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Cool im neuen Job starten

Montag, 6. Februar 2012

Du hast den Bewerbungs-Marathon erfolgreich überstanden und Dein Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Du freust Dich auf den neuen Job und bist hoch motiviert. Doch irgendwie macht sich auch ein komisches Gefühl breit. Es ist die Angst vor dem Ungewissen. Ob es sich um den ersten richtigen Job nach dem Studium handelt oder um einen Jobwechsel spielt ist egal. Alles wird neu sein: der Chef, die Kollegen, der Arbeitsalltag. Wenn Du dich gründlich vorbereitest und Dir klar machst, wie Du mit der neuen Situation umgehst und was es in den ersten Wochen für Unwägbarkeiten geben könnte,  bist Du auf der sicheren Seite.

Vorbereitung macht gelassen
Große Unternehmen haben oft Einarbeitungsprogramme für neue Mitarbeiter. Die reichen von einem Einführungstag bis hin zu mehrwöchigen Programmen. Das ist optimal, weil man sich schrittweise an die neuen Aufgaben herantasten kann und das Unternehmen, wenn oft auch nur in groben Zügen –  von innen kennenlernt.  Startet man allerdings ohne Einarbeitungsprogramm direkt am neuen Arbeitsplatz, kann man durch gezielte Vorbereitung Fettnäpfchen aus dem Weg gehen, Kollegen für sich gewinnen und in wenigen Wochen zufriedenstellende Ergebnisse vorweisen. Vor dem ersten Tag im neuen Job sollte man sich ausgiebig –  ähnlich wie im Vorstellungsgespräch -  über  den  neuen Arbeitgeber intensiv informieren und sich noch mal mit den Notizen beschäftigen,  die man während des Jobinterviews gemacht hat. Hast Du mit dem Arbeitsvertrag Informationsunterlagen über das Unternehmen oder die neue Abteilung bekommen, lies sie gründlich. Imagebroschüren handelt, verraten sie zwischen den Zeilen einiges über die Kultur und die Werte des neuen Arbeitgebers.  Je mehr du über die eigene Position, die Stellenbeschreibung, Schnittstellen im Unternehmen, Lieferanten und Wettbewerber weißt, desto entspannter kannst  Du dem ersten Tag entgegen sehen. Dass am ersten Tag niemand  zu spät am Arbeitsplatz erscheint, ist selbstverständlich.

  • Versetz Dich in Deine neuen Kollegen und Vorgesetzten. Auch auf der Seite ihrer neuen Kollegen und Vorgesetzten gibt es Unsicherheiten. War die Einstellung die richtige Entscheidung, passt der neue Mitarbeiter wirklich gut ins Team? Kann er in der Orientierungs- und Einarbeitungsphase optimal unterstützt werden? Gehe davon aus, dass die neuen Kollegen Dich unterstützen möchten  und Interesse daran haben,  dass Du schnell ins Team integriert wirst und Deinen Beitrag zum Teamerfolg leisten kannst.  So sehen die Glaubensätze oder Erwartungen Deiner  neuen Kollegen aus:
  • Du bist motiviert –  Trotzdem kommt es nicht gut an, in den ersten Tagen vor Übereifer zu strotzen.
  • Du kennst Dich nicht aus – Gut für Dich, wenn Du schon vieles weißt, was nicht heißt. Doch Besserwisserei kommt in deN ersten Wochen gar nicht gut. Dann fühlen sich Kollegen, die schon länger im Unternehmen arbeiten, schnell als Looser.
  • Du willst ein Teil des Teams werden – Du bringst die Bereichtschaft mit, zu beobachten und zuzuhören, ob etwa  der Umgang mit einander lässig oder eher  förmlich ist. Wer sich allerdings ständig anbiedert und sich verhält, als würde er bald ein Dienstjubliäum feiern, sammelt keine Sympathiepunkte.
  • Du bist unvoreingenommen – Als Neuer im Unternehmen sieht man sein Arbeitsumfeld und das Team in den ersten Wochen mehr von außen als von innen. Für viele Teams ist ein neuer Kollege  ein Gewinn, da es neue Impulse setzt, Ideen und Ansätze vorschlägt. Entscheidend ist jedoch, dass man Verbesserungsvorschläge mit Fingerspitzengefühl einbringt, ohne den anderen zu vermitteln, sie wären bisher nicht auf so tolle Ideen gekommen.

Die Joker: Selbstbewusstsein und Authentizität  punkten
Niemand erwartet von einem neuen Kollegen, dass er in den ersten Wochen die Welt rettet, neue Produkte entwickelt oder bahnbrechende Neuerungen einführt. Lehne Dich in den  ersten Tage innerlich zurück und beobachten Dein Umfeld genau. Wer hat welche Rolle, gibt es Reibereien, wie verhalten sich die Kollegen gegenüber ihren Vorgesetzten , wer ist im Team der Leitwolf? Verhalte Dich  kommunikativ und gehe auf neue Kollegen zu – auch auf die aus anderen Abteilungen.  Übereifer hingegen und stundenlanges Einreden auf Menschen, die man kaum kennt, macht keinen guten Eindruck.  Die gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Spielregeln sollte man sich sehr genau anschauen und nicht schon am ersten Tag seinen Einstand geben, obwohl man nicht weiß, ob das üblich ist und in welchem Rahmen. Wer am Anfang  intensiv beobachtet, wie der Umgang im Team ist, ob man sich beispielsweise duzt, es gemeinsame Freizeitaktivitäten gibt  und in welchen Konstellationen und Sitzordnungen man sich zum Mittagessen in der Kantine trifft,  fühlt sich automatisch sicher, weil er weiß wie der Hase läuft.

Wenn man Abteilung Fuß gefasst hat und seinen Job im Griff hat,  Sobald man in der eigenen, ist es wichtig, Netzwerke beim neuen Arbeitgeber aufzubauen. Denn wer über seinen Tätigkeitsbereich hinaus gut vernetzt ist, ist gut informiert. Da gute Netzwerker nicht nur nehmen, sondern auch geben, bekommst Du bei Bedarf die richtigen Informationen und die nötige Unterstützung auch außerhalb der eigenen Abteilung.

Und welche Tipps habt Ihr für den erfolgreichen Start im neuen Job? Ich bin gespannt!

Weniger als fünf Minuten pro Bewerbung – schade für Bewerber und Recruiter

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum  Vollzeitjob.Brickwedde

Egal welchen  Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils  beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.

Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen,  führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom  ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“

Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.

Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?

Was denn nun – Führungskräftemangel oder nicht?

Samstag, 19. November 2011

Experten, Wirtschaftsinstitute und Interessensverbände von Industrie und Arbeitnehmern diskutieren kontrovers, ob er wirklich existiert, der Fachkräftemangel. Gerüchte machen sich breit, die  Arbeitsagentur sei schon in den wirtschaftlich geschwächten EU-Ländern unterwegs, um Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt anzuwerben.

Trotzdem gibt es nach wie vor Arbeitslosigkeit unter Akademikern. – auch wenn diese nicht sehr hoch ist. Ein Personalberater, der sich darauf spezialisiert hat, deutsche Akademiker mit Migrationshintergrund an deutsche Arbeitgeber zu vermitteln erklärt frustriert. „Die Einstellungsquote ist extrem gering, auch wenn der Bewerber hundertprozentig zum Stellenprofil. Irgendein Haar in der Suppe findet sich immer. Wie ist die Situation nun wirklich? Wenn sich deutsche Arbeitgeber noch leisten können, qualifizierte Akademiker mit deutscher Staatsangehörigkeit und nicht deutscher Herkunft abzuweisen, kann der Schmerz noch nicht so stark sein.

Eine Menge Begriffe wie Führungskräftemangel, Fachkräftemangel und Mangel an MINT-Absolventen schwirren durch die Medien. Aber wie sind diese Begriffe definiert? Besteht der Führungsnachwuchs ausschließlich aus Akademikern, oder zählen Studienabbrecher oder Informatik-Spezialisten, die keine Akademiker sind, auch dazu? Was ist denn eine Fachkraft? Ein Handwerker mit Gesellenbrief, ein Absolvent einer Techniker-Fachschule oder zählt auch die Krankenschwester dazu?

Laut Bundesverband deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) gibt es heute in Deutschland rund eine Millionen offene Stellen. Alleine in den MINT-Berufen fehlten laut BDA 155.000 Fachkräfte und bis zum Jahre 2025 würde die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter auf 6,5 Millionen zurückgehen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) behauptet, die Problematik des Fachkräftemangels werde deutlich überschätzt und das Institut für Mittelstandsforschung hält den Fachkräftemangel für ein konjunkturelles Problem. Wer erhebt welche Zahlen nach welchen Kriterien und werden hier Äpfel mit Birnen verglichen? Laut DIW ist Fachkräftemangel das Ergebnis eines Rechenfehlers. Die Arbeitsagenturen registrierten offene Stellen, multiplizierten diese mit einem Faktor, der abbildet, dass die Unternehmen nicht alle offenen Stellen melden und glichen den Wert mit der Zahl der Arbeitslosen ab – die Differenz dieser Werte ergäbe den laut DIW gegenwärtig kaum nachweisbaren Fachkräftemangel.

Die Kienbaum-Studie High Potentials 2010/2011, eine Befragung unter 530 deutschen Unternehmen kommt zu dem Ergebnis, dass der Führungskräftemangel sich zuspitzt, denn laut der Umfrage können mehr als 60 Prozent der befragten Arbeitgeber, ihre Stellen nicht mit Wunschkandidaten besetzen.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte, glaubt Sascha Jussen von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und gibt zu bedenken, dass die verschiedenen Argumente und Annahmen nur schwer vergleichbar sind. Kann man schon von Mangel sprechen, wenn sich eine Stelle nicht schnell nachbesetzen lässt? Oder reden Unternehmen schon von Mangel, wenn Sie auf eine Stellenausschreibung nicht mehr Hunderte von Bewerbungen erhalten?

Auch Absolventen haben ganz unterschiedliche Erfahrungen, was den Jobeinstieg nach dem Studium betrifft. Das geht aus einem aktuellen Artikel im Spiegel hervor. Leicht haben es in der Regel Absolventen von MINT-Studienfächern. Auch Geisteswissenschaftler haben zurzeit gute Chancen, wenn sie sich schon während des Studiums durch Praktika für bestimmte Branchen oder Funktionen qualifiziert haben. Auch Wirtschaftswissenschaftler fällt der Berufseinstieg nicht immer leicht. Aufgrund der hohen Absolventenzahl in den Wirtschaftswissenschaften, ist die Konkurrenzsituation beim Berufseinstieg besonders hoch.

Was bedeutet das für die Berufsplanung von Abiturienten und Bachelor-Absolventen? Welches Masterstudium macht arbeitsmarktbezogen Sinn, wenn man den Bachelor in der Tasche hat? Um diese Frage zu beantworten, bräuchte man hellseherischen Fähigkeiten. Auch in der Vergangenheit haben sich Arbeitsmarktprognosen nicht immer bewahrheitet. Daher tut man gut daran, ein Fach zu studieren, das den eigenen Neigungen und Begabungen entspricht. Wenn es sich dabei um ein MINT-Fach handelt, ist man arbeitsmarktbezogen sicherlich auf der sicheren Seite. Wen es einen eher zu geisteswissenschaftlichen Fächern hinzieht, sollte man das Studienfach  seiner Wahl selbstbewusst durchziehen und sich so früh wie möglich mit möglichen beruflichen Einsatzgebieten beschäftigen.  Für Geisteswissenschaftler und alle Studenten der von Arbeitgeberseite weniger begehrten Fächer, ist das Sammeln relevanter Berufserfahrung ein absolutes Muss.

Morgen startet die konaktiva Dortmund

Montag, 7. November 2011

Vom 8. bis zum 10. November findet die 13. konaktiva in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Große- und mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen präsentieren sich auf der Unternehmenskontaktmesse Studenten und Absolventen aller Fachrichtungen und haben Praktika, Stellen für Abschlussarbeiten und Einstiegsjobs nach dem Studium im Gepäck. Die konaktiva ist an allen drei Messetagen von 9:30 Uhr bis 16:30 für Besucher geöffnet.

40-messedienstag2010

In diesem Jahr stellen sich 210 Arbeitgeber vor.  An allen drei Messetagen gibt es Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Themen rund um die Bewerbung, Karriere und den erfolgreichen Berufseinstieg. Eine gute Gelegenheit, mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen und sich einen Überblick über die aktuellen Einstiegsjobs für Absolventen zu verschaffen. Wer die Messe effektiv nutzen möchte, bringt am besten Bewerbungsunterlagen, zu mindest aber einige Lebensläufe mit.

Fleißig, ehrgeizig und ausgebrannt. Das Burnout-Syndrom geht um.

Freitag, 28. Oktober 2011

Entweder das Thema Burnout ist zurzeit ein medienübergreifender Selbstläufer oder die neue Volkskrankheit, die gerade flächendeckend gesellschaftsfähig wird. Denn nicht nur Karriere ambitionierte Manager und Fußballtrainer erkranken am Burnout-Syndrom, sondern auch immer mehr Schüler und Studenten fallen der neuen Zivilisationskrankheit  zum Opfer.

Nach der Statistik des Deutschen Studentenwerks von 2010 haben rund 23.200 Studenten die studentenwerkseigenen psychologischen Beratungsstellen aufgesucht. Mehr als doppelt so viele Hilfesuchende wie im Jahr 2003 berichteten von  bleierner Müdigkeit, undefinierbarer Angst, Konzentrationsstörungen und tiefer Traurigkeit.

Die  Betroffenen sind oft die  überdurchschnittlich Fleißigen  -  also genau diejenigen, die von Perfektionismus getrieben sind und alles im Leben auf die Reihe bekommen wollen:  Jobben, um das Studium wenigstens teilweise selbst finanzieren zu können; Praktika absolvieren, damit sie reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium hinbekommen. Da von künftigen Arbeitgebern erwartet wird, dass man sich ehrenamtlich oder in einer Studenteninitiative engagiert, wird das auch noch erledigt.  Zusätzlich verkünden Stellenangebote für Absolventen oft die  Botschaft: „Wir suchen die eierlegende Wollmilchsau“, denn überdurchschnittlich gute Noten sowie  Auslands- und Praxiserfahrung gehören zu den Standard-Anforderungen. Last but not least verschärfen die Auswirkungen der Hochschulreform inform von immer stärker verschulten Bachelor- und Masterstudiengängen, den Zeit- und Leistungsdruck im Studium zusätzlich.

Psychologin Birgit Rominger vom Berliner Studentenwerk betreut jährlich hunderte studentische Burnout-Patienten. Sie betont, dass alle Krankheitsgeschichten unterschiedlich sind, es jedoch für den  Heilungsprozess wichtig ist, den Alltag zu entschleunigen. Sie erarbeitet mit ihren Patienten eine Tagesstruktur, nachdem sie gemeinsam mit ihnen die Stress-Faktoren ergründet hat, die zum Burnout geführt haben. Vielleicht liegt die Chance für am Burnout erkrankte Studenten darin, dass sie  schon vor dem Start ins Berufsleben lernen, die Symptome zu erkennen und die Leistungsnotbremse rechtzeitig zu ziehen.

Auch Karriere ambitionierte Manager erkranken immer öfter am Burnout-Syndrom.  Seit 1994 hat sich die Zahl derer, die am Burnout und anderen psychischen Störungen erkrankt sind, verdoppelt. Besonders gefährdet, durch totale Verausgabung krank zu werden, sind Führungskräfte mit Personalverantwortung, da sie selbst Fürsorgepflichten haben und Verantwortung für andere tragen.

Und wer ist nun besonders gefährdet? Mazda Adli, Psychiater  an der Berliner Uniklinik Charité ist überzeugt davon, dass alle gefährdet sind, die sehr idealistisch und engagiert sind. Er glaubt auch, dass man einen drohenden Burnout verhindern kann, wenn man sich der stressfördernden Faktoren bewusst wird und sie in den Bereichen abbaut, wo sie nicht erfolgskritisch sind. Wer beispielsweise im Job oder Studium  perfektionistisch ist, sollte die Freizeit nicht auch noch komplett durchorganisieren. Außerdem tritt ein Burnout nicht über Nacht auf. Wer die einzelnen Entwicklungsphasen kennt, kann sich selbst beobachten und gegensteuern, behauptet Adli.

Phase 1:              Der eigene Erfolg steigert den Leistungswillen

Phase 2:              Der Stress macht sich zum ersten Mal bemerkbar

Phase 3:              Mit Härte gegen sich selbst, versucht man die alte Leistung wiederherzustellen

Phase 4:              Man steigert das Arbeitstempo erneut

Phase 5:              Psyche und Körper machen nicht mehr mit und streikt

Patentrezept für den optimalen Lebenslauf

Mittwoch, 27. Juli 2011

Es gibt viele Ratgeber und Anleitungen mit Ratschlägen, Vorlagen und Rezepten für den angeblich perfekten Lebenslauf. Der einzige, der Deinen Lebenslauf optimieren kann, bist nur Du! Der Lebenslauf, auch CV genannt, ist das Kernstück Deiner Bewerbung, weil er immer zuerst gelesen wird. In diesem Beitrag findest Du Kriterien, die Du beachten solltest, wenn Du einen Lebenslauf erstellst. Wenn Du die Tipps als Checkliste betrachtest und umsetzt, um Deinem CV den letzten Schliff zu geben, hast Du die besten Chancen, um das Interesse des Personalers zu wecken.


1.       Die persönliche Daten – was muss hinein, was nicht?
Die persönlichen Daten beinhalten Name und Adresse, eine Telefonnummer unter der Du durchgängig  erreichbar bist und Deine Emailadresse. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Altersangabe, Familienstand, Religionszugehörigkeit und Foto nicht mehr erforderlich. Das bedeutet, Du  entscheiden selbst, ob Du diese Angaben machen willst und den Bewerbungsunterlagen ein Foto hinzu fügst.
Das Bewerbungsfoto gehört in Deutschland immer noch zum Standard. Solltest Du dich dafür entscheiden, lass es bitte einem Fachmann machen – auf gar keinen Fall von einem begnadeten Hobby-Fotograf aus Deinem Freundeskreis. Zum Fototermin solltest Du so gekleidet sein wie zum Bewerbungsgespräch: also in Schlips und Kragen beziehungsweise Hosenanzug oder Kostümchen. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, was die Kleiderordnung betrifft: Start-Ups oder Agenturszene. Aber generell gilt: lieber overdressed als underdressed.

2.       Die Berufserfahrung –  durch Übersichtlichkeit punkten
Wenn Du Dich für die antichronologische Form entscheiden, steht Ihre aktuelle oder letze Tätigkeit an oberster Stelle. Diese Reihenfolge erleichtert die Arbeit  des  Recruiters erheblich,  wenn er Deinen  Lebenslauf liest. Versetzt dich in seine Lage.  Er muss für die Besetzung einer einzigen Stelle jede Menge Lebensläufe lesen. Ihn interessiert hauptsächlich,  in wieweit Deine jetzige Tätigkeit  relevant für die offene Stelle ist. Sollte es um den ersten Job nach Deinem Studienabschluss handeln, kannst Du auch für die Bewerbung relevante Praktika an den Anfang stellen. Dazu mehr unter 7.

3.       Studium und Ausbildung – zählt nur die akademische Bildung?
Unterschätze nicht den Stellenwert einer Ausbildung vor dem Studium.  Falls Du vor Deinem Studium eine Ausbildung beendet hast, wertet das Deinen Lebenslauf auf. Besonders als Absolvent ist eine Ausbildung ein guter Ausgleich für mangelnde  akademische Berufserfahrung – auch wenn Ihre Ausbildung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Studium steht.

4.       In der Kürze liegt die Würze?
Je nachdem wie viel Berufserfahrung man vorweisen kann, sollte der Lebenslauf maximal zwei bis drei Seiten umfassen. Die Länge hängt von der Anzahl der unterschiedlichen Tätigkeiten ab. Als Absolvent reichen in der Regel ein bis zwei Seiten. Das ist allerdings kein Gesetz. Wer viel berufliche Praxis durch Praktika gesammelt hat, längeren Auslandsaufenthalte oder –semester vorweisen kann, braucht genügend Platz um diese Fakten zu Papier zu bringen. Wer allerdings durch die Auflistung mehrerer  irrelevanter Nebenjobs auf zwei Seiten kommt, erreicht das Gegenteil von Interesse beim Recruiter.

5. Der erste Eindruck zählt – oft entscheiden Sekunden
Gib dem Personaler  die Chance, schnell zu erfassen, warum Du der geeignete Kandidat für die zu besetzende Stelle bist. Das erhöht Ihre Chancen, im Bewerbungsprozess in die nächste Runde zu kommen. In der Regel liest der Entscheider zunächst den Lebenslauf, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wenn ihm schon beim  flüchtigen Lesen relevante Informationen zur fachlichen und persönlichen Qualifikation  ins Auge springen, wird er den Lebenslauf erneut zur Hand nehmen, um sich endgültig davon zu überzeugen, dass Du  die erforderlichen Kriterien erfüllst.

6.       Mut zur Lücke? Ehrlichkeit  währt am längsten?
Sollte es eine Lücke von mehr als drei Monaten in Deinem Lebenslauf geben, musst Du entscheiden: Mut zur Lücke oder dezent kaschieren. Werde Dir klar darüber, ob Du zu dieser Lücke stehst, wie sie sich auf Dein Leben, Studium und Deine Berufserfahrung ausgewirkt hat, welche Chancen daraus entstanden sind  und so weiter. Trage  in eine Liste ein, was dafür und was dagegen spricht, diese Lücke im Lebenslauf zu erwähnen. Solltest Du Dich für die Wahrheit entscheiden, dann formuliere positiv. Wenn Du beispielsweise längere Zeit ohne Job warst oder nach dem Studium einige Monate gebraucht hast, den ersten Job zu ergattern,  führe stichpunktartig auf, wie Du die unfreiwillige Freizeit für Weiterbildungsmöglichkeiten – etwa den Ausbau von Programmier- oder Sprachkenntnissen genutzt hast. Warst Du längere Zeit krank, dann beschreibe, wie sich Dein Leben nach der Krankheit positiv verändert hat, dass Du gesund bist und viel dafür tust, gesund zu bleiben.

7.       One fits all? Ein Lebenslauf für alle Bewerbungen?
Einen Lebenslauf für mehrere Bewerbungen verwenden –schön wär‘s.  Aber am Lebenslauf ändert sich doch nichts? De facto ist das richtig. Da der Lebenslauf aber immer vor dem Motivationsschreiben gelesen wird, kannst Du die für die Stelle relevante Informationen betonen und nach vorne rücken. Nur wenn der Personalentscheider auf den ersten Blick eine Übereinstimmung Deiner Qualifikationen mit den Anforderungen des Stellenprofils  feststellt, wird er sich weiter mit Deinen Bewerbungsunterlagen beschäftigen. Also komme ihm  entgegen, indem Du ihm diese Informationen in der Reihenfolge zur Verfügung stellst wie sie im Stellenprofil aufgeführt sind.
Interpretierst Du z. B. der Anzeige so, dass die akademische Bildung wichtiger ist als die Berufserfahrung, positionierst  Du den Abschnitt Studium vor dem Teil Berufserfahrung. Du bist der Meinung, dass ein bestimmtes Praktikum ausschlaggebend dafür ist, dass Du  für die Stelle der oder die Richtige bist. Dann beschränke  Dich nicht auf die reine Funktionsbeschreibung und der Zeitangabe. Beschreibe diese Tätigkeit ausführlicher als andere.

Und jetzt ran an die nächste Bewerbung! Und noch ein Tipp zum Schluss: Bitte jemand, den Lebenslauf Korrektur zu lesen. Denn: Je öfter man eigene Texte gelesen hat, desto häufiger übersieht man Rechtschreib- und Kommafehler.

Finanzcheck für Berufseinsteiger

Dienstag, 5. Juli 2011

Studium passé, Einstiegsjob unter Dach und Fach. Die sorgenfreie Zeit kann beginnen. Ab jetzt liegt man weder den Eltern noch Vater Staat auf der Tasche und ist Herr und Frau des eigenen hart verdienten Gehalts. Stimmt zwar im Prinzip, aber mit dem eigenen Einkommen beginnen auch die Ausgaben, die mit der eigenen „Spießisierung“ unvermeidbar sind. Riester, Vermögensaufbau und-Ziele, Haftpflicht, private Krankenversicherung, Bafög-Rückzahlung. Diese Liste lässt sich noch weiter ausbauen.

Einen  Artikel, der einen guten Überblick über nötige und unnötige Ausgaben für  Ver- und Absicherungen für Absolventen und andere Berufseinsteiger verschafft, könnt Ihr auf focus Online lesen.

Bildung ist für alle da – aber wer schafft es eigentlich bis in die Hochschule?

Montag, 27. September 2010

Wie weit es mit der Chancengleichheit in Punkto Bildung her ist, wird heftig in den Medien diskutiert. Die offiziellen Zahlen bestätigen das allgemeine Gefühl: Chancengleichheit gibt es hierzulande nicht. Die Bildungschancen hängen mehr denn je von der sozialen Herkunft ab. Bildungscheck und Ganztagsschule sollen die Konditionen für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund verbessern. Wenige Tropfen auf viele heiße Steine? Die Antwort lautet eindeutig: ja! Denn mehr als ein Drittel der derjenigen, die eine höhere schulische Laufbahn erfolgreich abgeschlossen haben und zum Wintersemester 2010/2011 mit viel Optimismus und voller Tatendrang in die Hochschulen strömen, stammen aus einem Akademikerhaushalt. Das ergab eine aktuelle Umfrage vom Deutschen Studentenwerk und dem Hochschul-Informationssystem.

Lichtwerbung (18)

Campus Service

Nur  15 Prozent der Studenten  (jeder siebte Student) stammen aus einer sozial schwachen Familie, nur jeder neunte (11 Prozent) hat ein Elternhaus mit Migrationshintergrund.

Wer glaubt, das Verhältnis von sozialer Herkunft und Bildungschancen habe sich in den letzten 30 Jahren verbessert ist auf dem Holzweg. Das Gegenteil ist der Fall: Im Jahr 1982 stammten nur 17 Prozent der Studenten aus Akademikerfamilien und jeder vierte aus sogenannten bildungsfernen Haushalten. Wenn man die Bildungslaufbahn verschiedener sozialer Schichten vergleicht, ergibt sich ein noch krasseres Bild: 23 Prozent der Studierenden stammen aus sozial benachteiligen Familien und 71 Prozent der Studierenden sind Akademikerkinder.

Als Resumée fällt mir nur ein: Armes Deutschland! Einerseits werden die überalterte Gesellschaft und die katastrophalen Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland in der Politik ständig thematisiert und andererseits passiert nichts Nennenswertes, um das zu ändern.

Eure Anja

Das neue CHE-Hochschulranking ist erschienen

Dienstag, 4. Mai 2010

Welche Hochschule passt zu mir? Wo sind die besten Hochschulen für das Studienfach meiner Wahl? Das sind nicht nur Fragen, die sich Abiturienten stellen. Durch die Umstellung auf  Bachelor- und Master-Studiengänge hat sich vieles verändert. Ein Bachelor-Studium dauert unter Umständen nicht länger als die Oberstufe und ist manchmal schneller vorbei als man sich das wünscht. Dann steht die nächste Entscheiung an: Berufseinstieg oder Master-Studium.

Das CHE- Hochschulranking bietet nicht nur allgemein gültige Informationen zu Hochschulen und Studiengängen. Man kann sich je nach eigenen Präferenzen ein persönliches Ranking zusammenstellen.

Wenn Ihr gerade vor der Entscheidung steht, für welche Hochschule Ihr Euch für das nächste Wintersemester bewerben sollt, schaut doch mal hinein. Hier geht es zum Hochschul-Ranking.

Stelle Dich vor – entspannt und gut vorbereitet ins Assessment-Center

Dienstag, 13. April 2010

Die Selbstvorstellung kommt in jedem AC vor. Anhand dieser sogannten Einzelübung beurteilt der potenzielle Arbeitgeber nicht nur Deine Ausdrucksweise und Selbstsicherheit, sondern auch,  wie souverän Du Dich sich vor einem Publikum präsentierst und ob Du Dein akademisches Fachwissen allgemein verständlich vermitteln kannst. Mit einer überzeugenden Selbstvorstellung kannst Du aber auch im Vorstellungsgespräch und im Gespräch mit einem Personaler auf einer Firmenkontaktmesse an Deiner Hochschule  oder auf einer Recruitingmesse punkten.

Bei der Selbstvorstellung handelt es sich eindeutig um eine Übung, in der Du als Einzelkämpfer gefragt bist und Dich die Beobachter genau aufs Korn nehmen. Dein Vorteil: Auf diese Übung kannst Du Dich intensiv vorbereiten und dann der Situation entspannt begegnen.

Female architect

Eine Trockenübung kann folgendermaßen aussehen: Du willst Dich den fiktiven Teilnehmern in fünf Minuten vorstellen. Dazu nimmst Du Dir 20 Minuten Vorbereitungszeit.
Zuerst erläuterst  Du, nachdem Du Dich kurz vorstellt hast, die Schwerpunkte Deines Studiums, die Aufgabenbereiche während eines oder mehrerer Praktika und Deine beruflichen Ziele. Die letzten zwei Minuten solltest Du nutzen, um authentisch  zu vermitteln, was Deine Persönlichkeit ausmacht und über welche Softskills Du verfügst. Sportarten, Die Du schon lange betreibst belegen beispielsweise Deine Ausdauer und Dein  Durchhaltevermögen, Ehrenämter Dein soziales Engagement . Du trainierst eine Jugendmannschaft in einem Sportverein – super, denn das ist ein Beweis für Deine Führungsqualitäten. Wenn Du Mitglied einer Band bist, sagt das viel über Deine Teamfähigkeit aus. Unterschätze  diesen Teil nicht, denn hier erfahren  die Personalverantwortlichen am meisten über Deine Persönlichkeit.  Achtung: Die einzelnen Punkte Deiner Selbstvorstellung sollen mit Deinem Lebenslauf übereinstimmen! Du kannst Dir auch zur Verstärkung Deiner Selbstsicherheit Stichwörter auf einen Zettel schreiben und diesen während der Präsentation in der Hand halten. Das macht einen professionellen und strukturierten Eindruck, vorausgesetzt, Du schaust nicht ständig auf den Zettel.

Die Selbstvorstellung im Assessment-Center ist  eindeutig eine Stresssituation. Aber je öfter Du die Situation vorher simuliert hast, desto routinierter gehst Du mit ihr um. Der Ablauf und die Inhalte Deiner  Selbstpräsentation verinnerlichst  Du mit der Zeit so sehr, dass Du Dich auf Deine  Mimik, Gestik und den sprachlichen Ausdruck konzentrieren kannst.  Hole Dir Feedback von Freunden und Kommilitonen, die Du als Testpublikum benutzt. Das Wichtigste ist jedoch:  Sei authentisch und spiele kein Theater. Du sollst  Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber die Selbstvorstellung ist keine Show-Einlage!