel stärker beeinflussen. Der Umgang mit und die konsequente Nutzung von moderner Kommunikation wird zwingende Voraussetzung.
- Globales Denken und interkulturelles Bewusstsein: Führungskräfte benötigen interkulturelles Verständnis und die Fähigkeit, mit Menschen, Regierungen und Unternehmen verschiedener Kulturkreise zusammen arbeiten zu können.
- Zukunftsorientierung: Trends vorausschauen, neue Absatzmärkte erkennen und globale Entwicklungen erfassen, werden zu den wichtigsten Kompetenzen von Führungskräften zählen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Führen Frauen anders?“ findet am 14. Mai von 15:00 – 15:45 auf der Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen statt. Melanie Vogel, und Maryam Machdi, Rechtsanwältin beim Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE diskutieren mit Sehnaz Özden, Head of Corporate Employer Branding und Recruiting bei der Continental AG, Rainer Jensen, Director Learning & Development bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Claudia Schmies, Leiterin Produktionsmanagement und Customer Insights Management bei der RWE AG sowie Dr. Monika Henn, Diplompsychologin und Autorin des Buches “Die Kunst des Aufstiegs – Was Frauen in Führungspositionen kennzeichnet”.
Gastbeitrag von Melanie Vogel, Initiatorin des Messe-Kongresses women&work
Schlagworte:Coca Cola, Demographie, demographischer Wandel, Deutsche Bank, Fachkräftemangel, Frau in der Arbeitswelt, Frauen in Führungspositionen, Führungskultur, globaler Wettbewerb, Globalisierung, Karriere, Karriere-Netzwerke, Karriere-Werte, Karrieremesse, Karrieren-Netzwerk, Leadership, Netzwerke, Role Models, RWE, Siemens, Talent, Talent-Management, Teamorientierung, vernetztes Denken
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Samstag, 29. Januar 2011
Bei vielen Absolventen steht der Berufseinstieg über ein Traineeprogramm ganz oben auf der Karriere-Wunschliste. Traineeprogramme sind maßgeschneiderte Ausbildungsprogramme, mit denen Unternehmen hauptsächlich Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler und Naturwissenschaftler für unterschiedliche Positionen im Unternehmen fit machen wollen. Aber auch Geisteswissenschaftler haben oft gute Chancen, den Auswahlprozess für ein Traineeprogramm zu bestehen, so z. Bsp. bei der Allianz in unterschiedlichen Vertriebsprogrammen.
Nach den Ergebnissen einer Studie der Unternehmensgruppe Haniel werden Traineeprogramme bei rund 78 Prozent der deutschen Konzerne durchgeführt, am häufigsten in den Bereichen Finance/Controlling (43 Prozent). Bei den Einstellungskriterien werden die Soft Skills oft höher bewertet als die akademischen Qualifikationen. Für mehr als die Hälfte der Arbeitgeber ist Teamfähigkeit ein wichtiger Faktor bei der Einstellung, 49 Prozent nennen außerdem Eigeninitiative und Motivation. Trotzdem ist der akademische Abschluss für 45 Prozent der Befragten die entscheidende Voraussetzung. Bei der Auswahl der Trainees nutzen rund 71 Prozent der Unternehmen ein internes Assessment Center.
Jedoch klaffen die Erwartungen an ein Traineeprogramm bei Absolventen und Unternehmen oft auseinander, was die Inhalte von Traineeprogrammen betrifft. Ein Drittel der Unternehmen legt bei ihren Programmen besonders auf die Personalentwicklung, praktische Erfahrungen im Unternehmen und Auslandsaufenthalte. 46 Prozent der Absolventen wünschen sich hingegen eine persönliche Betreuung und 35 Prozent vor allem die Vermittlung von Fachwissen.
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