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Fleißig, ehrgeizig und ausgebrannt. Das Burnout-Syndrom geht um.

Friday, 28. October 2011

Entweder das Thema Burnout ist zurzeit ein medienübergreifender Selbstläufer oder die neue Volkskrankheit, die gerade flächendeckend gesellschaftsfähig wird. Denn nicht nur Karriere ambitionierte Manager und Fußballtrainer erkranken am Burnout-Syndrom, sondern auch immer mehr Schüler und Studenten fallen der neuen Zivilisationskrankheit  zum Opfer.

Nach der Statistik des Deutschen Studentenwerks von 2010 haben rund 23.200 Studenten die studentenwerkseigenen psychologischen Beratungsstellen aufgesucht. Mehr als doppelt so viele Hilfesuchende wie im Jahr 2003 berichteten von  bleierner Müdigkeit, undefinierbarer Angst, Konzentrationsstörungen und tiefer Traurigkeit.

Die  Betroffenen sind oft die  überdurchschnittlich Fleißigen  -  also genau diejenigen, die von Perfektionismus getrieben sind und alles im Leben auf die Reihe bekommen wollen:  Jobben, um das Studium wenigstens teilweise selbst finanzieren zu können; Praktika absolvieren, damit sie reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium hinbekommen. Da von künftigen Arbeitgebern erwartet wird, dass man sich ehrenamtlich oder in einer Studenteninitiative engagiert, wird das auch noch erledigt.  Zusätzlich verkünden Stellenangebote für Absolventen oft die  Botschaft: „Wir suchen die eierlegende Wollmilchsau“, denn überdurchschnittlich gute Noten sowie  Auslands- und Praxiserfahrung gehören zu den Standard-Anforderungen. Last but not least verschärfen die Auswirkungen der Hochschulreform inform von immer stärker verschulten Bachelor- und Masterstudiengängen, den Zeit- und Leistungsdruck im Studium zusätzlich.

Psychologin Birgit Rominger vom Berliner Studentenwerk betreut jährlich hunderte studentische Burnout-Patienten. Sie betont, dass alle Krankheitsgeschichten unterschiedlich sind, es jedoch für den  Heilungsprozess wichtig ist, den Alltag zu entschleunigen. Sie erarbeitet mit ihren Patienten eine Tagesstruktur, nachdem sie gemeinsam mit ihnen die Stress-Faktoren ergründet hat, die zum Burnout geführt haben. Vielleicht liegt die Chance für am Burnout erkrankte Studenten darin, dass sie  schon vor dem Start ins Berufsleben lernen, die Symptome zu erkennen und die Leistungsnotbremse rechtzeitig zu ziehen.

Auch Karriere ambitionierte Manager erkranken immer öfter am Burnout-Syndrom.  Seit 1994 hat sich die Zahl derer, die am Burnout und anderen psychischen Störungen erkrankt sind, verdoppelt. Besonders gefährdet, durch totale Verausgabung krank zu werden, sind Führungskräfte mit Personalverantwortung, da sie selbst Fürsorgepflichten haben und Verantwortung für andere tragen.

Und wer ist nun besonders gefährdet? Mazda Adli, Psychiater  an der Berliner Uniklinik Charité ist überzeugt davon, dass alle gefährdet sind, die sehr idealistisch und engagiert sind. Er glaubt auch, dass man einen drohenden Burnout verhindern kann, wenn man sich der stressfördernden Faktoren bewusst wird und sie in den Bereichen abbaut, wo sie nicht erfolgskritisch sind. Wer beispielsweise im Job oder Studium  perfektionistisch ist, sollte die Freizeit nicht auch noch komplett durchorganisieren. Außerdem tritt ein Burnout nicht über Nacht auf. Wer die einzelnen Entwicklungsphasen kennt, kann sich selbst beobachten und gegensteuern, behauptet Adli.

Phase 1:              Der eigene Erfolg steigert den Leistungswillen

Phase 2:              Der Stress macht sich zum ersten Mal bemerkbar

Phase 3:              Mit Härte gegen sich selbst, versucht man die alte Leistung wiederherzustellen

Phase 4:              Man steigert das Arbeitstempo erneut

Phase 5:              Psyche und Körper machen nicht mehr mit und streikt

Keine Entwarnung beim Ingenieurmangel

Sunday, 16. October 2011

Der Bedarf an Ingenieuren ist im Vergleich zum Vorjahr  um 0,5 Prozent kleiner geworden. Doch eine Trendwende ist laut VDI noch nicht in Sicht, denn derzeit sind  immer noch 76.200 Stellen an Ingenieure zu vergeben. Allein im Maschinen- und Fahrzeugbau fehlen 32.000 Ingenieure. In diesen Branchen  warten alleine 18.600 offene Stellen darauf, von Elektroingenieuren besetzt zu werden. Regional betrachtet  hat Baden-Württemberg den größten Ingenieur-Bedarf – dicht gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Ingenieure, die sich auf Umwelttechnik spezialisieren und zudem noch über Expertise  in den Bereichen  Immobilien, Schiffbau oder Hochspannung verfügen, haben besonders gute Berufschancen. Denn der Cleantech gehört die Zukunft – und zwar weltweit. Laut FTD rechnet alleine Siemens 2014 mit einem Auftragsvolumen von 40 Milliarden Euro im Bereich grüner Technologien.

Auch der Automobilzuliefererbranche mangelt es an Spezial-Ingenieuren im Bereich Elektromobililtät. Darauf haben schon einige Hochschulen reagiert und Bachelor- und Masterstudiengänge für diesen Bereich aufgelegt. An der Hochschule Regensburg und der Hochschule Bochum starten zum Wintersemester 2011/2012 jeweils dreisemestrige Masterstudiengänge. In Bochum liegt der Schwerpunkt auf der Elektrotechnik, der Studiengang in Regensburg  will neben Fachwissen, Skills wie Projektplanung und –entwicklung vermitteln. Die TU Chemnitz bietet einen  Bachelor-Studiengang Elektromobilität an.

Branche mit Zukunft – International Hospitality Management

Friday, 14. January 2011

Seit Jahren gilt die Hotel- und Tourismusbranche als eine der Branchen mit dem weltweit größten Wachstumspotential. Ob Luxuskreuzfahrt, Abenteuerurlaub, Wellness oder nachhaltiger Tourismus – der Fantasie und den Ansprüchen der Reisenden sind kaum noch Grenzen gesetzt. Entsprechend groß ist der Bedarf an gut ausgebildeten Führungskräften mit internationaler Erfahrung, die in der Lage sind, aktuelle Trends zu erkennen und umzusetzen.

Die University of Huddersfield bietet seit mehr als 30 Jahren Studiengänge im Bereich des Hotel- und Tourismusmanagements an und hat sich im Laufe der Jahre einen hervorragenden Ruf für die Qualität ihrer Ausbildung und die Berufschancen ihrer Absolventen erarbeitet.  Herzstück der Ausbildung ist dabei der Master of Science in International Hospitality Management.

Innerhalb eines Jahres lernen Studenten hier alles, was sie wissen und können müssen, um als Manager in der internationalen Hotel- und Tourismusbranche zu bestehen – von der Fähigkeit, strategische und operative Entscheidungen zu treffen bis hin zur Erarbeitung und Umsetzung eigener Marketing- und Unternehmensstrategien.

Der Lehrplan des Studiengangs umfasst dabei sowohl hotel- und tourismusspezifische Fächer wie Management of International Hospitality Operations, Strategic Leisure Management und Hospitality Operational Analysis and Planning als auch allgemeine Managementfächer wie zum Beispiel International HR Management und International Marketing.  Abgeschlossen wird das Studium mit einer projektbasierten Masterarbeit im Umfang von 15.000-20.000 Wörtern.

Die Einschreibung in diesen Studiengang kann sowohl zum September als auch zum Januar eines jeden Jahres erfolgen. Voraussetzung zur Zulassung ist ein Bachelorabschluss in den Fächern Hotelmanagement, Tourismus, BWL oder einer verwandten Disziplin. In Einzelfällen kann eine relevante Berufsausbildung in Kombination mit signifikanter Berufserfahrung in der Hotel- und Tourismusbranche den Bachelorabschluss ersetzen.  Alle Bewerber, deren Muttersprache nicht Englisch ist, müssen darüber hinaus anhand eines standardisierten Sprachtests wie des TOEFL (79 iBT) oder IELTS (6.0) nachweisen, dass sie über sehr gute Englischkenntnisse verfügen.

Die Studiengebühren für den Master of Science in International Hospitality Management der University of Huddersfield sind im englandweiten Vergleich recht günstig und betragen derzeit GBP 4100. Da auch die Lebenshaltungskosten in Huddersfield ähnlich wie in anderen nordenglischen Städten  vergleichsweise niedrig sind und deutsche Bewerber zudem  die Möglichkeit haben, Auslands-BAföG zur Finanzierung ihres Studiums zu  beantragen, ist Huddersfield auch für Studenten mit begrenztem Budget eine sehr gute Option – insbesondere wenn man  an die  ausgezeichneten Beschäftigungsaussichten in der Hotel- und Tourismusbranche denkt.

von Alexandra Michel  College Contact

Aus der Krise lernen: Masterstudiengang „Finance and Financial Regulation“ in England

Sunday, 22. August 2010

Nicht nur die Politik ist mit der Bewältigung der Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre beschäftigt – auch ein neuer und brandaktueller Masterstudiengang der renommierten Newcastle University in Nordengland befasst sich mit diesem Thema.

Der in diesem Herbst zum ersten Mal angebotene „Master of Science in Finance and Financial Regulation“ legt seinen Schwerpunkt dabei auf die Frage nach der Rolle, die den beiden Themen Regulierung und Kontrolle bei der Wiederherstellung des Vertrauens und der Stabilität in Bezug auf die globalen Finanzmärkte zukommt. Der Studiengang ist an der Newcastle University Business School angesiedelt, wird jedoch in Zusammenarbeit mit der Newcastle Law School durchgeführt, so dass neben wirtschaftswissenschaftlichen auch juristische Aspekte ihre Berücksichtigung finden.

Insgesamt hat dieser auf ein Jahr ausgelegte Studiengang eine Wertigkeit von 180 ECTS, die im Rahmen von Pflicht- und Wahlmodulen sowie einer abschließenden Masterarbeit vergeben werden.  Über die Pflichtmodule werden Themen wie Finanztheorie, Unternehmenspolitik und  juristische sowie behördliche Regulierungstechniken abgedeckt.  Die Wahlmodule bieten den Studenten dann die Möglichkeit, einzelne Themen weiter zu vertiefen, die sie besonders interessieren. Angeboten werden unter anderem Kurse wie „International Finance“, „Credit Risk Modelling“, „International Money and Banking“ oder auch „Retail and Investment Banking“.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich BWL, Finanzwirtschaft oder Jura. Darüber hinaus müssen deutsche Bewerber anhand eines standardisierten Sprachtests wie des IELTS oder TOEFL ihre Englischkenntnisse nachweisen.

Die Gebühren für diesen Masterstudiengang betragen derzeit GBP 8,320. Die für englische Verhältnisse günstigen Lebenshaltungskosten in Nordengland sowie die im Vergleich zu deutschen Masterstudiengängen kürzere Studiendauer, die einen früheren Berufseinstieg ermöglichen, machen diese Mehrkosten jedoch mehr als wett, zudem für das Studium auch eine Förderung durch Auslands-BAföG beantragt werden kann.

Gastbeitrag von  Alexandra Michel von College Contact

Nächste Ausfahrt Dänemark: Wo zukünftige Innovationsmanager gemacht werden

Friday, 9. July 2010

Stetige Innovation ist für die meisten Firmen essentiell, um im schnellen globalen Wettbewerb bestehen und sich im Markt behaupten zu können. Mitarbeiter mit ausgewiesenen Qualifikationen in Bezug auf den Umgang mit Innovation und Veränderung sind daher heiß begehrt – leider gibt es jedoch im deutschsprachigen Raum bisher noch nicht allzu viele Studiengänge in diesem Bereich.

Ganz anders bei unseren nördlichen Nachbarn: Das Institute for Business and Technology der Aarhus University (AU-IBT) im dänischen Herning beispielsweise bietet einen Masterstudiengang genau zu diesem Thema – den Master of Science in Innovation Management.

Ziel dieses auf zwei Jahre und 120 ECTS ausgelegten Masterstudiengangs ist es, den Teilnehmern ein weitreichendes Verständnis für die Planung und den Ablauf von Innovationsprozessen in Unternehmen sowie für die Rolle anderer beteiligter Akteure wie Kunden, Lieferanten oder Behörden zu vermitteln. Die Studenten sollen lernen, das Marktpotential neuer Produkte und Dienstleistungen zu erkennen, die Auswirkungen von Innovationen abzuschätzen und die Kreativität in ihrem Team oder Unternehmen zu fördern.

Besonders großen Wert wird dabei auf den Praxisbezug des Studiums gelegt. Jeder Student bekommt eine Mentorenfirma an die Seite gestellt, die ihn betreut und auf das die Aufgaben und Projekte, die er im Rahmen des Studium bearbeiten muss, abgestimmt sind. Nur zwei Tage pro Woche verbringen die Studenten daher auch an der Hochschule selbst – den Rest der Woche verbringen sie in der Mentorenfirma. Dieses sehr erfolgreiche Konzept resultiert in einer hohen Motivation und verbessert den Lernerfolg, da die Studenten ihr erworbenes Wissen sofort in der Praxis austesten und anwenden können.

Voraussetzung für die Zulassung zu diesem Studiengang sind ein abgeschlossenes Bachelorstudium der BWL oder VWL sowie gute Englischkenntnisse. Deutsche Bewerber müssen diese nicht notwendigerweise über einen standardisierten Sprachtest wie den TOEFL oder IELTS nachweisen, sondern können dies auch anhand ihres Abiturzeugnisses tun.

Für Bewerber aus Deutschland und anderen EU-Ländern ist das Studium am AU-IBT übrigens kostenlos – ein weiteres Argument, den Sprung nach Dänemark zu wagen!

Gastbeitrag von Alexandra Michel (College Contact)