Artikel-Schlagworte: „Lebenslauf“
Sunday, 29. January 2012
Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum Vollzeitjob.
Egal welchen Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.
Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen, führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“
Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.
Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?
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Monday, 7. November 2011
Vom 8. bis zum 10. November findet die 13. konaktiva in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Große- und mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen präsentieren sich auf der Unternehmenskontaktmesse Studenten und Absolventen aller Fachrichtungen und haben Praktika, Stellen für Abschlussarbeiten und Einstiegsjobs nach dem Studium im Gepäck. Die konaktiva ist an allen drei Messetagen von 9:30 Uhr bis 16:30 für Besucher geöffnet.

In diesem Jahr stellen sich 210 Arbeitgeber vor. An allen drei Messetagen gibt es Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Themen rund um die Bewerbung, Karriere und den erfolgreichen Berufseinstieg. Eine gute Gelegenheit, mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen und sich einen Überblick über die aktuellen Einstiegsjobs für Absolventen zu verschaffen. Wer die Messe effektiv nutzen möchte, bringt am besten Bewerbungsunterlagen, zu mindest aber einige Lebensläufe mit.
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Friday, 21. October 2011
Facebook hat in Deutschland ca. 18. Millionen Fans, Xing ca. vier Millionen Mitglieder und das in Deutschland noch nicht so häufig genutzte Business-Netzwerk, LinkedIn, um die 1,3 Millionen. Personaler diskutieren in Blogs, auf Personal-Messen und in Personalfachmedien darüber, ob es Sinn macht, potenzielle Bewerber über Social Media-Kanäle anzusprechen. Immer mehr Unternehmen nutzen Facebook zur Ansprache von Studenten und Absolventen. Aber wie finden das die Studenten und Absolventen? Möchten Sie Facebook & Co. ausschließlich privat nutzen oder betrachten sie WEB 2.0-Plattformen als neue Jobbörsen?
Einschlägige Karriere-Ratgeber legen Bewerbern ans Herz, auf ihre Online-Reputation acht zu geben, weil Recruiter Facebook & Co. nach Fehltritten durchforsten, um herauszufinden, ob sich der positive Eindruck, den die Bewerbungsunterlagen vermitteln, sich auch im privaten Web 2.0-Umfeld bestätigt. Fast 50 Prozent der Personaler googlen im Internet nach Bewerberdaten, 21 Prozent der Personaler fahnden auf XING und LinkedIn nach CVs und 19 Prozent durchforsten private, soziale Netzwerke wie Facebook. Das fand der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (BITKOM) in einer aktuellen Befragung unter 1500 Geschäftsführern heraus. Nicht gesellschaftsfähige Partyfotos oder politische Äußerungen können trotz guter akademischer Qualifikationen und weiteren auf dem Arbeitsmarkt gefragten Qualitäten den guten Ruf schnell zerstören.
Im Rahmen seiner Social Media Studie befragte die Unternehmensberatung Kienbaum in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres 1155 Absolventen, Studenten und (Young) Professionals unterschiedlicher Fachrichtungen nach ihrem Nutzungsverhalten bei der Jobsuche im Internet. Die Mehrheit (93 Prozent) der Teilnehmer waren zwischen 18 und 35 Jahren. Der Studie zufolge suchen die meisten Umfrageteilnehmer auf den Karriere-Websites von Unternehmen nach Jobs. Die Mehrheit der Befragten empfindet die Präsenz von Unternehmen in privaten Social Networks als eher negativ. Haben Arbeitgeber diese Botschaft nicht verstanden? Statt sich auf XING und ihre Karriere-Websites zu konzentrieren, richten immer mehr Unternehmen eine Fanpage ein. Da es ich um eine repräsentative Umfrage handelt, kann man davon ausgehen, dass die Mehrheit der Studenten, Absolventen und Young Professionals keinen Vorteil darin sehen, dass Arbeitgeber im privaten Social-Media-Umfeld zukünftige Mitarbeiter ansprechen oder rekrutieren wollen.
Wenn Arbeitgeber diese Botschaft aber nicht verstehen wollen und weiterhin ihre Social Networking-Aktivitäten ausbauen, ist umso wichtiger darauf zu achten, was man wo postet. Denn jeder ist irgendwann mal als Bewerber unterwegs.
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Tuesday, 13. September 2011
Der Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben sind die Unterlagen, mit denen man sich als Bewerber selbst vermarkten will. Daher sollen sie die fachlichen Qualifikationen, die eigenen Stärken und besondere Kenntnisse ins rechte Licht rücken. Doch Vorsicht mit Übertreibungen oder Lügen. Der Personaldienstleister Robert Half befragte im Rahmen der Studie Workplace Survey 2.400 Personal- und Finanzprofis in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ob sie Angaben in Bewerbungen über ausgezeichnete Sprachkenntnisse, exzellenten Softwarekenntnissen und Führungsfähigkeiten ohne weiteres Glauben schenken.
Wird im Lebenslauf von ausgezeichneten Sprachkenntnissen, Führungsfähigkeit, umfangreicher Auslandserfahrung, excellenten Softwarekenntnissen etc. gesprochen, wird diesen Angaben von HR-Managern in Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht immer Glauben geschenkt. Das ist das Ergebnis der Studie Workplace Survey vom Personaldienstleister Robert Half, der über 2.400 Personal- und Finanzprofis in 13 Ländern befragt hat.
Kritik und Misstrauen
Vor allem in Hinblick auf die Managementfähigkeiten der Bewerber sind Personalverantwortliche kritisch. 40 Prozent der österreichischen, 39 Prozent der deutschen, und 36 Prozent der Schweizer Recruiter gehen davon aus, dass Bewerber in ihrem alten Job weniger Verantwortung hatten als sie behaupten. Auch was die genauen Aufgaben der früheren Stelle angeht, so glauben die Hälfte der österreichischen HR-Manager und ein Drittel der Deutschen und Schweizer Kollegen den Angaben im CV nicht. Auch den Gründen für den Jobwechsel stehen sie skeptisch gegenüber. Wenn Personaler also unwahre Aussagen in den Bewerbungsunterlagen vermuten, sollten sie nach Referenzen des Bewerbers fragen. Ist der Bewerber einverstanden, dass der potenzielle Arbeitgeber vorherige Arbeit- oder Praktikumsgeber befragt, hat er in der Regel nichts zu verbergen.
Fachwissen zählt
In erster Linie zählen laut Studie die fachlichen Qualifikationen der Bewerber. Vor allem die Qualifikationen - besonders Fachwissen und Berufserfahrung – der Bewerber sind für die Personalverantwortlichen wichtig.
Generelle Skepsis herrscht unter HR-Managern bei den Angaben über:
- Sprachkenntnisse
- Softwarekenntnisse
- Verantwortung bei der Mitarbeiterführung
- Gründe für den Jobwechsel
- Genaue Aufgaben zum letzten oder aktuellen Job
Als Bewerber sollte man sich und seine Fähigkeiten weiterhin so positiv wie möglich darstellen, allerdings alle Angaben kritisch hinterfragen und sich selbst die Frage beantworten, ob z. B. fließende Englischkenntnisse auch noch fließend sind, wenn ein Teil des Vorstellungsgesprächs unangekündigt auf Englisch stattfindet.
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Wednesday, 27. July 2011
Es gibt viele Ratgeber und Anleitungen mit Ratschlägen, Vorlagen und Rezepten für den angeblich perfekten Lebenslauf. Der einzige, der Deinen Lebenslauf optimieren kann, bist nur Du! Der Lebenslauf, auch CV genannt, ist das Kernstück Deiner Bewerbung, weil er immer zuerst gelesen wird. In diesem Beitrag findest Du Kriterien, die Du beachten solltest, wenn Du einen Lebenslauf erstellst. Wenn Du die Tipps als Checkliste betrachtest und umsetzt, um Deinem CV den letzten Schliff zu geben, hast Du die besten Chancen, um das Interesse des Personalers zu wecken.
1. Die persönliche Daten – was muss hinein, was nicht?
Die persönlichen Daten beinhalten Name und Adresse, eine Telefonnummer unter der Du durchgängig erreichbar bist und Deine Emailadresse. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Altersangabe, Familienstand, Religionszugehörigkeit und Foto nicht mehr erforderlich. Das bedeutet, Du entscheiden selbst, ob Du diese Angaben machen willst und den Bewerbungsunterlagen ein Foto hinzu fügst.
Das Bewerbungsfoto gehört in Deutschland immer noch zum Standard. Solltest Du dich dafür entscheiden, lass es bitte einem Fachmann machen – auf gar keinen Fall von einem begnadeten Hobby-Fotograf aus Deinem Freundeskreis. Zum Fototermin solltest Du so gekleidet sein wie zum Bewerbungsgespräch: also in Schlips und Kragen beziehungsweise Hosenanzug oder Kostümchen. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, was die Kleiderordnung betrifft: Start-Ups oder Agenturszene. Aber generell gilt: lieber overdressed als underdressed.
2. Die Berufserfahrung – durch Übersichtlichkeit punkten
Wenn Du Dich für die antichronologische Form entscheiden, steht Ihre aktuelle oder letze Tätigkeit an oberster Stelle. Diese Reihenfolge erleichtert die Arbeit des Recruiters erheblich, wenn er Deinen Lebenslauf liest. Versetzt dich in seine Lage. Er muss für die Besetzung einer einzigen Stelle jede Menge Lebensläufe lesen. Ihn interessiert hauptsächlich, in wieweit Deine jetzige Tätigkeit relevant für die offene Stelle ist. Sollte es um den ersten Job nach Deinem Studienabschluss handeln, kannst Du auch für die Bewerbung relevante Praktika an den Anfang stellen. Dazu mehr unter 7.
3. Studium und Ausbildung – zählt nur die akademische Bildung?
Unterschätze nicht den Stellenwert einer Ausbildung vor dem Studium. Falls Du vor Deinem Studium eine Ausbildung beendet hast, wertet das Deinen Lebenslauf auf. Besonders als Absolvent ist eine Ausbildung ein guter Ausgleich für mangelnde akademische Berufserfahrung – auch wenn Ihre Ausbildung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Studium steht.
4. In der Kürze liegt die Würze?
Je nachdem wie viel Berufserfahrung man vorweisen kann, sollte der Lebenslauf maximal zwei bis drei Seiten umfassen. Die Länge hängt von der Anzahl der unterschiedlichen Tätigkeiten ab. Als Absolvent reichen in der Regel ein bis zwei Seiten. Das ist allerdings kein Gesetz. Wer viel berufliche Praxis durch Praktika gesammelt hat, längeren Auslandsaufenthalte oder –semester vorweisen kann, braucht genügend Platz um diese Fakten zu Papier zu bringen. Wer allerdings durch die Auflistung mehrerer irrelevanter Nebenjobs auf zwei Seiten kommt, erreicht das Gegenteil von Interesse beim Recruiter.
5. Der erste Eindruck zählt – oft entscheiden Sekunden
Gib dem Personaler die Chance, schnell zu erfassen, warum Du der geeignete Kandidat für die zu besetzende Stelle bist. Das erhöht Ihre Chancen, im Bewerbungsprozess in die nächste Runde zu kommen. In der Regel liest der Entscheider zunächst den Lebenslauf, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wenn ihm schon beim flüchtigen Lesen relevante Informationen zur fachlichen und persönlichen Qualifikation ins Auge springen, wird er den Lebenslauf erneut zur Hand nehmen, um sich endgültig davon zu überzeugen, dass Du die erforderlichen Kriterien erfüllst.
6. Mut zur Lücke? Ehrlichkeit währt am längsten?
Sollte es eine Lücke von mehr als drei Monaten in Deinem Lebenslauf geben, musst Du entscheiden: Mut zur Lücke oder dezent kaschieren. Werde Dir klar darüber, ob Du zu dieser Lücke stehst, wie sie sich auf Dein Leben, Studium und Deine Berufserfahrung ausgewirkt hat, welche Chancen daraus entstanden sind und so weiter. Trage in eine Liste ein, was dafür und was dagegen spricht, diese Lücke im Lebenslauf zu erwähnen. Solltest Du Dich für die Wahrheit entscheiden, dann formuliere positiv. Wenn Du beispielsweise längere Zeit ohne Job warst oder nach dem Studium einige Monate gebraucht hast, den ersten Job zu ergattern, führe stichpunktartig auf, wie Du die unfreiwillige Freizeit für Weiterbildungsmöglichkeiten – etwa den Ausbau von Programmier- oder Sprachkenntnissen genutzt hast. Warst Du längere Zeit krank, dann beschreibe, wie sich Dein Leben nach der Krankheit positiv verändert hat, dass Du gesund bist und viel dafür tust, gesund zu bleiben.
7. One fits all? Ein Lebenslauf für alle Bewerbungen?
Einen Lebenslauf für mehrere Bewerbungen verwenden –schön wär‘s. Aber am Lebenslauf ändert sich doch nichts? De facto ist das richtig. Da der Lebenslauf aber immer vor dem Motivationsschreiben gelesen wird, kannst Du die für die Stelle relevante Informationen betonen und nach vorne rücken. Nur wenn der Personalentscheider auf den ersten Blick eine Übereinstimmung Deiner Qualifikationen mit den Anforderungen des Stellenprofils feststellt, wird er sich weiter mit Deinen Bewerbungsunterlagen beschäftigen. Also komme ihm entgegen, indem Du ihm diese Informationen in der Reihenfolge zur Verfügung stellst wie sie im Stellenprofil aufgeführt sind.
Interpretierst Du z. B. der Anzeige so, dass die akademische Bildung wichtiger ist als die Berufserfahrung, positionierst Du den Abschnitt Studium vor dem Teil Berufserfahrung. Du bist der Meinung, dass ein bestimmtes Praktikum ausschlaggebend dafür ist, dass Du für die Stelle der oder die Richtige bist. Dann beschränke Dich nicht auf die reine Funktionsbeschreibung und der Zeitangabe. Beschreibe diese Tätigkeit ausführlicher als andere.
Und jetzt ran an die nächste Bewerbung! Und noch ein Tipp zum Schluss: Bitte jemand, den Lebenslauf Korrektur zu lesen. Denn: Je öfter man eigene Texte gelesen hat, desto häufiger übersieht man Rechtschreib- und Kommafehler.
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Saturday, 22. January 2011
Jede Frau weiß, dass eine ansprechende Bewerbung der Türöffner für ein Gespräch mit dem Wunscharbeitgeber ist und somit ein wichtiger Schritt für den Berufseinstieg oder den Jobwechsel. Dennoch zeigen viele Frauen eine gewisse Scheu, wenn es darum geht, die eigenen Stärken, Talente und Qualifikationen zu bewerben. Dabei ist im Bewerbungsprozess die (Be-)Werbung in eigener Sache das Wichtigste für ein erfolgreiches Selbstmarketing.
“Unwissenheit über die Anforderungen an die ‘richtige’ Bewerbung führt häufig zu Unsicherheiten und Ängsten, die sich oftmals durch den gesamten Bewerbungsprozess ziehen”, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, dem Messe-Kongress für Frauen, der am 14. Mai 2011 erstmalig in Bonn stattfindet. “Dabei ist die Bewerbung bei ganz sachlicher Betrachtung nicht mehr als eine nutzerfreundliche Zusammenstellung des eigenen Werdegangs (Lebenslauf) und ein freundlicher Geschäftsbrief, in dem sich die Bewerberin als Mitarbeiterin empfiehlt (Anschreiben). Zeugnisse und Qualifikationen, die mitgeschickt werden, untermauern lediglich die ‘technischen Daten’ aus dem Lebenslauf.“
Was aber gehört alles in eine Bewerbung und wie können Frauen mit ihrer Bewerbung aus der Vielzahl der Mitbewerber herausstechen?
Barbara Klunker, Fachbereichsleiterin bei der DIS AG, ist davon überzeugt, dass Frauen sich nicht grundlegend anders bewerben müssen als Männer. “Das A und O für jeden Bewerbungsprozess ist, dass Frauen, ebenso wie Männer, ihre Stärken kennen, wissen was sie wollen und dies auch authentisch vertreten.” Sie rät zu dem Bewerbungs-Motto, lieber eine Absage für die Person zu bekommen, die man sei, als eine Zusage für die Person, die man vorgegeben hat zu sein.
Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbungsmappe und hat zwei wichtige Funktionen: Einerseits soll es die Motivation der Bewerberin deutlich machen, für diesen Arbeitgeber arbeiten zu wollen und zum anderen sollten Bewerberinnen im Anschreiben ihre Persönlichkeit transportieren. Es ist daher wichtig, dass Frauen in ihrem Anschreiben immer auch auf Daten und Erfahrungen aus ihrem Leben zurückgreifen und diese als konkrete Beispiele präsentieren. Es ist notwendig, dass sich Frauen darüber Gedanken machen, was sie als Person für dieses Unternehmen leisten können und welche Vorteile das Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit ihnen hat.
Bei der Erstellung des Lebenslaufs ist es wichtig darauf zu achten, dass er optisch gut gestaltet, gut strukturiert und schnell zu erfassen ist. Insbesondere bei Berufserfahrung, Praktika oder Nebenjobs dürfen und sollten Bewerberinnen mit kurzen Stichpunkten die wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Station nennen. Sie ermöglichen dem Leser eine schnelle Übersicht über die vorhandenen praktischen Erfahrungen.
„Frauen neigen dazu, in ihren Bewerbungsunterlagen die Understatement-Strategie zu verfolgen. Sie unterschätzen die Bedeutung der einzelnen Stationen im Lebenslauf und führen diese nicht auf. Oft sind es aber interessante Tätigkeiten neben dem Studium, die ein Bewerberprofil bereichern und die Kandidaten voneinander unterscheiden“, sagt Joanna Rusin-Rohrig, Regional Marketing Manager DACH bei Universum Communications.
Frauen müssen sich also, genau wie ihre männlichen Mitbewerber, bei der Erstellung der Bewerbungen bewusst sein, wer sie sind, was sie können, wo ihre Stärken liegen und – ganz wichtig – was ihre beruflichen Ziele und Wünsche sind. Melanie Vogel empfiehlt, bei der Erstellung der Bewerbungsmappe mit viel gesundem Menschenverstand vorzugehen und darauf zu verzichten, Bewerbungsbücher zu wälzen oder Musterlebensläufe und -anschreiben zu nutzen. „Bewerbungsbücher verleiten nur dazu, Sätze oder Textblöcke zu kopieren. Das eigentliche Ziel, dass Bewerberinnen sich mit sich selbst beschäftigen und ihre Karrierewünsche und Ambitionen in eigene Worte fassen, wird damit untergraben. Individualität und Authentizität gehen dabei verloren. Das führt dann zu den so unbeliebten, stromlinienförmigen Bewerbungen, die von den Personalverantwortlichen zu Recht zunehmend kritisiert werden.” Barbara Klunker gibt den generellen Rat, Freunde, ehemalige Kollegen oder Menschen, die einem kritisch aber offen gegenüberstehen, zu seinen Stärken und zu seinen Bewerbungsunterlagen zu befragen. „Der Blick von außen kann Wunder bewirken.“
Fazit:
Bewerberinnen nehmen im Vorfeld eine ehrliche Eigenanalyse vor und überlegen sich ganz genau, in welchen Bereichen sie vermutlich langfristig motiviert und mit Spaß arbeiten werden und welche Branchen und Unternehmen ihnen dieses Arbeitsumfeld am ehesten bieten können. Diese Motivation und dieser Eigenantrieb spiegeln sich im Anschreiben und werden durch einen optisch gut strukturierten und übersichtlichen Lebenslauf untermauert. Die authentische Bewerbung ist der erste Schritt zur optimalen Eigenvermarktung, denn nur mit ihr können Frauen offensiv nach außen auftreten und erfolgreiche Eigenwerbung machen.
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Monday, 10. May 2010
Nach dem Motto “Karriere beginnt auf dem Campus” hält das Jobmobil von alma mater, der Karriereberatung und Personalvermittlung, vom 18.05. bis zum 16.06.2010 jeweils einen Tag an 14 unterschiedlichen Hochschulstandorten.
Top-Arbeitgeber präsentieren sich auf dem Campus und bieten Praktika, Abschlussarbeiten und Festanstellungen für akademische Nachwuchskräfte.
Erfahrene Karriere-Coaches unterstützen den Spurwechsel vom Studium in die Praxis mit
Beratungen
Interviews
Bewerbungstrainings
Infos zu Einstiegsgehältern
Wo das Jobmobil wann hält erfahrt Ihr hier
Schlagworte:Bewerbung, Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsunterlagencheck, Jobs für Hochschulabsolventen, Karriere-Event, Lebenslauf, Praktikum, Recruiting-Event
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Tuesday, 13. April 2010
Die Selbstvorstellung kommt in jedem AC vor. Anhand dieser sogannten Einzelübung beurteilt der potenzielle Arbeitgeber nicht nur Deine Ausdrucksweise und Selbstsicherheit, sondern auch, wie souverän Du Dich sich vor einem Publikum präsentierst und ob Du Dein akademisches Fachwissen allgemein verständlich vermitteln kannst. Mit einer überzeugenden Selbstvorstellung kannst Du aber auch im Vorstellungsgespräch und im Gespräch mit einem Personaler auf einer Firmenkontaktmesse an Deiner Hochschule oder auf einer Recruitingmesse punkten.
Bei der Selbstvorstellung handelt es sich eindeutig um eine Übung, in der Du als Einzelkämpfer gefragt bist und Dich die Beobachter genau aufs Korn nehmen. Dein Vorteil: Auf diese Übung kannst Du Dich intensiv vorbereiten und dann der Situation entspannt begegnen.

Eine Trockenübung kann folgendermaßen aussehen: Du willst Dich den fiktiven Teilnehmern in fünf Minuten vorstellen. Dazu nimmst Du Dir 20 Minuten Vorbereitungszeit.
Zuerst erläuterst Du, nachdem Du Dich kurz vorstellt hast, die Schwerpunkte Deines Studiums, die Aufgabenbereiche während eines oder mehrerer Praktika und Deine beruflichen Ziele. Die letzten zwei Minuten solltest Du nutzen, um authentisch zu vermitteln, was Deine Persönlichkeit ausmacht und über welche Softskills Du verfügst. Sportarten, Die Du schon lange betreibst belegen beispielsweise Deine Ausdauer und Dein Durchhaltevermögen, Ehrenämter Dein soziales Engagement . Du trainierst eine Jugendmannschaft in einem Sportverein – super, denn das ist ein Beweis für Deine Führungsqualitäten. Wenn Du Mitglied einer Band bist, sagt das viel über Deine Teamfähigkeit aus. Unterschätze diesen Teil nicht, denn hier erfahren die Personalverantwortlichen am meisten über Deine Persönlichkeit. Achtung: Die einzelnen Punkte Deiner Selbstvorstellung sollen mit Deinem Lebenslauf übereinstimmen! Du kannst Dir auch zur Verstärkung Deiner Selbstsicherheit Stichwörter auf einen Zettel schreiben und diesen während der Präsentation in der Hand halten. Das macht einen professionellen und strukturierten Eindruck, vorausgesetzt, Du schaust nicht ständig auf den Zettel.
Die Selbstvorstellung im Assessment-Center ist eindeutig eine Stresssituation. Aber je öfter Du die Situation vorher simuliert hast, desto routinierter gehst Du mit ihr um. Der Ablauf und die Inhalte Deiner Selbstpräsentation verinnerlichst Du mit der Zeit so sehr, dass Du Dich auf Deine Mimik, Gestik und den sprachlichen Ausdruck konzentrieren kannst. Hole Dir Feedback von Freunden und Kommilitonen, die Du als Testpublikum benutzt. Das Wichtigste ist jedoch: Sei authentisch und spiele kein Theater. Du sollst Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber die Selbstvorstellung ist keine Show-Einlage!
Schlagworte:AC, Assessment-Center, Eigenpräsentation, Einzelübung, Gruppenübung, Lebenslauf, Praktika, Praktikum, Präsentation, Selbstvorstellung, Softskills, Studienschwerpunkte, Studium
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Wednesday, 10. March 2010
Wie einfach und schnell wäre eine Bewerbung geschrieben wenn es keine Anschreiben gäbe. Hat man einmal einen vernünftigen Lebenslauf erstellt, kann man diesen meistens leicht verändert für viele Bewerbungen verwenden. Aber gilt das auch für das Motivationsschreiben?
Die Antwort lautet kurz und bündig: Nein! Jede Bewerbung erfordert ein individuelles Bewerbungsschreiben, das sich auf die ausgeschriebene Stelle bezieht und die Anforderungen der Stellenanzeige Punkt für Punkt abhandelt. Das bedeutet, dass jede der Anforderungen aus der Stellenbeschreibung mit Beispielen belegt wird. Das können akademische Leistungen, Tätigkeiten aus einem Praktikum oder auch Belege aus Eurem Privatleben sein. Trainierst Du z. B. eine Jugendmannschaft in Deinem Sportverein kannst Du dies als Beweis für Deine Führungsqualitäten anführen. Ein Ehrenamt kann Dein soziales Engagement belegen.
Checkliste Anschreiben:
- Lies die Anzeige mehrfach.
- Überlege Dir, ob Du mindestens 60 Prozent der geforderten Qualifikationen erfüllst. Wenn das nicht der Fall ist, spar Dir die Mühe und investiere die Zeit in eine Bewerbung, bei der die Anforderungen besser zu Deinen Qualifikationen passen.
- Wenn Du glaubst, dass Du die Anforderungen erfüllst, denke darüber nach, ob Du Dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würdest.
- Nummeriere die geforderten Qualifikationen im Bezug auf die Stelle und schreibe sie untereinander auf.
- Nummeriere die Softskills wie Leistungsbereitschaft, Teamgeist etc. auch von oben nach unten und schreibe auch diese untereinander auf.
- Schreibe rechts neben jeden Punkt der Liste aus 4. ein Beispiel für die geforderte Qualifikation auf.
- Schreibe rechts neben jeden Punkt der Liste aus 5. ein Beispiel für die geforderten Softskills auf.
Danach kannst Du Dich Anschreiben setzen, das wie der gute alte Schulaufsatz aus Einleitung, Mittelteil und Schluss besteht. Der Mittelteil befasst sich mit den Hardfacts, also den „Beweisen“ aus Liste 4. und 5, die Du genau so abarbeitest, wie sie in der Stellenanzeige aufgeführt sind.
In der Einleitung kannst Du gerne erwähnen, wo Du die Stellenausschreibung gesehen hast, aber bitte nicht, dass Du Dich hiermit um die Stelle bewirbst; das verschwendet wertvolle Zeilen und ist logisch.
Der letzte Absatz enthält das übliche Geplänkel bezüglich deiner Verfügbarkeit, Deiner Gehaltsvorstellungen (falls diese Angaben in der Anzeige gefordert sind!) und dass Du Dich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freust.
Lass das Anschreiben, nachdem Du es selber mehrfach Korrektur gelesen hast, von jemand gegenlesen. Je öfter man einen eigenen Text liest, desto blinder wird man gegenüber Rechtschreibfehlern.
Ich bin sicher, dass Ihr eine gewissen Routine entwickelt, wenn Ihr nach diesem Schema vorgeht und das gefürchtete Anschreiben mit der Zeit einfach leichter von der Hand bzw. Tastatur geht.
Eure Anja
Schlagworte:Anforderungsprofil, Anschreiben, Bewerbung, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Motivationsschreiben
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Sunday, 8. November 2009
1. Wie bereitet man sich optimal auf Karrieremessen vor?
Du recherchierst im Vorfeld möglichst vollständige Informationen über die teilnehmenden Unternehmen, sowohl auf den Websites der Unternehmen oder auch im Internet, beispielsweise auf Karriereportalen. Außerdem solltest du dir Pressemitteilungen und Artikel zu den Entwicklungen der Unternehmen und der Branche in den vergangenen Monaten anschauen. Was sind die aktuellen Themen in den Unternehmen und in der Branche? In welchen Bereichen kannst Du Dir eine Tätigkeit vorstellen? Das gilt nicht nur im Bezug auf den ersten Job nach dem Studium, sondern auch, wenn du ein Unternehmen für ein Praktikum suchst.
Du hast dir vor dem Messebesuch noch mal genau überlegt, welche beruflichen, fachlichen und persönlichen Qualifikationen Du mitbringst. Wichtig ist, dass Du eine möglichst genaue Vorstellung von dem Job, den Du in Zukunft machen willst, hast.
Es ist soweit, Du stehst am ersten Unternehmensstand auf der XY-Karriere-Messe: Die direkte Ansprache des Unternehmensvertreters und die ersten drei Minuten sind entscheidend. Du bist ein Bewerber unter vielen und die Personaler lernen an einem Tag eine Menge potenzieller Bewerber kennen. Jetzt ist es an Dir, das Interesse des Personalers am Stand zu wecken. Stelle Dich also kurz vor (ca. 1-2 Minuten) und verbrate die Zeit nicht mit allgemeinen Fragen zum Unternehmen. Wenn du gezielte Fragen zum Unternehmen, zu bestimmten Funktionen , Einstiegsmöglichkeiten oder Unternehmensbereichen stellst, weiß Dein Gegenüber gleich, dass Du gut informiert bist und die Chance ist groß, dass der Unternehmensvertreter bei Dir für sein Unternehmen wirbt. Damit hast du dich aus der klassischen Bittstellerrolle erfolgreich herauskatapultiert.
2. Was zieht Mann/Frau an?
Es kommt ganz darauf an, welche Art von Messe man besucht. Grundsätzlich gilt: Wenn man sich so kleidet, wie man zu einem Vorstellungsgespräch im Unternehmen ginge, ist man auf der sicheren Seite. Allerdings gibt es auch Recruitingmessen auf dem Campus, die im Rahmen des ganz normalen Hochschulalltags stattfinden. Auf diesen Messen kann man dann auch business casual auftauchen, weil jeder Unternehmensvertreter weiß, dass Du einen ganz normalen Unitag hast. Bei Recruiting-Events außerhalb der Hochschule und solchen, bei denen man sich für die Teilnahme bewerben muss, solltest du auf jeden Fall im Business-Outfit aufkreuzen. Allerdings gibt es Branchen bei denen Business-Outfit aus Jeans, T-Shirt und Jackett besteht; das gilt zum Beispiel für die Werbebranche.
Absolute don’ts:
Vermeide zu allgemeine Fragen zum Unternehmen. Die hundertste Frage nach der Situation des Unternehmens, insbesondere in schwierigen Zeiten, katapultiert Dich bei den Unternehmensvertretern sofort ins Aus.
Versuche nicht zwanghaft Deinen vorbereiteten Lebenslauf dem Unternehmensvertreter in die Hand drücken zu wollen. Er wird Dich fragen, ob Du einen Lebenslauf dabei hast, wenn er einen haben möchte.
Bleibe locker und werde nicht unruhig, wenn Du nicht sofort an die Reihe kommen. Geh auf keinen Fall weg vom Stand, wenn du dich für dieses Unternehmen wirklich interessierst.
Gehe immer alleine auf einen Unternehmensvertreter zu, auch wenn du mit Freunden auf der Messe unterwegs bist. Du sollst und willst dich vorstellen; weitere Personen an deiner Seite lenken den Recruiter nur ab.
Kommuniziere immer selbstbewusst und auf Augenhöhe mit dem Personaler. Auch Unternehmen haben einen großen Druck die passenden Bewerber zu finden. Dein Gegenüber steht also genau unter diesem Druck, wenn er seinen Job gut macht. Du bist kein Bittsteller, sondern ein gut ausgebildeter Akademiker. Allerdings bist du auch ein Berufsanfänger. Selbstbewusst sein heißt aber nicht nicht angeben, was das Zeug hält.
Tipps für Karrieremessen!
Du kannst im Vorfeld eine kurze und prägnante Vorstellung von Dir, deinem akademischen Werdegang und Deiner Berufserfahrung üben. Das ganze sollte nicht länger als fünf Minuten dauern. Diese Selbstvorstellung soll bei Deinem Gesprächspartner vom Unternehmen Interesse an Deiner Person und an Deinen Ihre Qualifikationen wecken. Gut vorbereitete, gezielte Fragen zu den Einstiegsmöglichkeiten und Karriereperspektiven im Unternehmen leiten ganz oft ein konstruktives Gespräch ein.
Autor: Christian Kramberg, Geschäftsführer von MSW und Partner, Veranstalter der careerventure Recruiting-Events
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